19. Mai 2018, 12:00 Uhr

Handball

HSG Wetzlar will die 30-Punkte-Marke knacken

Kai Wandschneider gibt sich vor dem Bundesligaspiel in Leipzig kämpferisch. Der Handball-Trainer der HSG Wetzlar will am Sonntag einen Sieg mit ins Mittelhessische nehmen.
19. Mai 2018, 12:00 Uhr
Skeptischer Blick von HSG-Trainer Kai Wandschneider, der mit seiner Handball-Bundesliga-Mannschaft am Sonntag in Leipzig gastiert und dort gerne die 30-Punkte-Marke knacken will. (Foto: dpa)

HSG Wetzlar


Drei Spiele haben die Handballer der HSG Wetzlar in der Bundesliga noch vor sich. Am Sonntag um 12.30 Uhr steht die Partie beim Rangachten SC DHfK Leipzig auf dem Programm.

Die Voraussetzungen: Wetzlar geht mental angeschlagen in die Partie. Vor allem die desaströse erste Halbzeit in Hamburg, in der man im Pokal-Halbfinale mit 4:15 gegen die TSV Hannover-Burgdorf hinten lag, scheint den Spielern noch in den Knochen zu stecken. Beim Heimspiel gegen die Füchse Berlin zeigte man zwar weitgehend ein gutes Spiel, leistete sich aber zu viele technische Fehler und Fehlwürfe. Gegen die gut aufgestellte 6:0-Abwehr der Leipziger sind die HSG-Angreifer gefordert, wieder mehr miteinander zu spielen und vor allem auch die Außenpositionen miteinzubeziehen. »Leipzig ist auf allen Positionen doppelt stark besetzt, verfügt über einen ganz hervorragenden Teamspirit – und das merkt man der Mannschaft auch an«, weiß Wandschneider. »Sie sind taktisch immer hervorragend eingestellt. Es gab gegen Berlin sicher Details, die wir besser hätten machen können. Die haben wir besprochen und wollen sie in Leipzig besser machen.«

Leipzig hat sich nach dem Heimspiel-Debakel gegen den THW Kiel (16:28) beim TuS N.-Lübbecke halbwegs gefangen und mit 22:17 gewonnen. »Ich denke man hat gesehen, dass wir uns nach der hohen Niederlage gegen Kiel rehabilitieren wollten«, erklärte SC-Coach Michael Biegler, der von seinen Männern mehr Strukturen und Führungsqualitäten auf der Platte einforderte. »Wir wussten, dass es eine schwierige Aufgabe wird und wir im Rückzugsverhalten gut aufgestellt sein müssen. Das ist uns gut gelungen, und wir haben die ganze Zeit über viele Torchancen generiert.« Trotzdem sind die Wetzlarer ein anderes Kaliber und sollten es den Gastgebern schwer machen, ihr Spiel zu entfalten.

Was erwartet die Mittelhessen? Im letzten Heimspiel der Saison werden die Leipziger noch einmal alles geben, um sich gebührend vom eigenen Publikum zu verabschieden. Ein Punkt reicht den Körperkulturellen, um auch das zweite Bundesligajahr zu toppen und das dritte mit dem nächsten sensationellen Abschneiden zu beenden. »Wir haben am Sonntag die Chance, die grandiose Vorjahressaison abermals zu übertreffen und unseren Vereinsrekord von 35 Punkten auszubauen«, erklärte Biegler. »Meine Jungs werden alles daran setzen, um das Saisonziel mit einem Heimsieg perfekt zu machen.« Platz acht soll gehalten werden, und auch der siebte Rang ist durchaus noch möglich, den zurzeit die MT Melsungen mit zwei Punkten Vorsprung belegt.

Die personelle Lage: Bis auf Jannik Kohlbacher, der vor einigen Tagen erfolgreich am Ellbogen operiert wurde, fahren alle Wetzlar Spieler mit nach Leipzig. Auch Evars Klesniks (Bandscheibenprobleme) lässt es sich nicht nehmen, die Mannschaft zu unterstützen und mit Kurzeinsätzen wie gegen Berlin zu entlasten. Die Leipziger haben zwar einige angeschlagene Spieler zu beklagen, gehen aber davon aus, dass bis auf den Langzeitverletzten Franz Semper ebenfalls alle mit an Bord sind.

Das sagen die Trainer: »Die Mannschaften kennen sich, haben eine ähnliche Spielanlage«, so Wandschneiders Analyse. »Leipzig hatte die Saison über viel mit Verletzungen zu kämpfen. Sie spielen vor allem zu Hause überragend. Wir werden da hinfahren, unser Bestes geben und sehen, dass wir die Saison so gut wie möglich beenden. Natürlich wird Leipzig zu Hause den Ehrgeiz haben, zu gewinnen. Wir wissen, dass das eine schwierige Aufgabe ist, aber wir sind nicht chancenlos. Das hängt natürlich davon ab, mit welcher Fokussierung und Konzentration wir dort auftreten.«

Für Biegler ist klar, dass seine Mannschaft im letzten Heimspiel ein anderes Gesicht zeigen wird. »Mit dem Auftritt im vergangenen Heimspiel gegen Kiel sind wir nicht glücklich. Unser Anspruch ist es, uns anders zu präsentieren, und das merkt man dem Team auch an. Meine Mannschaft arbeitet daran, sich aus Situationen zu befreien, wenn es mal nicht so läuft, wie es unser Matchplan vorsieht. Das wird auch gegen Wetzlar gefragt sein. Unsere Spiele gegen Wetzlar waren bisher immer enorm umkämpft. Mit der HSG kommt ein Gegner in die Arena, der seinen Saisonhöhepunkt kürzlich beim Final Four hatte, was leider sportlich nicht zufriedenstellend gelaufen ist. Demzufolge werden die Wetzlarer auch auf Wiedergutmachung aus sein.«

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