22. Februar 2018, 22:38 Uhr

Heimniederlage

Hüttenberg ärgert Flensburg phasenweise

So schwer hatte sich die SG Flensburg/Handewitt das kaum vorgestellt. Aufsteiger TV 05/07 Hüttenberg wehrt sich gegen die Spitzenmannschaft nach Kräften, verliert aber mit 23:30.
22. Februar 2018, 22:38 Uhr
Eine Menge Arbeit hat die Hüttenberger Abwehr mit (v. l.) Torwart Matthias Ritschel, Ragnar Johannsson, Mario Fernandes, Christian Rompf, Dominik Mappes und Tomas Sklenak bei der 23:30-Niederlage gegen die SG Flensburg/Handewitt, für die hier Magnus Abelvik Rød Maß nimmt. (Foto: ras)

TV 05/07 Hüttenberg


David gegen Goliath, Groß gegen Klein – es gibt viele Möglichkeiten, um das Handball-Bundesliga-Duell der Hüttenberger gegen Flensburg zu beschreiben – wenngleich das Ergebnis am Donnerstag nicht überraschte: Die Norddeutschen lösten ihre Pflichtaufgabe vor 1930 Zuschauern in der Sporthalle Gießen Ost mit 30:23 (16:11), wurden vom Außenseiter aber phasenweise geärgert.

 

Flensburger Abwehr steht

 

Der Favorit zeigte schnell, wie der Abend laufen würde: Hüttenberg mühte sich im Positionsangriff ab und wurde ein ums andere Mal ins Zeitspiel befördert. Ohne zündende Ideen, den Flensburger 6:0-Abwehrriegel zu knacken, dauerte es sieben Minuten, ehe sich Ragnar Johannsson das erste Mal ein Herz fasste und zum 1:4 netzte. Der TVH agierte mit zu wenig Druck auf die Lücken und der nötigen Durchschlagskraft aus dem Rückraum, um den Norddeutschen mehr als nur viel Geduld in der Deckung abzuverlangen. Dafür ging es auf der anderen Seite zumeist umso schneller. Die Mannschaft von TVH-Trainer Emir Kurtagic hatte sich teilweise kaum umgedreht, als es hinter Keeper Fabian Schomburg schon wieder einschlug. Magnus Rod erhöhte per Doppelpack in der zehnten Minute auf 7:1, Anders Zachariassen markierte kurze Zeit später das 9:2 für die Gäste. Kurtagic holte Fabian Schomburg aus dem Kasten, der keine Hand an den Ball bekommen hatte. »Das ist die SG Flensburg/Handewitt, die bestrafen jeden Fehler mit einem Tor«, meinte TVH-Mittelmann Dominik Mappes.

 

Ritschel führt sich prächtig ein

 

Mit Matthias Ritschel kam fortan etwas mehr Stabilität ins Hüttenberger Spiel, zumal er sich mit einigen Paraden einführte. Erst knöpfte er Zachariassen einen Gegenstoß ab und sorgte dann mit dafür, dass Hüttenberg sich bis zur Pause auf 11:16 herankämpfen konnte. »Da hat mir die Aggressivität gefehlt«, bemängelte SG-Coach Maik Machulla die Phase vor dem Wechsel.

Viel zu besprechen gab es für ihn in der Pause aber offenbar nicht. Seine Mannschaft war schnell zurück aus der Kabine, lief sich in der Halle warm, als könnte sie es kaum abwarten, wieder den Bus zu besteigen. Doch beide Mannschaften knüpften quasi nahtlos an die erste Halbzeit an. Flensburg schien die Konzentration zu fehlen, Hüttenberg spulte sein Programm ab und setzte immer wieder Nadelstiche. »Ich glaube, wir haben das ganz gut gemacht«, sagte Hüttenbergs Mario Fernandes: »Zu Anfang hatten wir etwas Probleme, dann sind wir besser ins Spiel gekommen. Ich glaube, die haben sich das etwas angenehmer vorgestellt«, schmunzelte der Kreisläufer. »Wir haben uns vorgenommen, eklig und unangenehm zu sein, und das hat über weite Strecken ganz gut geklappt.« Bis auf 15:19 hatte sich der TVH durch Tomas Sklenak in der 41. Minute herangepirscht, ehe Flensburg wieder einen Gang hochschaltete und Machulla seine Männer in einer Auszeit beim 16:20 wieder in die Spur brachte. »Uns fehlen einfach die Möglichkeiten«, meinte Mappes: »Flensburg bringt in der 40. Minute einfach mal einen Jim Gottfridsson rein. Wir spielen mit acht, neun Leuten 60 Minuten durch.«

 

Kurtagic: Cleverness fehlt

 

»Uns hat am Ende auch ein bisschen die Cleverness gefehlt«, analysierte TVH-Coach Kurtagic. »Wir haben zweimal in diesem Spiel die Möglichkeit, auf drei Tore zu verkürzen, und vergeben die Chancen.« Flensburg ließ sich nach zwei Paraden von Torhüter Matthias Andersson jedoch nicht lumpen und versetzten dem Underdog mit zwei Gegenstößen wieder einen Dämpfer.

 

Im Stenogramm

 

Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Stefan, Sklenak (3), Wörner, Lambrecht (1), Wernig (1/1), Lauer, Rompf (4), Zörb (2), Fernandes (2), Johannsson (4), Roth, Mappes (3/1), Hofmann (2), Hahn (1).

Flensburg/Handewitt: Andersson, Möller; Karlsson, Glandorf (2), Mogensen (2), Svan (7), Wanne (5), Steinhauser, Zachariassen (1), Toft Hansen (3), Gottfridsson, Lauge Schmidt (3), Mahé (3/3), Rød (4).

Im Stenogramm: SR: Thone/Zupanovic (Lilienthal/Berlin). – Zu.: 1930. – Zeitstrafen: 10:10 Min. – Rot: Mogensen (Foulspiel, 39.). – Siebenmeter: 3/2:4/3.

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