16. Dezember 2017, 18:45 Uhr

TV 05/07 Hüttenberg

Hohe Hürde für Hüttenberg

In der Handball-Bundesliga ist der Aufsteiger am Sonntag um 12.30 Uhr bei der zu Hause ungeschlagenen TSV Hannover-Burgdorf zu Gast.
16. Dezember 2017, 18:45 Uhr
Der eine fehlt, Dominik Mappes (links), der andere, Szymon Sicko (20), kehrt ins Hüttenberger Team zurück. (Foto: ras)

TV 05/07 Hüttenberg


Die Hinrunde der Handball-Bundesliga TV 05/07 Hüttenberg wird mit dem Spieltag am Wochenende bereits beendet. Zum Vorrundenabschluss steht dabei für Aufsteiger TV 05/07 Hüttenberg die schwere Auswärtsaufgabe beim TSV Hannover-Burgdorf auf dem Programm. Anwurf ist am Sonntag um 12.30 Uhr (Sky live) in der Swiss-Life-Hall Hannover.

Endlich wieder ein Sieg – »Das ist eine Befreiung, ein geiles Gefühl.« TVH-Kreisläufer Moritz Zörb sprach am letzten Samstag das aus, was allen seinen Mitspielern im Gesicht stand. Der zweite Sieg in der Bundesliga, wieder zu Hause, wieder gegen einen Mitaufsteiger und direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Endlich konnten die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim wieder im Siegerkreis ihrer Freude freien Lauf lassen. Und zudem war es, nach den Niederlagen gegen Stuttgart und in Gummersbach, auch wieder ein Triumph in einem Vier-Punkte-Spiel. Auch TVH-Trainer Emir Kurtagic sieht in dem Sieg »eine sehr große Bedeutung für die Moral. Das war unfassbar wichtig für unser Ziel, das wir verfolgen. Der Sieg stärkt den Glauben, auch am Ende über dem Strich zu stehen.«

Was war gut, was muss besser werden ? – Wie bereits in Kiel war der TV Hüttenberg auch gegen Lübbecke von Anfang an hellwach. Dadurch, dass man immer vorlegte, erhöhte man den Druck auf den Gegner. Die Abwehr, im Verbund mit einem stark haltenden Kapitän Matthias Ritschel zwischen den Pfosten, ließ mit aufopferungsvollem Kampf den gegnerischen Angreifern nur wenig Luft zum Atmen. Im Angriff zeigte Rechtsaußen Daniel Wernig eine starke Partie wie zu besten Zweitliga-Zeiten. Zudem war bei den Rückraum-Halben Tim Stefan und Ragnar Jóhannsson ein Aufwärtstrend, gepaart mit der benötigten Torgefahr, zu erkennen. »Wenn es einen Punkt zur Kritik gibt, dann dass wir das Tempo nicht über 60 Minuten halten konnten«, hatte ein zufriedener Kurtagic nach dem Schlusspfiff gleich schon Ansätze für die weitere Trainingsarbeit gesehen. Ein Tempo, dass in der Beletage des deutschen Handballes oft dem eines ICEs gleicht. Dafür muss aber auch der wichtige Schütze Vladan Lipovina wieder effektiver und zielstrebiger agieren als am letzten Samstag.

Die Heimstärke – Sie ist das Pfund der Sonntags-Gastgeber. Acht Heimspiele – sieben Siege. Nur FrischAuf Göppingen konnte den Recken einen Punkt vor eigenem Publikum entführen. Die Top-Teams aus Flensburg, Magdeburg und Berlin gingen genauso leer aus wie die HSG Wetzlar am zweiten Spieltag. Da die Mannschaft des spanischen Trainer Antonio Carlos Ortega zudem viermal auswärts, unter anderem in Kiel, siegte, sind die Hannoveraner auf Platz vier die Überraschung der Vorrunde und haben bereits jetzt so viele Punkte wie in der gesamten letzten Saison eingesammelt. 16 sieglose Spiele am Ende der Vorsaison sind offenbar vergessen. Die vor der Saison höher gehandelten Mannschaften aus Melsungen, Magdeburg und Kiel müssen sich daher aktuell hinten anstellen.

Personal – Glück im Unglück hatte Dominik Mappes, bei dem am Montag eine Verstauchung im Gelenk der rechten Wurfhand mit einem Einriss des Diskus diagnostiziert wurde. Was den Spielmacher zwar nicht daran hinderte, am letzten Samstag noch den finalen Treffer zu erzielen. Ein Einsatz am Sonntagmittag ist aber nicht möglich. Gut, dass Szymon Sicko nach seiner Schilddrüsen-OP wieder zur Verfügung steht und somit die Alternativen im Rückraum erhöht. »Aber er war fast zwei Monate weg. Wir müssen sehen, wieviel er uns nach dieser Pause helfen kann«, sagt Kurtagic.

Bei den Recken ist Mittelmann Morten Olsen, gerade erst Vater geworden, der Taktgeber, von dem natürlich auch Europameister Kai Häfner auf Halbrechts prächtig profitiert. Zudem wurde auch Linksaußen Casper Mortensen ins Allstar-Team berufen. Die Stärke des dänischen Olympiasiegers unterstreichen zudem bisher 106/45 Tore. Wobei sich selbst Kapitän Häfner über den aktuellen Stand wundert. »Dass wir unsere guten Leistungen bislang in dieser Konstanz abrufen können, war so nicht zu erwarten.« Dies überrascht auch den TVH-Trainer ein wenig. »Hannover hat sich nach der schlechten Rückrunde der Vorsaison gefangen. Sie haben alles, was eine gute Mannschaft braucht. Alle Strahlen Gefahr aus«, ist er sich der Schwere der Aufgabe bewusst. »Wir werden in allen Bereichen eine Top-Leistung bringen müssen.«

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