TV 05/07 Hüttenberg


Der TV 05/07 Hüttenberg hat auch ohne seinen verletzten Kapitän Mario Fernandes die Klippe Hamburg umschifft. Mit einem souveränen 31:25 (20:8)-Sieg überholte man Gegner Handball Sport Verein Hamburg in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga und rückt auf Rang elf vor.

Trainer Emir Kurtagic war im Vorfeld der Partie noch unschlüssig, wie er den Ausfall von Fernandes speziell auch in der Deckungszentrale über 60 Minuten kompensieren sollte. Doch seine Mannschaft, die bereits am Freitag die weite Fahrt auf sich genommen hatte, war von Anfang an wach. Und nahm ihm schnell diese Sorge. Hochkonzentriert im Angriff – beweglich und undurchdringlich in der Defensive. So zeigten die Handballer aus der Handkäse-Metropole vom Anpfiff weg, dass sie den schwachen Auftritt der Vorwoche vergessen machen wollten. Bis zum 3:3 in der fünften Minute durch den besten Schützen des Abends, Kapitän Lukas Ossenkopp, konnte Hamburg noch mithalten. Doch danach spielte nur noch eine Mannschaft – der TVH. Hüttenberg zog mit einem 5:0-Lauf durch Doppelpacks von Tomáš Sklenák und Moritz Lambrecht sowie Tobias Hahn’s Treffer in der in der elften Minute auf 8:3 davon. Dieser Lauf wurde kurz darauf beim Stand von 8:4 sogar mit einem 7:0-Lauf getoppt. Zwölf gegentorlose Minuten der Hüttenberger sorgten so für ein 15:4-Führung nach 22 Minuten. In dieser Zeit verpuffte die zweite Auszeit von HSV-Trainer Torsten Jansen erfolglos und Sklenák und Ragnar Jóhannsson trafen jeweils ins in Unterzahl verwaiste Hamburger Tor. Immerhin gelang es den Hausherren bis zum Pausenpfiff noch vier weitere Tore zu erzielen. Dennoch leuchtete ein sensationelles 8:20 von der Anzeigentafel.

Sodass Jansen natürlich nichts mehr zu verlieren hatte und dementsprechend nach dem Seitenwechsel alles riskierte. Er öffnete die Deckung zu einer sehr offensiven 3:2:1-Variante, die teilweise sogar zu einer 3:3 sich verwandelte. Zudem spielte Hamburg nun konsequent mit dem siebten Feldspieler. Und stellte damit die Hüttenberger Deckung, die natürlich auch zunehmends die fehlenden Wechselmöglichkeiten merkte, vor größere Probleme. Da die Hausherren diese Überzahl wirklich gut beherrschten, pirschten sie sich über das 12:21 durch den frei gespielten Rechtsaußen Thies Bergemann (35.) und das 17:25 in der 43. Minute von Christopher Rix, der von der anderen Seite erfolgreich war, sogar zum 21:27, durch erneut Bergemann, heran. Zu mehr sollte es aber dann doch nicht reichen. Auch, da Nikolai Weber, nach einer kurzen Durststrecke, nun einige frei Bälle wegnahm.

Comeback von Daniel Wernig

So konnte TVH-Trainer Emir Kurtagic vier Minuten vor dem Schlusspfiff Rechtsaußen Daniel Wernig, nach dessen langer Verletzungspause, beruhigt ein paar Minuten geben. Und dieser führte sich gleich mit seiner ersten Ballberührung und einer Kempa-Vorlage für Björn Zintel zum 30:22 bestens ein. Den Schlusspunkt zum ungefährdeten 31:25-Sieg setzte schließlich Joungster Till Uth, der sich gleich in seiner ersten Zweitliga-Partie in die Torschützenliste eintragen konnte.

Kein Wunder also, dass die 50 mitgereisten TVH-Fans ihre Mannschaft lauthals schon vor dem Schlusspfiff feierten. Und dass Kurtagic nach Spielende natürlich ein sehr zufriedenes Fazit zog. »Ich glaube man kann – ohne überheblich zu sein – sagen, dass wir in der ersten Halbzeit den Gegner dominiert haben. Dass wir das in der zweiten Halbzeit nicht halten können, ist natürlich auch dem klaren Vorsprung geschuldet. Durch unser nicht gutes Rückzugsverhalten ermöglichen wir Hamburg sechs, sieben Tore«, meinte der Coach. »Dennoch war das Spiel heute für den Kopf und die Seele gut. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie in der schweren Situation durch die Ausfälle noch weiter zusammen gerückt ist.«

HSV Hamburg: Rundt, Kokoszka; Lackovic, Tissier (1), Weller, Ossenkopp (8/3), Axmann (3), Fuchs (1), Forstbauer, Rix (6), Wullenbauer, Bergemann (4), Kleineidamm (1), Vogt, Herbst (1).

TV Hüttenberg: Schomburg, Weber; Belter, Uth (1), Sklenák (4), Lambrecht (5), Wernig, Rompf (3), Zörb (2), Jóhannsson (6), Stegefelt (2), Hahn (4/2), Zintel (3), Klein (1).

SR: Linker/Schmidt (Herne/Recklinghausen) – Zuschauer: 2921 – Zeitstrafen: 8 – 8 (Strafminuten) – Siebenmeter: 3/3 – 2/2.

Schlagworte in diesem Artikel

  • HSV Hamburg
  • Hamburger SV
  • Handball
  • Handball-Bundesliga
  • Nikolai Weber
  • TV 05/07 Hüttenberg
  • Tobias Hahn
  • Torsten Jansen
  • Markus Röhrsheim
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 1 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.