26. August 2018, 06:45 Uhr

Heimpremiere

HSG Wetzlar in Bestbesetzung

In der Handball-Bundesliga erwartet die HSG Wetzlar am Sonntag um 16 Uhr Aufsteiger SG BBM Bietigheim zur Heimpremiere.
26. August 2018, 06:45 Uhr
Auf Neuzugang Lenny Rubin im Team der HSG Wetzlar werden am Sonntag viele Blicke gerichtet sein. (Foto: ras)

HSG Wetzlar


Am Sonntag ertönt in der Rittal-Arena für die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar der Anpfiff zur Saison 2018/2019. Um 16 Uhr ist Aufsteiger SG BBM Bietigheim zu Gast in Mittelhessen und die Grün-Weißen somit gleich in der ersten Partie als Favorit gefordert. »Das erste Heimspiel ist natürlich Ansporn, aber es weiß auch jeder, dass wir dieses Spiel gewinnen müssen. Diese Aufgabe muss vom Kopf her gelöst werden«, warnt daher HSG-Trainer Kai Wandschneider. »An der Tageskasse sind noch Sitz- und Stehplatzkarten zu haben«, verkündete Geschäftsführer Björn Seipp schmunzelnd. »Ich habe im Sommer manchmal den Eindruck, dass die Zuschauer noch nicht so richtig wissen, dass der Handball wieder losgeht.«

Wie sind die Mannschaften durch die Vorbereitung gekommen? Nachdem Trainer Wandschneider in der Vorbereitung den einen oder anderen Ausfall zu beklagen hatte, kann er seit einer guten Woche wieder mit der kompletten Mannschaft trainieren. Somit kann er mit Co-Trainer Jasmin Camdzic erst jetzt alle Positionsvarianten durchspielen und herausfinden, wer mit wem am besten harmoniert. »Das braucht Zeit, da reichen auch fünfeinhalb Wochen nicht.« Die Mannschaft muss sich einspielen, zeigt aber bereits in dieser Phase gute Ansätze. »Dennoch braucht der eine oder andere Spieler Zeit, ehe in unserem umfangreichen Konzept die Automatismen greifen«, so Wandschneider.

In Bietigheim hat der Verletzungs-Teufel unterdes mit voller Wucht zugeschlagen. Von Beginn der Vorbereitung an fehlen der SG BBM, zuzüglich der Langzeitverletzten, immer wieder Spieler, sodass es für Coach Ralf Bader mehr als schwierig war, intensiv zu arbeiten. In den beiden Pokalspielen am vergangenen Wochenende hatte er keinen Linkshänder im Rückraum zur Verfügung und unterlag dem HC Erlangen in der zweiten Runde mit 20:34.

Welche Erkenntnisse können aus dem Pokalturnier mit HSG-Siegen gegen die beiden Zweitligisten TV Großwallstadt und EHV Aue gewonnen werden? Die wichtigste zuerst – alle Spieler sind unverletzt aus diesem strapaziösen Wochenende herausgekommen. Die Mannschaft zeigte sich nach dem verlorenen Vorbereitungsspiel gegen Wacker Thun gefestigt. Die technischen Fehler konnten erheblich reduziert werden und auch die Abwehr stand deutlich besser. »Die Spielanlage ist gut«, lobte Wandschneider. »Spielerisch haben wir direkt überzeugt.« Mit dem Umschaltspiel von der Abwehr in den Gegenstoß war Wandschneider zufrieden. Das Überzahlspiel war ein großes Problem in der letzten Saison, doch auch hier sieht er Fortschritte. »Mit Neuzugang Lenny Rubin haben wir einen Spieler, der auch unter Stress gute Entscheidungen trifft.« Einzig die Leistungslöcher im Positionsangriff und individuelle Schwankungen bereiten dem Sportwissenschaftler noch sorgen. Die Mannschaft muss sich weiter finden. Wie das klappt, wird sich erst in den nächsten Wochen und Monaten zeigen und entwickeln. »Bei so einem großen Umbruch spürt man bei allen Beteiligten Ungewissheit, wo es hingeht. Damit müssen wir umgehen und schnell lernen«, erklärt Wandschneider. »Das ist alles noch schwierig zu bewerten.«

Wie sieht die personelle Situation auf beiden Seiten aus? Wandschneider kann auf seinen vollständigen 16-Mann starken Kader zurückgreifen. Bei der SG BBM werden die Langzeitverletzten Max Trost, Max Emanuel und Felix König ausfallen und auch der Einsatz von Kapitän Patrick Rentschler ist noch unsicher.

Was sagen die Trainer? Ralf Bader (Bietigheim erklärt: »Wir werden nach Wetzlar fahren und alles reinlegen, was wir haben. Trotzdem müssen wir realistisch sein und sehen uns als klarer Außenseiter. Ich erwarte in Wetzlar eine Mannschaft mit dem Messer zwischen den Zähnen, die zeigen will, dass sie die gesteckten Ziele erreichen möchte. Gerade zum Auftakt wird uns auch eine gut besuchte Halle erwarten, die Druck ausübt. Kai Wandschneider hat eine Mannschaft, die schon sehr gut eingespielt ist, die Abläufe passen einfach. Wir sind körperlich unterlegen. Nichtsdestotrotz versuchen wir am Sonntag sehr aggressiv zu verteidigen und werden schauen, ob uns das nach vorne bringt.«

»Aus dem Pokal konnte ich nicht viele Schlüsse ziehen, das war wenig aufschlussreich«, erklärte hingegen Kai Wandschneider. »Sie haben mit Jonas Link, der aus Erlangen kam, einen guten Mittelmann und mit Patrick Weber aus Friesenheim einen richtigen Schafschützen, der von elf Metern aufs Tor schießt. Das ist eine gut besetzte Mannschaft, die alles dafür tun wird, in der ersten Liga zu bleiben. Und die werden uns ärgern.«

Schlagworte in diesem Artikel

  • HSG D/M Wetzlar
  • HSG Wetzlar
  • Handball
  • Handball-Bundesliga
  • Kai Wandschneider
  • Rittal-Arena Wetzlar
  • TV Großwallstadt
  • Daniela Pieth
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 20 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.