17. August 2018, 17:16 Uhr

Handball

HSG Wetzlar verpflichtet Cvetkovski

Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hat nach Tibor Ivanisevic und Till Klimpke mit dem Mazedonier Jane Cvetkovski einen dritten Torhüter verpflichtet.
17. August 2018, 17:16 Uhr
Neuer, dritter Torhüter beim Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar ist der Mazedonier Jane Cvetkovski (Vorstellung unten). (Foto: Imago)

HSG Wetzlar


Handball-Bundesligist HSG Wetzlar ist noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv geworden. Die Mittelhessen haben den Mazedonier Jane Cvetkovski unter Vertrag genommen. Nach bestandenem Medizinchecks hat der 30-jährige Torhüter einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019 unterzeichnet. Bereits seit zwei Wochen hält sich der Mazedonier im Mittelhessischen auf und sein neues Team auch schon auf dem Linden-Cup in Augenschein nehmen können.

Cvetkovski hatte in der abgelaufenen Spielzeit für den schwedischen Erstligisten Ystads IF gespielt, war aktuell aber vereinslos. »Wir hatten ein klares Anforderungsprofil für diese Position, die Jane absolut erfüllt«, erklärt HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. »Er kennt seine Rolle und wird hinter Tibor Ivanisevic und Till Klimpke als Backup fungieren, damit wir im möglichen Verletzungs- oder Krankheitsfall personell abgesichert sind. Jane weiß um die hohe Qualität, die in der Handball-Bundesliga gefordert ist. Um diesen Level zu erreichen, wird er neben dem Bundesligatraining zunächst auch Spielpraxis in unserer U 23 sammeln müssen.«

Cvetkovski, der aus Skopje stammt, ist heiß auf die neue Aufgabe in Wetzlar. »Ich freue mich sehr, dass ich bei einem so professionell geführten Club wie der HSG Wetzlar eine Chance bekomme, mich zu beweisen«, so der gebürtige Mazedonier . »Ich hatte zuletzt eine längere Sommerpause und werde alles dafür tun, um schnell meine Topform zu erreichen.«

Vor dieser Saison hatten sich die Wege von Nikolai Weber und der HSG Wetzlar als dritten Torhüter getrennt, da die Bundesliga-Verantwortlichen allein auf das Duo Ivanisevic/Klimpke setzten. Nunmehr ist es zum Umdenken gekommen.

Am Wochenende fällt mit der 1. DHB-Pokalrunde der Startschuss in die neue Handball-Saison. Bundesligist HSG Wetzlar reist dafür zum EHV Aue. Erster Gegner für die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider ist am Samstag um 17:30 Uhr in der Erzgebirgshalle der TV Großwallstadt, der nach einer eindrucksvollen Regionalliga-Saison zurück in der 2. Liga ist. In der ersten Partie des Tages treffen Gastgeber EHV Aue (2. Liga) und Drittligist HSG Rodgau Nieder-Roden aufeinander. Die Gewinner beider Partien spielen am Sonntag um 17 Uhr um den Einzug in die 2. Pokalrunde.

»Wir wollen weiterkommen«, lautet die klare Zielsetzung der Grün-Weißen, die es in der abgelaufenen Saison bis zum Final 4 nach Hamburg geschafft hatten. »Das ist eine große Herausforderung, weil wir komplett neu sind«, warnt Wandschneider. »Wir hatten am Dienstag die Mannschaft das erste Mal komplett im Training, das hätte ich gern die ganze Vorbereitung so gehabt.« Joao Ferraz hat nach einer Sprunggelenksverletzung vor vier Wochen das erste Training mit der Mannschaft absolvieren können. »Das war gut, weil Stefan Cavor platt und überspielt war, das hat man gegen Wacker Thun gesehen, wo er einen ganz schlechten Tag hatte.« Hendrik Schreiber war bisher nicht dabei, weil er mit den Junioren unterwegs war und auch Alexander Hermann und Olle Forsell Schefvert fehlten zwischendurch wegen Krankheit bzw. Verletzung.

Mit dem TV Großwallstadt wartet eine eingespielte Mannschaft auf die Mittelhessen. »Das ist ein ehrgeiziger Aufsteiger, der eine tolle Regionalliga-Saison unter Manfred Hofmann gespielt hat«, so Wandschneider. Der neue Trainer Florian Bauer hat einige bundesligaerfahrene Spieler, wie Torhüter Jan-Steffen Redwitz, Michael Spatz oder Florian Eisenträger im Kader. »Das ist ein Gegner, den wir sehr ernst nehmen müssen, wenn wir keine böse Überraschung erleben wollen. Da müssen wir mit einer 1000-prozentigen Einstellung reingehen, um eine Runde weiter zu kommen.«

Großwallstadt hat unterschiedliche Deckungssysteme im Repertoire, kann von der 6:0- in eine offensive 4:2-Abwehr wechseln. Zudem ist der TVG konterstark und hat auch im gebundenen Spiel seine Qualitäten. »Es ist aber vor allem eine Mannschaft, die über den Kampf kommt und über 60 Minuten Konter spielt. Alles in allem ein sehr guter Aufsteiger in die 2. Liga«, erklärte Wandschneider.

Darauf will der Coach seine Mannschaft einstellen, in der es aber selbst noch einige Baustellen zu bearbeiten gilt. So merkt man Forsell Schefvert noch an, dass er eine Woche komplett ausgefallen ist und ihm drei Spiele auf seiner neuen Position fehlen. Er braucht Einspielzeit auf Rückraum-Mitte, wo er mit Filip Mirkulovski ein Gespann bilden soll. »Das kostet alles Zeit«, mahnt Trainer Wandschneider. »Wir haben gesehen, dass vieles gut ist. Wir haben richtig gute Phasen, wo wir stark Abwehr spielen, wo wir gut kontern und auch vorne spielerisch überzeugen. Aber wir haben auch immer wieder Löcher.«

Es fehlt noch an der nötigen Konstanz im Spiel. »Auch wir Trainer fangen wieder von vorne an zu lernen, welche Kombinationen passen am besten. Wer spielt wann, wo, wie mit wem am besten zusammen.« So hapert es vor allem bei den taktischen Abläufen. Die neuen Spieler wissen oft vom Timing her nicht genau, was zu tun ist, welche Position sie einnehmen müssen. »Bis das automatisiert ist, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Das führt auch dazu, dass wir Schwächen in einigen Spielphasen zeigen«, so Wandschneider.

Die Vorbereitung mit den hohen Temperaturen war für alle extrem belastend. Momentan erholt sich die Mannschaft langsam davon und blickt mit Spannung auf das Pokal-Wochenende. »Ziel ist natürlich weiterzukommen und ins Achtelfinale einzuziehen. Das wäre eine gute Sache für den Kopf, auch im Hinblick auf den Saisonauftakt gegen Bietigheim«, sagt Wandschneider abschließend.

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