08. Februar 2018, 21:02 Uhr

Klassiker in Zwickau

08. Februar 2018, 21:02 Uhr

Am Samstag steht der RSV Lahn-Dill nach seinem internationalen Auftritt in der Vorwoche wieder auf der nationalen Bühne. In der Rollstuhlbasketball-Bundesliga gastiert der 13-fache Meister um 16 Uhr beim BSC Rollers Zwickau. Im alten Klassiker stehen sich die Sachsen und die Hessen zum inzwischen 72. Mal gegenüber.

Der letzte der insgesamt 54 Erfolge aus den bisherigen 71 Spielen datiert aus dem November des Vorjahres. Damals kam die Mannschaft von Trainer Marco Förster mit der Empfehlung von 8:2 Punkten und Tabellenplatz zwei zum RSV Lahn-Dill, der zuvor durch Niederlagen gegen Thüringen, Trier und in München arg ins Straucheln geraten war. Der 4. November mit seinem überraschend hohen 81:42-Heimsieg des RSV war dann für beide Seiten ein tiefer Einschnitt im Saisonverlauf.

Während die Mittelhessen seit diesem Tag im Herbst 2017 in der Liga ungeschlagen sind und sich gegen Trier und zuletzt Thüringen revanchieren konnten, sind die Westsachsen bis in die Abstiegszone abgerutscht. Gerade einmal ein Erfolg gegen Tabellenschlusslicht Rahden gelang dem zweifachen Meister noch, während acht der letzten neun Partien verloren gingen. Damit das Duell am Samstag nicht erneut zu einer Wende für beide Seiten wird, wollen Kapitän Michael Paye und Co. äußerst konzentriert zu Werke gehen und von Beginn an keine Zweifel an der Favoritenrolle aufkommen lassen.

Ein besonderes Augenmerk muss die Mannschaft von Headcoach Ralf Neumann dabei auf einen Mittelhessen in Reihen der Sachsen legen. Jan Gans, einst für den RSV aktiv, bevor ihn ein Studium in den US-Bundesstaat Wisconsin verschlug, ist seit Sommer 2016 der offensive Aktivposten der BSC-Rollers. Aktuell hat sich der 30-jährige Center mit durchschnittlich 21,0 Punkten pro Spiel bis auf Platz vier der RBBL-Korbschützenliste vorgearbeitet und seine Klasse eindrucksvoll unterstrichen. Ihm zur Seite steht der Litauer Vytautas Skucas, der weitere 15,9 Zähler pro Partie beisteuert. Der Lette Karlis Gabranovs, das tschechische Urgestein Rostislav Pohlmann oder US-Boy Benjamin Kenon sind weitere Akteure, deren Name in der Liga seit vielen Jahren Gewicht hat.

»Wir wollen unser schnelles Umschaltspiel in die Waagschale werfen und dabei von unserer in der Champions League gezeigten Konzentration nicht nachlassen«, ist sich Trainer Neumann der Aufgabe, die in der Schumann-Stadt an der Mulde wartet, bewusst. Im vorletzten Auswärtsspiel der Hauptrunde soll der Anschluss an Tabellenführer Thuringia Bulls gewahrt bleiben.

Sa.: Zwickau – Lahn-Dill, Wiesbaden – Trier, Köln – München, Thuringia – Hannover. - So.: Rahden – Hamburg.

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