13. April 2018, 16:00 Uhr

Handball

HSG Wetzlar will in Mannheim für Hamburg testen

Das Pokal-Wochenende in Hamburg im Hinterkopf, den deutschen Meister vor der Brust. Auf die HSG Wetzlar wartet nach der Länderspielpause ein knallhartes Programm in den nächsten Wochen.
13. April 2018, 16:00 Uhr
In der Vorrunde musste sich die HSG Wetzlar mit 24:31 den Rhein-Neckar Löwen geschlagen geben. Am Sonntag gibt es ein Wiedersehen für den Wetzlarer Maximilian Holst (am Ball) mit Hendrik Pekeler. (Foto: Vogler)

HSG Wetzlar


Bereits an diesem Samstag bekommt es die HSG Wetzlar um 20.30 Uhr in der SAP-Arena in Mannheim mit dem deutschen Meister zu tun. Klar, dass die Rollen im Vorfeld verteilt sind. Dennoch will sich die HSG Wetzlar in diesem ungleichen Duell die nötige Wettkampfhärte für den Showdown beim Final-4-Turnier holen.

Wie haben die Nationalspieler die zusätzliche Belastung verkraftet? »Die sind müde und ausgepumpt«, erklärte HSG-Trainer Kai Wandschneider das ewig gleiche Ritual. »Die müssen erst mal wieder integriert werden.« Kristian Björnsen hatte mit Norwegen drei Spiele zu absolvieren, das letzte erst am Sonntag. Jannik Kohlbacher zog sich eine Blessur am Ellbogen zu. Bei den Löwen sind alle Spieler unverletzt von ihren Länderspielreisen zurückgekehrt.

Die Formkurve: In Wetzlar stehen hinter einigen Spielern Fragezeichen, ihr Einsatz ist fraglich. Stefan Kneer ist seit eineinhalb Wochen wegen einer Bauchmuskelverletzung aus dem Trainingsbetrieb raus, Evars Klesniks hat wegen Rückenproblemen eine Woche nicht trainiert. Und auch Philipp Pöter war zwischenzeitlich für zwei Tage ausgestiegen. Der Rest der Mannschaft hat während der Spielpause vor allem am Kleingruppenspiel gefeilt und sich in individuellem Training weiterentwickelt. Nach den beiden schweren Spielen gegen Hannover und Magdeburg, die der Mannschaft alles abverlangt hatten, liegt der Fokus darauf, wieder gut in den Rhythmus zu kommen. Bei den Löwen sind bis auf die Langzeitverletzten Gedeón Guardiola, Momir Rnic und Max Trost sowie Kristian Bliznac, dessen Muskelfaserriss nach wie vor Probleme bereitet, alle Mann an Bord. Unter der Führung von Spielmacher Andy Schmid haben die Mannheimer in diesem Jahr erst ein Ligaspiel verloren, mussten jedoch das Ausscheiden in der Champions League verkraften.

Die Ziele: In Wetzlar schielt man mit dem einen Auge in Richtung einstelligem Tabellenplatz und mit dem anderen nach Hamburg. Deshalb will man sich gegen die »Mannschaft der Saison« so teuer wie möglich verkaufen. »Wir haben in den nächsten Wochen noch einiges vor und müssen sehen, dass wir in jedem Spiel an die Grenze gehen – und wenn’s geht auch darüber hinaus«, zeigt Wandschneider die Marschroute auf. »Wir wollen die Saison optimal zu Ende spielen und auch im Hinblick auf Hamburg eingespielt sein. Unsere Gegner dort müssen immer an die Grenze gehen, weil sie um die Europapokalplätze kämpfen. Daher müssen auch wir immer an die Grenze gehen, die Spannung aufrechterhalten, auch wenn es in der Liga für uns um nichts mehr geht. Das wird in den nächsten Spielen die Kunst sein.« In Mannheim hat nach dem Champions-League-Aus vor allem die Meisterschaft Priorität, aber auch der Pokal ist erklärtes Ziel. Zum elften Mal haben die Löwen inzwischen das Finalwochenende erreicht, den »Pott« aber nie mit nach Hause nehmen können. Möglicher Gegner im Finale? Die HSG Wetzlar.

Das sagen die Trainer: »Wir müssen gut in der Deckung stehen, gut umschalten, einen guten Rückzug zeigen«, weiß Wandschneider. Die Löwen sind in der Lage, alle taktischen Register zu ziehen. 6:0-Deckung oder 5:1, vorne sind sie mit einem überragenden Andy Schmid gesegnet, sind stark im Eins-gegen-Eins und man muss jederzeit mit dem siebten Feldspieler rechnen. »Wir werden da gut vorbereitet reingehen, wollen gut reinkommen und ein gutes Niveau abrufen.« Die HSG Wetzlar will in allen Bereichen konzentriert an den Start gehen und die Partie so lange wie möglich offen gestalten. Aber auch Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen weiß, dass es angenehmere Aufgaben gibt, als gegen die HSG zu spielen. »Das ist eine unberechenbare Mannschaft. Wenn man sich die Ergebnisse anschaut, kann gegen Wetzlar alles passieren. An einem guten Tag können sie jeden Gegner schlagen«, sagt der ehemalige Weltklasse-Linksaußen. »Sie spielen nicht wirklich schnell und lassen kaum leichte Gegentore zu«, beschreibt der Löwen-Coach den Stil der Mittelhessen.

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