20. August 2018, 07:25 Uhr

Kein Löwenfraß

20. August 2018, 07:25 Uhr
Björn Zintel und der TV 05/07 Hüttenberg haben beim Pokal-Auftritt in Fürstenfeldbruck keinen schlechten Eindruck hinterlassen. (Archivfoto: ras)

TV 05/07 Hüttenberg


Erwartungsgemäß war die erste Pokalrunde Endstation für die Handballer von Erstliga-Absteiger TV 05/07 Hüttenberg. Beim Turnier des TuS Fürstenfeldbruck vor den Toren Münchens konnte man zwar im Halbfinale am Samstag den HC Elbflorenz mit 29:26 (16:11) bezwingen. Am Sonntag blieb dann aber gegen die Rhein-Neckar Löwen die große Sensation aus. Der Titelverteidiger kam zu einem deutlichen 38:29 (20:10)-Sieg.

Das Halbfinale

Das Aufeinandertreffen mit dem zukünftigen Ligagegner am Samstag war eine souveräne Angelegenheit, die der TVH gegen Ende unnötig spannend machte. Denn nach dem 27:21 durch einen Siebenmeter von Tobias Hahn in der 51. Minute stellten die Blau-Weiß-Roten das Torewerfen ein und ließen den HC zweieinhalb Minuten vor dem Schlusspfiff beim 25:27 herankommen, was vielleicht auch den Reisestrapazen der am frühen Morgen aufgebrochenen Mittelhessen geschuldet war. Neuzugang Markus Stegefelt mit seinem dritten Treffer beendete aber die Dresdner Hoffnungen, ehe Ragnar Jóhannsson gegen eine offene Deckung den Schlusspunkt setzte.

Von Anfang an waren die Mittelhessen in Führung und erhöhten nach dem ersten Tagestreffer von Moritz Lambrecht über das 6:2 durch Linksaußen Christian Rompf nach nur sieben Minuten auf 11:5 nach knapp einer Viertelstunde, als der starke Spielmacher Tomáš Sklenák traf. Diese Führung hatte auch über den Seitenwechsel (16:11) hinaus weiter Bestand, auch wenn Elbflorenz es zwischenzeitlich mit einer Manndeckung gegen Sklenák versuchte, die aber nichts einbrachte.

»Es war heute das primäre Ziel, dass wir gegen Dresden diese Partie unbedingt gewinnen und damit einen guten Start in die Saison haben. Ich bin mit dem Auftritt meiner Mannschaft bis Mitte der zweiten Hälfte sehr zufrieden«, lautete das Fazit von TVH-Cheftrainer Emir Kurtagic.

Hüttenberg: Böhme, N. Weber; Sklenák (4), Lambrecht (2), Wernig (1/1), Werth, Rompf (3), Zörb (1), Fernandes (3), Jóhannsson (4), Stegefelt (3), Mubenzem (1), Hahn (1/1), Zintel (2), Klein (4).

Elbflorenz: Halfmann, Huhnstock; Jurgeleit (1), Dierberg (11/6), Gugisch (2), Buschmann, De Santis, Flödl (2), Kretschmer (1/1), Hoffmann (2), Greß, Kammlodt (4), Becvár (1), Quade (2)

Stenogramm / SR: Hellbusch/Jansen (Trebur). – Zeitstrafen: 8:12 Minuten - Siebenmeter: 2/2:8/7.

Das Finale

Somit wartete am Sonntag mit den Rhein-Neckar Löwen die wohl schwerstmögliche Aufgabe auf die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim. Zwar konnte man anfangs noch annähernd mithalten, als Johannes Klein in der zwölften Minute den 5:6-Anschlusstreffer markierte. Danach ließ der Pokalsieger aber keine Hoffnung auf eine Pokalsensation zu. Mit der taktischen Marschroute des siebten Feldspielers zogen die Löwen auf 18:8 durch Jesper Nielsen davon und nahmen diesen Vorsprung auch mit in die Kabine.

Beeindruckend bis dahin die Effizienz der Gelb-Schwarzen, die sich nur einen Fehlwurf leisteten. Der TVH wollte sich aber nicht abschlachten lassen und verkürzte in der 46. Minute zum 23:28 gegen die Löwen, die sofort wieder hochschalteten. Die letzten Hüttenberger Treffer zum 29:38-Endstand gingen auf das Konto von A-Jugendspieler Malvin Werth und dem besten Hüttenberger Schützen, Björn Zintel. Werth kam wie Simon Böhne zu Einsatzminuten, da sie den erkrankten Torwart Fabian Schomburg und den angeschlagenen Tim Lauer ersetzten.

»Das war heute ein Bonusspiel gegen einen überragenden Gegner. Aber wir haben gut in der Positionsabwehr gestanden und immerhin auch 29 Tore geworfen. Ich denke, dass wir etwas Selbstvertrauen mit auf den Heimweg nehmen können«, war Kurtagic durchaus auch mit dem zweiten Auftritt an diesem Wochenende eine Woche vor dem Punktspielstart gegen den EHV Aue am Samstag in der Sporthalle Ost in Gießen zufrieden.

Hüttenberg: Böhme, N. Weber; Sklenák (1), Lambrecht (1), Wernig (3/2), Werth (1), Rompf (2), Zörb (2), Fernandes (2), Jóhannsson (2), Stegefelt (3), Mubenzem, Hahn (2), Zintel (9), Klein (1).

RN Löwen: Appelgren, Palicka; Schmid (7/2), Lipovina, Sigurdsson (8/1), Radivojevic, Tollbring, Abutovic, Mensah Larsen (4), Fäth, Groetzki (6), Taleski (2), Guardiola, Petersson (3), Nielsen (2), Kohlbacher (6).

SR: Hellbusch/Jansen (Trebur). – Zeitstrafen: 4:6 Minuten. – Siebenmeter: 3/2:4/3.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Fernsehen
  • Handball
  • Handballspieler
  • Rhein-Neckar Löwen
  • Sensationen
  • TV 05/07 Hüttenberg
  • Tobias Hahn
  • Markus Röhrsheim
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 31 - 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.