Spiel 1 nach Kiel

Kein Durchatmen für die HSG Wetzlar: Nettelstedt-Lübbecke kommt

Kein Durchatmen für die HSG Wetzlar. Dem Coup in Kiel folgt jetzt eine heiße Woche mit drei Partien in acht Tagen. Am Sonntag ist zunächst der TuS N-Lübbecke in der Rittal-Arena zu Gast.
24. Februar 2018, 07:00 Uhr
Jannik Kohlbacher ist wieder bei der HSG Wetzlar dabei und kann vom Kreis für zusätzliche Gefahr sorgen. (Foto: ras)

HSG Wetzlar


Nach dem historischen Erfolg beim THW Kiel geht es am Sonntag für die HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga weiter. Um 12.30 Uhr pfeifen die Schiedsrichter das Spiel gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke an, für das es an der Tageskasse noch einige wenige Sitzplatzkarten und reichlich Stehplatzkarten gibt. Die Partie ist der Auftakt zu einer hektischen Woche für die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider. Denn am Donnerstagabend ist man bei der SG Flensburg-Handewitt gefordert, bevor am darauffolgenden Sonntag das DHB-Pokal-Viertelfinale gegen den TVB Stuttgart ansteht. »Ich muss jetzt schon vorarbeiten auf Stuttgart«, erklärte Wandschneider den zeitlichen Druck, dem sein Team standhalten muss. Umso wichtiger wäre ein guter Einstieg in die Woche.

Wie ist die Vorbereitung auf das Spiel gelaufen? – »Gut. Bisher sind alle bis auf Alexander Hermann an Bord«, so Wandschneider, der auch wieder auf Kreisläufer Jannik Kohlbacher bauen kann. Der Coach bereitet sich genauso akribisch auf Lübbecke vor wie auf Kiel. Nach dem Spiel in Kiel hätte er die Gelegenheit gehabt, den Spielern vier Tage frei zu geben, hat davon jedoch abgesehen, um im Rhythmus zu bleiben. »Jetzt ist die Zeit, in der wir am Ball bleiben müssen. Wir sind gut drauf, haben das neue Jahr bisher super bewältigt.«

Wie hat die Mannschaft den Sieg in Kiel verarbeitet? – »Ich glaube schon, dass das etwas Besonderes ist und es nicht so einfach ist, wieder in den Alltag zurückzukehren«, wagt Wandschneider einen Blick in die Psyche seiner Mannschaft. In Kiel hatte man nichts zu verlieren, nun gilt es, den Fokus auf ein Spiel zu lenken, das man fast schon verdammt ist, zu gewinnen. Es gehört ein hohes Maß an Einstellung dazu, um die Umstellung zu schaffen. »Wir werden am Sonntag sehen, ob das bei dem einen oder anderen Spuren hinterlassen hat«, schmunzelte Wandschneider. »Was die Jungs in Kiel geboten haben, war historisch, es war eine Sternstunde, weil auch wir ersatzgeschwächt waren. Das ist schön, aber jetzt kommt Nettelstedt.«

Was zeichnet TuS Nettelstedt-Lübbecke aus? – Das letzte Big-Point-Spiel in eigener Halle wollen die Grün-Weißen unbedingt gewinnen. Doch Vorsicht ist geboten. Nach einem schwierigen Saisonstart hat sich die Mannschaft von Coach Aaron Ziercke gefangen und im Kellerduell gegen den TVB Stuttgart vor zwei Wochen zwei Punkte eingefahren. »Nettelstedt ist auf dem aufsteigenden Ast, nachdem sie sehr lange Letzter waren«, warnt Wandschneider. Hinter einer körperlich präsenten Abwehr stehen mit Peter Tatai und Joel Birlehm zwei gute Torhüter. Auch im Angriff ist der TuS stärker einzuschätzen als noch im Hinspiel, da man sich im Winter mit Dener Jaanimaa im Rückraum verstärkt hat. Aber auch Schützen wie Marko Bagaric und Ante Kaleb sowie Spielmacher Lukasz Gierak sind zu beachten.

Das sagt TuS-Coach Ziercke – Ei n »Vier-Punkte-Spiel« ist es für den ehemaligen Nationalspieler nicht. »Das wäre es, wenn Wetzlar ein direkter Abstiegskonkurrent wäre. Zwei Punkte in Wetzlar wären für uns Bonuspunkte.« Den Ausfall von Tim Rehmer, der sich beim Spiel gegen Stuttgart einen Kreuzbandriss zuzog, hat die Mannschaft gut verkraftet, zumal man mit Jens Bechtloff einen weiteren starken Linksaußen zur Verfügung hat. Die Integration von Jaanimaa schreitet voran, »aber das ist ein Prozess, der seine Zeit braucht«.

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