04. September 2018, 22:47 Uhr

HSG Wetzlar

HSG Wetzlar: Fehlerquote zu hoch - Heimniederlage gegen Magdeburg

Mit 26:31 musste sich die HSG Wetzlar am Dienstag dem SC Magdeburg geschlagen geben. Die Mittelhessen zeigten über weite Strecken zwar ein packendes Handballspiel, leisteten sich aber zu viele Fehler.
04. September 2018, 22:47 Uhr
Enttäuschung pur bei Emil Frend Öfors und der HSG Wetzlar nach der Niederlage gegen den SC Magdeburg. (Foto: Vogler)

HSG Wetzlar


Die HSG Wetzlar hat das erste Spiel der englischen Woche gegen den SC Magdeburg mit 26:31 (15:17) verloren, dabei sah es am Anfang so aus, als könnte die Truppe von Trainer Kai Wandschneider den Favoriten wirklich ärgern. Denn die Hausherren legten gut los, spielten im Angriff konzentriert und geizten zu Beginn auch nicht mit Erfolgserlebnissen. Lenny Rubin ballerte die Kugel gleich in der ersten Minute aus dem vierten Stock zum 1:0 in die Maschen. Kapitän Filip Mirkulovski zog geschickt die Fäden im Aufbauspiel, setzte entweder seine Rückraumkollegen ein oder bediente Anton Lindskog am Kreis, wie beim 7:4 in der zehnten Minute.

Kein Durchkommen für Rückraumschütze Stefan Cavor (2.v.l./HSG Wetzlar) gegen den Magdeburger Block um Marko Bezjak und Piotr Chrapkowski (r.). (Foto: Vogler)
Kein Durchkommen für Rückraumschütze Stefan Cavor (2.v.l./HSG Wetzlar) gegen den Magdeburg...

Die Abwehr der Wetzlarer stand gut und erarbeitete sich Ballgewinne, die in der ersten Viertelstunde zu Toren umgemünzt werden konnten. Im Positionsangriff blieben die Männer von Trainer Wandschneider ruhig und fanden im Zeitspiel immer wieder Lücken, um die Führung zu behaupten. »Wir sind nicht gut in dieses Spiel gestartet«, erklärte SCM-Coach Bennet Wiegert nach dem Spiel. »Uns haben der Zugriff und die Distanz gefehlt, und so musste ich schnell die erste Auszeit nehmen. Zu diesem Zeitpunkt hat unsere Statistik gezeigt, dass Wetzlar mit einer unglaublichen Effektivität angegriffen hat.« Acht Angriffe mit ebenso vielen Treffern war die Bilanz der Grün-Weißen. Bis hierhin waren die Gäste auch ihrer besten Waffe, des Gegenstoßspiels beraubt – doch das sollte sich schnell ändern.

HSG Wetzlar: Guter Start - doch dann kommen die eigenen Fehler

Der SCM tat sich zwar im gebundenen Spiel weiterhin schwer, bekam aber in der Deckung immer besseren Zugriff und zwang die HSG zu Fehlern. Denn nach dem 8:5 von Stefan Cavor schien der Faden der Wetzlarer gekappt. Zeljko Musa erledigte per Doppelpack das 7:8, ehe Rubin noch einmal auf 9:7 (16.) erhöhen konnte. Auch beim Abschluss standen sich die Hausherren nun eher selbst im Weg, denn weder Jannick Green noch der eingewechselte Dario Quenstedt bekamen in der ersten Halbzeit eine Hand an den Ball. Magdeburg hatte das Spiel gedreht, doch die HSG gab sich zu keiner Zeit ihrem Schicksal hin, sondern verkürzte nach dem 12:16 von Musche (27.) noch auf 15:17 zur Pause.

»Wir sind super ins Spiel gekommen und fangen nach dem 8:5 mit den technischen Fehlern an«, analysierte Wandschneider. »Ich musste dann auch mal wechseln, weil diese technischen Fehler auch Anzeichen dafür sind, dass solche Wechsel notwendig sind.« Auf der linken Seite funktionierte das gut, führte sich Hermann anstelle von Rubin doch gut ein, doch auf der rechten Seite konnte Ferraz keine positiven Akzente setzen.

HSG Wetzlar: Magdeburger Kontermaschine kommt in zweiter Halbzeit auf Touren

Die Wetzlarer Fehler bestrafte die Magdeburger »Kontermaschine« in der Folge eiskalt und auch Quenstedt lief in der zweiten Hälfte richtig heiß. So netzte Piotr Chrapkowski, der sonst nur im Mittelblock neben Musa zum Einsatz kam, mit einem seiner fünf Gegenstoßtore zum 22:18 (38.) ein. Wandschneider wechselte nun munter durch – in Anbetracht der Tatsache, dass die HSG am Donnerstag in Stuttgart antreten muss, ein nachvollziehbares Kräfteschonen.

Die jungen Wilden der HSG brachten den Favoriten durchaus in Verlegenheit und setzten auch in Person von Hendrik Schreiber Akzente. »Ich hatte bis zur 55. Minute das Gefühl, das ist noch lange nicht durch«, meinte Wiegert. »Wir bekommen mit der offensiven Deckung, die uns eigentlich liegen sollte, Probleme. Wir sind sehr glücklich, heute hier bestanden zu haben.« Wandschneider wollte der Mannschaft keinen Vorwurf machen: »Jeder der gespielt hat, hat gekämpft und alles gegeben.«

HSG Wetzlar: Die Heimniederlage gegen Mageburg auf einen Blick

HSG Wetzlar: Klimpke, Ivanisevic; Hermann (4), Kneer, Björnsen (1), Ferraz, Mirkulovski, Schreiber, Torbrügge (1), Weissgerber (2/1), Frend Öfors (2), Holst (3/2), Forsell Schefvert (2), Rubin (3), Lindskog (1), Cavor (7).

SC Magdeburg: Green, Quenstedt; Musa (4), Chrapkowski (5), Musche (9/3), Kluge, Pettersson (1), de la Pena, Plaza (1), Molina, Christiansen (2), Lagergren (3), O’Sullivan (2), Bezjak, Weber (4), Damgaard.

Im Stenogramm / SR: Behrens/Fasthoff (Wuppertal/Neuss). – Z.: 3689. – Zeitstrafen: 2:2 Minuten. – Siebenmeter: 5/3:3/3.

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