22. März 2018, 17:27 Uhr

Lahn-Dill hat zwei Matchbälle

22. März 2018, 17:27 Uhr
Lahn-Dills Brian Bell (M.) behauptet artistisch den Ball gegen die Trierer Dirk Passiwan (Nr. 11) und Matthias Heimbach. (Foto: Diekmann)

In der Playoff-Halbfinalserie um die deutsche Meisterschaft im Rollstuhlbasketball hat der RSV Lahn-Dill am Wochenende zwei Matchbälle, um gegen die Doneck Dolphins Trier den Einzug ins Finale perfekt zu machen. Nach dem Erfolg am vergangenen Samstag an der Mosel benötigen die Wetzlarer Rollis noch einen Sieg gegen den Ligadritten, um die Best-of-three-Serie für sich zu entscheiden. Den ersten Matchball hierzu haben Michael Paye und Co. am Samstagabend um 19.30 Uhr in der Sporthalle der August-Bebel-Schule in Niedergirmes. Falls erforderlich, einen zweiten am Sonntag um 16 Uhr an gleicher Stätte.

Gelingt bereits am Samstag eine Wiederholung des 98:66-Erfolges der Vorwoche, dann wäre mit dem 2:0 in der Serie die Entscheidung gefallen. Doch RSV-Trainer Ralf Neumann warnt vor dem Gast aus Rheinland-Pfalz, denn zum einen fehlte bei den Trierern zuletzt die lettische Nationalspielerin Diana Dadzite, zum anderen sind die Dolphins in der laufenden Saison in Wetzlar noch ungeschlagen. Wenige Wochen nach Saisonstart leistete sich der RSV am 21. Oktober des Vorjahres eine krachende 40:61-Heimniederlage gegen Dirk Passiwan und Co. »Dies sollte uns Warnung genug sein«, formuliert der 54-jährige Neumann die gebotene Vorsicht deutlich: »Wir dürfen nicht glauben, dass nach dem ersten Erfolg die Angelegenheit nun eine Formsache ist. Ein unkonzentrierter Auftritt – und schon müssten wir in ein drittes Spiel, in dem wir dann enorm unter Erfolgsdruck stehen würden.«

Nichtsdestotrotz ist die Tendenz der Neumann-Truppe gegen den Kontrahenten aus Trier im Saisonverlauf klar zu erkennen. Der hohen Heimniederlage im Oktober folgte eine deutliche Konsolidierung des neuen Teams, die dafür sorgte, dass die Mittelhessen seit dem 31. Oktober 2018 national ungeschlagen sind. Im Hauptrunden-Rückspiel revanchierte sich der RSV im Januar hauchdünn mit 70:69 in Trier und konnte auch im ersten Playoff-Spiel am vergangenen Samstag an der Mosel jubeln.

Um diesen Jubel wiederholen zu können, gilt der Fokus in erster Linie dem Trierer Scharfschützen Dirk Passiwan, der in der laufenden Saison im Schnitt 28,1 Punkte pro Partie erzielte. Doch der ehemalige Nationalspieler ist nie ganz auszuschalten, wichtig ist daher vor allem, die Kreise seiner Kollegen einzuengen, zu denen die Lettin Dadzite (13,8 Zähler durchschnittlich), die niederländische Europameisterin Mariska Beijer (11,4) und der US-Amerikaner Correy Rossi (10,3) gehören. »Bei aller Konzentration auf Dirk, dürfen wir seine Teamkollegen nicht vergessen. Können wir diese ausschalten, dann sind auch 20 und mehr Punkte bei Passiwan kein Drama«, so Ralf Neumann vor der Partie am Samstag, die nach Wunsch der Hausherren auch die einzige des Wochenendes bleiben soll: »Wir sind bereit, eventuell auch in ein drittes Spiel zu gehen, aber dies wollen wir natürlich verhindern.«

Zeitgleich kommt es in der zweiten Semifinal-Serie zwischen den Thuringia Bulls und den Rhine River Rhinos aus Wiesbaden zur Entscheidung. Dabei ist die Ausgangslage für den Gastgeber identisch mit der in Wetzlar. Holen die Ostdeutschen in Spiel zwei den zweiten Sieg, stehen sie vorzeitig in der ebenfalls im Modus best of three ausgetragenen Finalserie.

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