03. September 2018, 12:50 Uhr

Fehlstart

Hüttenberg verliert auch in Nordhorn

In der 2. Handball-Bundesliga wartet der TV 05/07 Hüttenberg nach dem 27:34 bei der HSG Nordhorn-Lingen auf das erste Erfolgserlebnis.
03. September 2018, 12:50 Uhr
Vergeblich redet TVH-Trainer Emir Kurtagic (l.) auf seine Spieler ein. In Nordhorn gibt es nichts zu holen. (Archivfoto: ras)

TV 05/07 Hüttenberg


1:3 Punkte nach zwei Spieltagen. Erstliga-Absteiger TV 05/07 Hüttenberg musste sich gestern bei der ambitionierten HSG Nordhorn-Lingen mit 27:34 (14:17) geschlagen geben und muss weiter auf sein Erfolgserlebnis warten. »Nordhorn hat sicher ein gutes Spiel gemacht. Aber wir müssen uns fragen, warum wir das zulassen«, war TVH-Trainer Emir Kurtagic nach Spielende natürlich nicht zufrieden.

Dabei war das Spiel so ganz nach dem Geschmack der Gäste gestartet. Moritz Lambrecht erzielte den ersten Tagestreffer, Pavel Mickal zimmerte einen Siebenmeter an die Latte und zudem musste Nordhorns Georg Pöhle bereits in der dritten Minute mit einer Zeitstrafe vom Feld. So konnte der TVH schnell seine Führung durch einen Siebenmeter auf 4:1 ausbauen (6.).

Die Anfangsphase war von technischen Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Trotzdem konnten die Blau-Weiß-Roten durch etliche Zeitstrafen gegen die oftmals zu ungestüm zu Werke gehenden Hausherren weiter in Front bleiben. »Da spielen wir gut, kommen aber nicht weg, weil wir die Überzahlsituationen nicht gut nutzen,« monierte Kurtagic. So markierte Rechtsaußen Tobias Hahn nach einer Viertelstunde zwar in doppelter Überzahl das 9:7. HSG-Trainer Heiner Bültmann reagierte aber und ersetzte den am letzten Wochenende noch so starken Keeper Björn Buhrmester, der bis dahin keinen Ball zu Fassen bekam, durch den niederländischen Nationaltorwart Bart Ravensbergen. Zudem agierte die HSG nun im Angriff zielstrebiger und kam durch Philipp Vorlicek in der 17. Minute beim 9:9 zum ersten Ausgleich.

Bis zum 13:12 durch Linksaußen Christian Rompf legte der TVH nun vor und Nord-horn zog nach. In den letzten acht Minuten vor dem Seitenwechsel allerdings hatte der Hüttenberger Angriff Ladehemmung. Unter anderem scheiterte Björn Zintel per Strafwurf an Ravensbergen. Und obwohl Nordhorn sogar schon zum zweiten Mal vom Strich versagte, drehten die Grafschafter nun die Begegnung und gingen mit einem 17:14-Vorsprung in die Kabinen.

Der Start in die zweite Halbzeit missglückte dem TVH. Ragnar Jóhannsson rutschte aus und verlor den Ball, Tomáš Sklenák scheiterte am HSG-Keeper – und schon war man mit fünf Toren im Hintertreffen. Das spielte den Nordhornern natürlich in die Karten, die – wie vor Wochenfrist in Emsdetten – nun ihren Vorsprung weiter ausbauten. In der 42. Minute erhöhte Lutz Heiny gar auf 27:19. Überhaupt war es der bärenstarke Rückraum der Gastgeber, der die Hüttenberger Deckung weit auseinanderzog und dann seine individuelle Durchsetzungs- und Schussstärke demonstrierte.

Auch wenn Nordhorn insgesamt vier Strafwürfe ungenutzt ließ, verhinderten Fehlwürfe und einfache technische Fehler der Gäste, dass das Spiel noch einmal eng wurde. Zwar konnte Daniel Wernig mit einem Tempogegenstoß-Doppelpack zehn Minuten vor dem Ende noch einmal auf 23:28 verkürzen. Doch Nordhorn erhöhte rasch wieder auf 33:25, ehe Hüttenbergs Neuzugang Dieudonné Mubenzem noch zweimal erfolgreich zum Ab-schluss kam. »17 Gegentore in der ersten Halbzeit sind eigentlich unmöglich bei so viel Überzahl. Das zeigt, dass wir nicht gut verteidigt haben. Und wir haben gesehen, dass wir noch nicht stabil in unserer Leistung sind«, fasste der 38-jährige TVH-Trainer die Partie zusammen.

HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen, Buhrmester; Verjans (6/1), Heiny (5), Leenders (2), Mickal (3), Miedena (4), de Boer, Zare (1), Vorlicek (1), Smit (1), Seidel, Possehl (3), Pöhle (8/3).

TV 05/07 Hüttenberg: Schomburg, Weber; Sklenák (3), Lambrecht (2), Wernig (7/4), Werth, Rompf (3), Zörb (1), Fernandes, Jóhannsson (3), Stegefelt (5), Mubenzem (2), Hahn (1), Zintel, Klein.

Im Stenogramm/ Schiedsrichter: Brodbeck/Reich (Metzingen). – Zuschauer: 1871. – Zeitstrafen: 14:10 Minuten. – Siebenmeter: 8/4:5/4.

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