10. Februar 2019, 14:17 Uhr

Handball

Hüttenberger beißen sich am Nordhorner Torwart die Zähne aus

Björn Buhrmester und einige unglückliche Abpraller verhindern einen Punktgewinn für den TV 05/07 Hüttenberg gegen die HSG Nordhorn-Lingen. 25:28 verliert der mittelhessische Zweitligist.
10. Februar 2019, 14:17 Uhr
Der Hüttenberger Björn Zintel (l.) kommt nicht an Georg Pöhle (2. v. l.) in der Nordhorner Abwehr vorbei. (Fotos: Thürmer)

TV 05/07 Hüttenberg


Mit einer Heimniederlage ist der TV 05/07 Hüttenberg in das Zweitliga-Jahr 2019 ge-startet. Mit 25:28 (11:14) musste sich die Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic, dessen Weggang zum Ligarivalen TuS N-Lübbecke am Saisonende in dieser Woche bekannt wurde, dem Rangdritten HSG Nordhorn-Lingen geschlagen geben.

Gründe dafür, dass man am Ende mit leeren Händen da stand, gab es einige. »Ich bin nicht zufrieden damit, wie wir in beide Halbzeiten gestartet sind. Wir agieren zu viel aus dem Stand und nehmen uns Würfe, die wir nicht nehmen dürfen«, ärgerte sich Kurtagic. 1:5 nach neun Minuten sowie 14:20 nach dem Pausen-11:14 waren die Zwischenstände, »denen wir dann hinterherlaufen«. Faktor Nummer zwei war Björn Buhrmester im Gäste-Tor, der in der zweiten Hälfte zur gewohnten Bestform auflief und so zum Mann des Spiels für sein Team wurde. »Das war ein Spiel, in dem jeder Abpraller nicht bei uns war«, hatte zudem TVH-Kreisläufer Moritz Zörb erkannt. Während Nordhorns Patrick Miedema zwei vom Hüttenberger Tor zurückspringende Bälle direkt in die Hände fielen und ihm so leichte Tore ermöglichten, landeten die zahlreichen Pfostentreffer des TVH immer in den Händen der Gäste.

»Wir hatten Probleme, ins Tempo zu kommen«, fand der Hüttenberger Rückraumspieler Johannes Klein. Trotzdem kam der TVH, nach dem Fehlstart, durch einen Doppelschlag von Björn Zintel in der 13. Minute zum 4:5-Anschluss. Doch Nordhorn konterte sofort zum 8:4 durch Rechtsaußen Alec Smit. Auch da Markus Stegefelt einen Siebenmeter nicht an Buhrmester vorbei bringen konnte. Dennoch kamen die Blau-Weiß-Roten wieder auf 8:9 heran, als Linksaußen Christian Rompf, in Überzahl schön abgeräumt, zum erfolgreichen Abschluss kam. Linkshänder Dieudonné Mubenzem, in der 20. Minute unter lautem Beifall eingewechselt, hielt sein Team mit zwei Toren zum 11:13 ebenfalls im Rennen.

Der TVH kam zwar mit dem 12:14, als Markus Stegefelt hoch in der Luft stehend einwarf, aus der Kabine. Doch danach zog der Aufstiegsaspirant davon, da Buhrmester etliche Bälle entschärfte oder ihm die Torumrandung hilfreich zur Seite stand. TVH-Coach Emir Kurtagic stellte seine Deckung Mitte der zweiten Halbzeit um, und die Gastgeber verkürzten durch Ragnar Jóhannsson von Rechtsaußen zum 18:21 (49.). Dann jedoch musste Moritz Lambrecht nach seiner fragwürdigen dritten Zeitstrafe vorzeitig zum Duschen. Dieses entstandene Hüttenberger Deckungsvakuum nutzte die HSG, um sich durch den im Schlussviertel nicht zu bremsenden Halbrechten Philipp Vorlicek wieder auf 25:20 in der 53. Minute abzusetzen. »Die Rote Karte gegen Mo war ärgerlich. Er hätte bestimmt noch den einen oder anderen Ball hinten geholt«, sah sein Moritz Zörb eine entscheidende Schwächung. Dennoch fightete der TVH tapfer weiter: Tomáš Sklenák störte nun weit vorgezogen das Nordhorner Spiel, und Ragnar Jóhannsson nutzte einen daraus resultierenden Fehlpass, um bei 140 Sekunden Restspielzeit seine Farben noch mal auf 24:26 heran zu bringen.

Doch für eine Wende war es zu spät. Denn die Gäste spielten routiniert die Uhr herunter und retteten so das 28:25 ins Ziel. »Die Jungs haben bis zum Ende gekämpft. Aber wir sind nicht mehr ganz herangekommen«, musste Kurtagic daher nach dem Schlusspfiff feststellen. Und Johannes Klein lieferte noch einen Grund, warum es nicht ganz gereicht hatte. »Wir haben auch ein paar leichte Tore bekommen, wo wir hinten noch nicht standen.« Einige Baustellen also beim TVH, der schon am Freitag in Dormagen die Chance zur Wiedergutmachung hat.

TV Hüttenberg: Naß, Weber; Belter, Uth, Sklenák (1), Lambrecht, Rompf (1), Zörb (1), Fernandes (2), Jóhannsson (5), Stegefelt (4/2), Mubenzem (3), Hahn (2), Zintel (3), Klein (3).

HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen, Buhrmester; Heiny, Leenders, Mickal (2), Miedema (7), Terwolbeck, de Boer (3), Vorlicek (7), Smit (3), Seidel (2/1), Possehl, Pöhle (4).

Im Stenogramm: SR: Linker/Schmidt (Herne). – Zuschauer: 1230. – Siebenmeter: 4/2:2/1. – Zeitstrafen: 10:6 Minuten. – Rote Karte: Lambrecht (49.).

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