21. September 2018, 12:25 Uhr

Handball

Hüttenberg will Spirale nach unten aufhalten

Der Druck wächst. Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg benötigt beim Wilhelmshavener HV unbedingt ein Erfolgserlebnis, damit die Spirale nach unten erst gar nicht in Gang kommt.
21. September 2018, 12:25 Uhr
Es wird Zeit, dass sich was dreht in der 2. Handball-Bundesliga für TomᚠSklenák und den TV 05/07 Hüttenberg. Am Samstag wartet die Auswärtsaufgabe Wilhelmshavener HVauf den TVH. (Foto: ras)

TV 05/07 Hüttenberg


Wenn der TV 05/07 Hüttenberg am Samstag um 19.30 Uhr in der Nordfrost-Arena beim Wilhelmshavener HV antritt, steht er schon gewaltig unter Druck. Doch der Druck ist anders geworden als zu Saisonbeginn erhofft. »Nach oben haben wir nun keinen Druck mehr. Jetzt heißt es Punkte sammeln, um sich vom Tabellenende zu lösen«, hatte Trainer Emir Kurtagic bereits nach der Heimniederlage gegen Bayer Dormagen bei nun 1:5 Punkten enttäuscht zu Protokoll gegeben.

Was läuft nicht beim TVH? »Ich merke, dass die Mannschaft sehr verunsichert ist. Wir sind momentan nicht in der Lage, unsere Stärken abzurufen. Diese Nervosität stammt klar aus der Abwehr, denn wir verlieren ungefähr jeden Zweikampf und sind zu passiv«, sucht Kurtagic nach einer Antwort, warum das bisherige Prunkstück aktuell nicht funktioniert. Das ist umso verwunderlicher, da der Abwehrblock unverändert agiert. Einzig mit Neuverpflichtung Nikolai Weber dahinter hat es in der Defensive eine personelle Veränderung gegeben.

Wie will man die Probleme abstellen? »Es ist weniger systematisch, sondern vielmehr sind es individuelle Dinge«, hat der 38-jährige TVH-Trainer noch einmal im Videostudium der ersten Saisonspiele herausgearbeitet. »Es geht um Grundlagen, um die Bereitschaft, Zweikämpfe zu führen. Aber es nutzt nichts, das Thema jetzt endlos zu diskutieren, sondern wir müssen uns als TV Hüttenberg anders auf dem Platz präsentieren«, appelliert er an sein Team. »Es weiß jeder der Jungs, dass wir körperlicher da sein müssen. Egal, ob es gegen Kiel geht oder gegen Wilhelmshaven.«

Kam die Pause gelegen? Das muss das Spiel am Samstag zeigen. »Das einzig Positive an der ganzen Sache ist, dass wir jetzt wenigstens das nächste Wochenende frei haben und das voll in unsere Trainingsleistung investieren können«, blickte Mannschaftskapitän Mario Fernandes nach dem letzten Spiel nach vorne. Doch genauso hatte man, durch das auf den 30. Oktober verlegte Spiel gegen den TV Emsdetten, auch länger Zeit, sich mit dem Fehlstart zu beschäftigen. Auch Kurtagic hätte »gerne das wieder sofort gut gemacht«, doch die Wende zum Positiven muss zumindest bis morgen warten.

Wie ist Wilhelmshaven in die Saison gestartet? 3:5 Punkte stehen zu Buche. Dem 35:34-Auftaktsieg gegen die Rhein Vikings Düsseldorf folgte, ebenfalls zu Hause, ein Unentschieden gegen den EHV Aue. In Lübbecke musste sich die Mannschaft vom Jadebusen genauso geschlagen geben wie am letzten Wochenende in Dormagen, womit Aufsteiger Bayer seinen Sieg beim TVH veredelte. Aus den Spielen gegen Aue und Dormagen ging der WHV also genauso mit 1:3 Punkten heraus wie Hüttenberg. Besonders treffsicher bei der Mannschaft von Trainer Christian Köhrmann agierte bisher der Halblinke Tobias Schwolow, zugleich ein sicherer Siebenmeterschütze, mit 26/11 Treffern in den ersten vier Begegnungen. Aber auch René Drechsler auf der anderen Rückraumseite muss von der TVH-Deckung kontrolliert werden. Kurzfristig verlassen hat die Samstags-Gastgeber in dieser Woche der ehemalige slowakische Nationalspieler Lukas Kalafut.

Wie ist die Lage beim TVH? »Es passt in die aktuelle Situation,« kommentiert Emir Kurtagic, dass ihm neben Tim Lauer (Rückenprobleme) auch Torwart Fabian Schomburg und Rechtsaußen und Siebenmeterschütze Daniel Wernig fehlen werden. »Fabian hat seit dem Pokalwochenende gerade sechsmal trainiert«, berichtet der Coach von anhaltenden gesundheitlichen Problemen beim 27-Jährigen. »Und Daniel hat die Vorstufe einer Schambeinentzündung«, erklärt er den Ausfall des Linkshänders. Zusätzlich hat sich Kreisläufer Malvin Werth, der zum 16er-Kader zählt und auch in der U 23 und U 19 eingesetzt wird, einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt lange aus. Dafür werden die U 19-Spieler Simon Böhne und Merlin Fuß die Reise mit machen.

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