20. März 2018, 07:00 Uhr

Handball

In Hüttenberg lebt der Traum vom Klassenerhalt

Nach dem dritten Remis in Folge wächst beim TV 05/07 Hüttenberg der Glaube an den Klassenerhalt in der Bundesliga. Der Abstand auf den ersten Nicht-Abstiegsrang beträgt nur noch einen Punkt.
20. März 2018, 07:00 Uhr
Kann momentan zufrieden sein: Emir Kurtagic, Trainer des Handball-Bundesligisten TV 05/07 Hüttenberg. (Foto: ras)

TV 05/07 Hüttenberg


Neun Spieltage vor Schluss hat der TV 05/07 Hüttenberg in der Handball-Bundesliga die rote Laterne abgegeben. Unbeeindruckt von den teils überraschenden Siegen der Konkurrenten im Abstiegskampf, baute die Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic mit dem Remis in Stuttgart ihre Serie auf nun drei ungeschlagene Spiele am Stück aus. Der März, in dem man bisher ungeschlagen ist, könnte zum Aufhol-Monat des TVH werden, der sich nun bis auf einen Punkt an den TuS N-Lübbecke auf dem ersten Nichtabstiegsplatz herangearbeitet hat.

Nach einem auch von Aufstiegseuphorie getragenen guten Start in die Saison hatte der Abgang von Ex-Trainer Aöalsteinn Eyjólfsson zu Verunsicherung in den Reihen der Blau-Weiß-Roten geführt – die ursächlich war für die Niederlagen in den direkt darauf folgenden wichtigen Spielen gegen Stuttgart und in Gummersbach.

EM-Pause trägt Früchte

Doch nun ist den Handballern aus Hüttenberg wieder alles zuzutrauen. Die EM-Pause, in der Emir Kurtagic erstmals nach der Amtsübernahme Ende Oktober länger mit seiner Mannschaft arbeiten konnte, trägt Früchte. Die deutlichen Niederlagen gegen die inter-nationalen Top-Teams aus Kiel und Flensburg nahm man in Hüttenberg zu Recht nicht als Gradmesser. »Wenn wir gegen Kiel mit zwölf Toren verlieren, interessiert mich das eigentlich nicht«, meint Kurtagic.

Unbeirrt trotzt der 37-Jährige mit seiner verschworenen Einheit allen Widrigkeiten wie dem gleichzeitigen Ausfall der Rückraumschützen Vladan Lipovina, Szymon Sicko und Tim Stefan. Trotzdem wurde das zuvor oft am Zeitspiel kratzende Angriffsspiel schneller und strukturierter. Und das, obwohl die Last so gut wie ausschließlich auf Dominik Mappes, Tomáš Sklenák und Ragnar Jóhannsson lastet. Doch die Not wird auch mit dem klassischen Hüttenberger Weg kompensiert. Johannes Klein aus der Oberliga-Mannschaft entwickelte sich in den letzten beiden Spielen zu einem wichtigen Deckungsbestandteil. Und mit Szymon Sicko steht eine wurfstarke Alternative vor der Rückkehr – nach allerdings sechswöchiger Verletzungspause.

Noch neun Spiele also, in denen der TV Hüttenberg eine noch größere Sensation schaffen will als es im Sommer 2017 der Durchmarsch von Liga drei in Liga eins war. Kurtagic ist jedenfalls optimistisch. »Vielleicht kommt nun auch bald das Quäntchen Glück dazu.« Wohl wissend, dass genau dieses Glück in den letzten drei Spielen auch gut zu sechs Punkten und dann zwei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze hätte führen können.

Ludwigshafen muss geschlagen werden

Doch der 37-Jährige weiß, dass noch weitere Gelegenheiten zum Punkten kommen. »Natürlich müssen wir in Ludwigshafen gewinnen. Gummersbach schlagen wir zu Hause und auch Lemgo und Erlangen sollten machbar sein.« Und überraschende Ergebnisse wie der Gummersbacher Sieg gegen Leipzig werden erfahrungsgemäß zum Saisonende auch nicht weniger. Warum sollte also nicht am Sonntag die Serie ausgebaut und mit einem Heimsieg gegen Hannover die Abstiegsplätze verlassen werden?

Denn nicht nur Martin Schwalb dürfte mittlerweile vom TVH überzeugt sein. »Die wussten von Anfang an, um was es geht. Da weiß jeder, der auf der Platte steht, was er zu tun hat. Das ist eine zusammengeschweißte Einheit«, schwärmte der Sky-Experte am Sonntag beim 30:30 in Stuttgart.

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