15. Februar 2018, 07:00 Uhr

HSG Wetzlar

HSG Wetzlar ohne Kohlbacher nach Kiel

Die HSG Wetzlar muss in allen Bereichen eine Topleistung abrufen – sonst hat sie in Kiel keine Chance auf eine Überraschung. Zudem verpasst Jannik Kohlbacher die Handball-Bundesliga-Partie.
15. Februar 2018, 07:00 Uhr
Das Trikot und Jannik Kohlbacher selbst bleiben in Wetzlar: Der Kreisläufer des Handball-Bundesligisten ist verletzt und fährt nicht mit zum Auswärtsspiel nach Kiel. (Foto: Vogler)

HSG Wetzlar


Am heutigen Donnerstag um 19 Uhr sind die Handballer der HSG Wetzlar in der Bundesliga bei Rekordmeister THW Kiel gefordert. Im Hinterkopf haben die »Zebras« noch die schmerzhafte 22:30-Hinspiel-Niederlage in Mittelhessen. »Wir wollen im Rückspiel einiges gutmachen«, sagte THW-Linksaußen Rune Dahmke. »Dafür müssen wir Vollgas geben.«

Die personelle Lage: Nationalspieler Jannik Kohlbacher pausiert. Der Kreisläufer konnte wegen starker Achillessehnenbeschwerden diese Woche nicht trainieren. Er wird die Reise in den Norden nicht mit antreten, sondern sich in der Heimat behandeln lassen. Olle Forsell Schefvert ist indes am Montag wieder ins Training eingestiegen. Der Schwede hatte sich im Spiel gegen Frisch Auf Göppingen ein stumpfes Bauchtrauma und eine Rippenprellung zugezogen. »Das sieht gut aus, ich hoffe, dass wir ihn wieder einsetzen können«, so Wandschneider. Anton Lindskog macht nach seiner Verletzungspause Fortschritte, »das sieht schon besser aus«. Alexander Hermann fällt weiter aus. »Das Improvisieren geht weiter. Aber das machen die Jungs sensationell«, ist Wandschneider zuversichtlich. »Das ist das Tolle an den Jungs, dass sie aus jeder personellen Situation das Beste aus sich herausholen. So müssen wir weitermachen.«

In Kiel hofft man, dass der eine oder andere verletzte Spieler helfen kann, doch das wird sich kurzfristig herausstellen. »Wir haben noch zwei Trainingseinheiten vor der Partie«, sagte der neue Sportliche Leiter der Zebras, Viktor Szilagyi. »Wir werden sehen, wie sich die Situation dann darstellen wird. Unsere medizinische Abteilung arbeitet fieberhaft daran, Rene Toft Hansen, Domagoj Duvnjak und Christian Dissinger fit zu bekommen. Wir hoffen auf einen Einsatz von Christian, bei ›Dule‹ und Rene ist dies eher unwahrscheinlich.«

Der Start ins Jahr 2018: Am ersten Spieltag nach der EM gelang Wetzlar ein 34:27 gegen Frisch Auf Göppingen. Nach einer eher mäßigen ersten Hälfte und dem 16:17-Rückstand zur Pause legten die Mittelhessen einen Sturmlauf auf das Parkett, der an das Hinspiel der HSG gegen Kiel erinnerte. Auch in diesem hatte Wetzlar die »Zebras« nach ausgeglichener erster Hälfte am Ende mit 30:22 förmlich überrannt. »Im Jahr zuvor ist uns schon einmal Ähnliches gelungen, doch dann haben wir in Kiel die Retourkutsche dafür bekommen«, warnte der verletzte Kohlbacher im Interview mit dem THW-Arena-Magazin »Zebra«. »Ich hoffe, dass wir das dieses Mal vermeiden können.«

Kiel ist mit einem souveränen Erfolg beim TV Hüttenberg ins neue Jahr gestartet. Zuvor hat man in der Champions League mit 22:20 gegen einen der Titelfavoriten Telekom Veszprem gewonnen und dabei ein leidenschaftlich geführtes Spiel auf die Platte gezaubert. »Kiel ist seit Dezember voll im Aufwind«, weiß auch Wandschneider. »Das Kieler Ziel ist, noch Zweiter zu werden, um im nächsten Jahr in der Champions League zu spielen. Sie brauchen jeden Punkt, können sich nichts mehr erlauben. Wir wissen, was da auf uns zukommt. Sie haben gerade Vezprem auf eine beeindruckende Art und Weise geschlagen. Es geht nur darum, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen. Wir müssen unter hohem Stress unser Spiel machen und unseren Weg weiterverfolgen.«

Die Taktik: Das Prunkstück der HSG ist und bleibt die Defensive. Mit 506 Gegentoren stellt Wetzlar die sechstbeste Abwehr der Bundesliga und kassierte in bisher 20 Partien nur ein Gegentor mehr als die SG Flensburg-Handewitt. »Es wird darauf ankommen, dass auch wir hinten sicher stehen und vorn unsere Chancen nutzen«, gibt Kiels Steffen Weinhold die Marschroute aus. Ein weiteres Plus der Mittelhessen ist die Fähigkeit, selbst aus schwierigsten personellen Situationen das Beste zu machen. Wochenlang fiel Abwehrchef Evars Klesniks aus – der junge Mittelblock aus Schefvert und Lindskog sprang ein. Die Verletzung von Hermann kompensierten erst Schefvert, dann Stefan Kneer, der langsam auch im Angriff wieder die Sicherheit vergangener Zeiten findet. »Stefan hat in der Vorbereitung angedeutet, dass er auch im Angriff wieder ein Faktor ist«, erklärte Wandschneider und fügte an: »Wir brauchen auf allen Positionen, in allen Bereichen eine Top-Leistung, um in Kiel mithalten zu können.«

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