27. Dezember 2017, 22:17 Uhr

Enttäuschende Niederlage

Hüttenberger Angriff nicht erstligareif

Viel Arbeit wartet auf Handball-Bundesligist TV 05/07 Hüttenberg in der EM-Pause. Denn zum Jahresabschluss setzte es für den Aufsteiger eine 17:28 (7:14)-Niederlage bei FA Göppingen.
27. Dezember 2017, 22:17 Uhr
Ähnlich chancenlos wie hier Dominik Mappes (l.) gegen Daniel Fontaine waren die Hüttenberger Handballer gestern Abend bei der 17:28-Niederlage bei Frisch Auf Göppingen. (Foto: Eibner)

TV 05/07 Hüttenberg


Göppingens Trainer Dr. Rolf Brack hatte die eigene Erwartungshaltung vor dem Anpfiff sehr klar formuliert: »Alles andere als ein Sieg heute wäre eine mittlere Katastrophe.« Das war ein deutlicher Hinweis darauf, dass der bisherige Saisonverlauf so gar nicht den Ansprüchen des EHF-Cup-Siegers genügt. Zumal bisher auch nur zwei Heimsiege eingefahren werden konnten. Da zudem Brack einige verletzungsbedingte Ausfälle zu verzeichnen hatte, war bei den Hausherren zunächst noch ein wenig Sand im Angriffsgetriebe, sodass Hüttenberg anfangs mithalten konnte. Dies war hauptsächlich Linkshänder Ragnar Jóhannsson zu verdanken, der beim Schlagwurf ins kurze Eck zum 5:6 schon zum dritten Mal einnetzte.

 

Spiel zur Halbzeit entschieden

 

Doch nach dem 6:7 durch einen Siebenmeter-Treffer von Daniel Wernig und der anschließenden Strafwurf-Parade von Fabian Schomburg gegen Marcel Schiller war es auf einmal wie abgeschnitten mit der blau-roten Herrlichkeit. Geschlagene 16 Minuten gelang den Gästen kein Treffer gegen eine zwar zugegebenermaßen sehr gut eingestellte Deckung. Doch diese wurde von einem viel zu harmlosen TVH-Angriff auch nicht in die notwendige Bewegung gebracht. So bemängelte Trainer Emir Kurtagic nach Spielende: »Wir wollten sehr geduldig spielen. Aber wir verlieren den Fluss, haben zu wenig Bewegung im Spiel.« Was immer wieder zu Fehlern unter Zeitdruck führte, die Göppingen unter anderem zu fünf Tempogegenstoß-Toren nutzte. Und im Angriff wurden konsequent über den starken Kreisläufer Kresimir Kozina die Lücken in der offensiven Hüttenberger Deckung aufgezeigt. Den Negativlauf der Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim beendete Vladan Lipovina mit seinem einzigen Tagestreffer zum 7:13, dem Nationalspieler Tim Kneule postwendend den 14:7-Halbzeitstand folgen ließ.

 

Drei verworfene Siebenmeter in drei Minuten

 

Und auch nach Wiederbeginn sollte es nicht besser werden. Ganz im Gegenteil. Negativer Höhepunkt waren drei verworfene Siebenmeter in nur drei Minuten, als nacheinander Daniel Wernig, der wirkungslose Dominik Mappes und Vladan Lipovina an Frisch-Auf-Keeper Daniel Rebmann scheiterten. So war nach dem 11:18 von abermals Jóhannsson beim 21:11 des Halbrechten Jens Schöngarth erstmals nach einer Dreiviertelstunde ein Zehn-Tore-Unterschied zu beklagen und das Spiel entschieden. Kurtagic nutzte seine letzte Auszeit, um nun doch endlich auch einmal dem jungen Polen Szymon Sicko, der durch seine Schilddrüsen-Operation lange ausgefallen war, eine Chance zu geben; die der 20-Jährige nutzte. Trotz immer noch großerer sprachlicher Probleme verzeichnete er bis zum Abpfiff nicht nur drei Assists und einen herausgeholten Strafwurf. In der letzten Spielminute sorgte er mit dem 16:28 endlich für ein einfaches Tor aus zwölf Metern. Einfache Treffer, die dem TVH in seinem Spiel fehlen. Den Schlusspunkt setzte dann Hüttenbergs Bester Ragnar Jóhannsson mit seinem sechsten Tagestreffer.

»Nun können wir zwei Wochen regenerieren und müssen bis zum Trainingsauftakt die Köpfe freibekommen. Es sind noch genügend Spiele«, schaute Emir Kurtagic voraus. Baustellen für die Vorbereitung nimmt er auf alle Fälle genug mit ins neue Jahr.

FA Göppingen: Rebmann, Prost; Kneule (2), Ritterbach, Damgaard (2), Trost, Bagersted (1), Fontaine (4), Urban (1), Schiller (5/2), Rentschler (3/1), Schöngarth (1), Kozina (9/1).

TV Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Stefan (1), Sklenák (1), Lambrecht, Wernig (3/2), Rompf, Zörb (1), Fernandes (1), Jóhannsson (6), Sicko (1), Roth, Mappes (1/1), Hofmann (1), Hahn, Lipovina (1).

Im Stenogramm / SR: Hörath/Hofmann (Zirndorf) – Zuschauer: 5100 – Zeitstrafen: 4:12 Minuten – Siebenmeter: 7/4 – 6/3.

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