05. April 2018, 17:52 Uhr

Kreutzer neuer Trainer

05. April 2018, 17:52 Uhr

EC Bad Nauheim


Er ist’s! Christof Kreutzer tritt – wie spekuliert worden war – die Nachfolge von Petri Kujala als Trainer beim EC Bad Nauheim an. Der 50-Jährige hat beim Eishockey-Zweitligisten einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Er sei »heute mit einem sehr guten Gefühl« in die Wetterau gekommen, und »das hat mir meine Entscheidung noch einmal bestätigt«, sagte Kreutzer im Rahmen einer Pressekonferenz im VIP-Raum des Colonel-Knight-Stadions.

Der Rheinländer hatte zuvor seinen ursprünglich bis 2019 datierten Vertrag mit der Düsseldorfer EG, die er während seiner dreijährigen Tätigkeit zweimal in die DEL-Playoffs geführt hatte, aufgelöst. Veröffentlicht haben die Roten Teufel zugleich die Verlängerung der Verträge mit Torwart Jan Guryca und Verteidiger Jannik Woidtke. In die Liste der Abgänge reiht sich Ersatz-Torwart Ansgar Preuss ein.

Christof Kreutzer galt – nachdem Petri Kujala um Auflösung seines Vertrags für die kommende Saison gebeten hatte – schnell als der Wunschkandidat von Geschäftsführer Andreas Ortwein und dem Sportlichen Leiter Matthias Baldys. »Christof kennt die Basis, die Arbeit im Nachwuchs- und Amateurbereich, und er war auch schon im DEL-Halbfinale, quasi ganz oben. In Bad Nauheim brauchen wir einen Arbeiter, einen Mann, der Spieler und eine Mannschaft entwickeln kann. Und dafür ist er genau der Richtige«, sagt Baldys. Vor vier Wochen hatten die Roten Teufel erstmals vorgefühlt, und nach einigen Tagen Bedenkzeit für Kreutzer die Gespräche intensiviert und schließlich zum Abschluss gebracht.

In Bad Nauheim schlägt Kreutzer ein völlig neues Kapitel in seinem Leben auf. Mit Ausnahme zweier Spielzeiten zu Beginn seiner Profikarriere hatte er ausschließlich für die DEG, seinen Heimatverein, gespielt (fünf Meistertitel) und gearbeitet; zuletzt in Doppelfunktion als Sportdirektor und Trainer. 2017, nach zwei Playoff-Teilnahmen war die Saison auf Rang elf abgeschlossen worden, hatte der Traditionsklub das Urgestein freigestellt.

»Wer wird schon Trainer bei einem Heimatverein? Und das in der DEL? Ich hatte einen Traumjob. Die Freistellung musste ich erst mal verarbeiten. Das hat seine Zeit gedauert«, räumt er offen ein. Jetzt aber sei er »energiegeladen«, tatendurstig. Den Wechsel in die Zweitklassigkeit empfinde er dabei keinesfalls als Rückschritt. »Die DEL2 ist eine Topliga. Und wer einen Schritt zurück macht, der nimmt vielleicht nur Anlauf«, sagt Kreutzer augenzwinkernd.

Die Verpflichtung der DEG-Ikone in Verbindung mit Hauptrunden-Platz fünf der Roten Teufel in der Saison 2017/18 wird in der Wetterau für eine gesteigerte Erwartungshaltung mit Blick auf die sechste Zweitliga-Saison sorgen. »Druck hat man überall. Platz fünf darf man nicht als alltäglich ansehen. Und ich denke, das weiß jeder hier in Bad Nauheim realistisch einzuschätzen«, sagt Kreutzer, der bei der Kaderplanung der letzten Wochen von Ortwein und Baldys bereits miteinbezogen wurde.

Neben der Personalie Kreutzer gaben die Roten Teufel am Donnerstag auch zwei Kontraktverlängerungen bekannt; mit Torwart Jan Guryca und Verteidiger Jannik Woidtke. Der Keeper, der Anfang August am Kreuzband operiert worden war, hatte während der Playoff-Trainingseinheiten immer mal wieder zum Belastungstest auf dem Eis gestanden; frei von Beschwerden. »Es ist wichtig, einen erfahrenen Mann in der Hinterhand zu haben; einen, der bereit ist, unseren Weg mitzugehen, auch wenn vielleicht mal ein junger Torhüter vorgezogen wird.« Mit Woidtke wiederum verbindet der neue Coach der Teufel eine gemeinsame Vergangenheit. Bereits im Schüler-Alter hatte er den 26-Jährigen an der Düsseldorfer Brehmstraße gecoacht. »Er ist schuss- und laufstark, und er wird eine gute Leistung bringen. Sonst weiß er, was ihm blüht.«

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