22. August 2018, 17:01 Uhr

Langstreckenpokal

Jung/Wolf mit neuem Auto auf der Nordschleife

22. August 2018, 17:01 Uhr

Florian Wolf und Nils Jung zählen bei den Rennen der VLN-Langstreckenmeisterschaft schon zu den alten Hasen. In der Rennserie, die in dieser Saison neun Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife umfasst, sind die beiden Mittelhessen schon einige Jahre dabei. Nun galt es beim fünften Lauf, eine neue Herausforderung zu meistern. Im Anschluss an das 24-Stunden-Rennen hat sich das Fahrerduo von seinem bisherigen Rennstall Reiter getrennt und damit auch von dem KTM-X-Bow. So trafen die Piloten am Freitag zu den ersten Trainingsrunden zum ersten Mal auf ihr neues Sportgerät, einen BMW M4 GT4. Der über 430 PS starke Renner wird vom Team Leutheuser Racing eingesetzt.

»Das ist alles ganz schön perfekt und auf hohem Niveau. Von der Sitzposition über perfekt angeordnete Instrumente, bis zu einer Klimaanlage, die sich nur beim Bremsen anschaltet und so kein Leistungsverlust entsteht«, schwärmte Wolf nach den ersten Runden. Aber auch an das andere Fahrverhalten mussten sich die Piloten gewöhnen. Mit ihrem dritten Fahrer Arne Hofmeister, der immer als erster Pilot auf die Strecke geht, konnte das Team im Training einen hervorragenden elften Startplatz in ihrer Klasse herausfahren. Im Gesamtklassement ging das Trio von Platz 57 auf die Hatz durch die »grüne Hölle«. Startfahrer Hofmeister konnte gleich Plätze gutmachen und übergab auf Platz vier liegend an den Lindener Wolf. Bei einer Überrundung verlor er einen Platz, Jung übernahm das Auto nach weiteren 14 Runden. Jung und Hofmeister legten noch eine solide Leistung hin und konnten nach sechs Stunden Renndauer und dem ersten Einsatz den BMW GT4 auf Platz fünf in der Klasse und einem tollen 33. Gesamtplatz von insgesamt 168 Startern abstellen.

Einen Gaststart absolvierte beim Sechs-Stunden-Rennen der Gießener Georg Bellof. Der Bruder des 1985 tödlich verunglückten Ausnahmetalents Stefan Bellof, ist immer dem Motorsport verbunden geblieben und fuhr 2015 schon im Langstreckenpokal. Im Alltag ist er als Instruktor für Porsche tätig und kennt von daher die Nordschleife sehr gut. Sein Kollege Andre Duve regte einen gemeinsamen Start bei einem VLN-Rennen an und kümmerte sich um einen Platz für das Fahrerduo. Mit einem BMW M 235i fand man den passenden Untersatz. Und zusätzlich auch noch den dritten Fahrer – Fabian Vettel. So kam es bei dem Rennen zu der außergewöhnlichen Paarung von großen Namen des Motorsports. Zum einem der Bruder von Stefan Bellof, zum anderen der jüngere Bruder des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel. Gut gelaunt ging man von Startplatz 91 ins Rennen. »Ich freue mich riesig, auch und vor allem in dieser Kons-tellation, zu fahren und finde das eine ganz tolle Sache«, sagte Bellof.

Den Start absolvierte Vettel und übergab nach sieben Runden an Bellof. In der sechsten Runde wurde der BMW von einem Porsche am Hinterrad touchiert, der Gießener schleppte sich mit kaputter Felge in die Box. Nach der Reparatur ging Duve auf die Strecke. Doch auch seine Fahrt verlief nicht lange ohne Probleme. Am Ausgang des Streckenabschnittes »Bellof-S« kam es zu einer Kollision, der Lohmarer drehte sich und krachte in die Leitplanke. Zum Glück blieb er unverletzt, doch an eine Weiterfahrt war nicht zu mehr denken.

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