16. März 2018, 12:00 Uhr

Gießen 46ers

Gießen 46ers müssen besonders auf Walkup aufpassen

Noch ist nichts verloren. Auch wenn die Niederlage in Würzburg schmerzt. Die Gießen 46ers haben es noch in der Hand, die Playoffs in der Basketball-Bundesliga zu erreichen. Dazu muss am Samstag im Heimspiel gegen Ludwigsburg ein Sieg her.
16. März 2018, 12:00 Uhr
Ludwigsburg Top-Spieler Thomas Walkup (M., hier gegen Münchens Jared Cunningham, r.) gilt es, für die Gießen 46ers am Samstag zu kontrollieren, damit bei Riesen-Coach John Patrick an der Seitenlinie Bewegung reinkommt. (Foto: dpa)

Gießen 46ers


Mund abputzen – und weiter geht’s. Das 79:96 am Montagabend beim direkten Playoff-Konkurrenten s. Oliver Würzburg war zwar für die Gießen 46ers im Kampf um den Einzug in die Playoffs ein Rückschlag. Aber man muss neidvoll anerkennen, dass die Mainfranken um den überragenden Robin Benzing an diesem Abend einfach besser waren. Hingegen lief bei der Truppe von Cheftrainer Ingo Freyer gerade im letzten Viertel nicht alles nach Plan. Am Samstag um 20.30 Uhr gastieren die Riesen aus Ludwigsburg in der Osthalle (live auf Telekombasketball.de), da ist ein Sieg schon fast Pflicht für Benjamin Lischka und Co.

Status Quo: Der Blick auf die Tabelle der Basketball-Bundesliga verrät – es bleibt spannend um die Playoff-Plätze. Den anvisierten Platz acht nehmen die Frankfurt Skyliners mit 26:20 Punkten ein, dahinter ist Würzburg mit 26:22 platziert, dann kommen die Ulmer mit 24:22 und die Gießener mit 22:24. Schaut man auf das folgende Spielprogramm der 46ers, erkennt man, dass nun die Wochen der Wahrheit anstehen: Bis Ende März geht es gegen Ludwigsburg, nach Tübingen und zweimal zu Hause gegen Frankfurt und Bayreuth. Übrigens: Aus diesen Partien holte das Team um Kapitän John Bryant in der Hinrunde drei Siege, musste sich nur in Bayreuth geschlagen geben. Wenn das mal nicht ein gutes Omen ist.

Der Gegner: Die Riesen aus Ludwigsburg spielen eine starke Saison. Ganz nach dem Geschmack ihres Trainers John Patrick. Ein Defense-Liebhaber. Die Teams von Patrick versuchen, beim Verteidigen des Korbes immer auf höchstem Niveau zu agieren. Der Rangdritte kommt mit viel Selbstbewusstsein in die Osthalle, was er sich nicht nur in der BBL geholt hat (18 Siege, 5 Niederlagen), sondern auch im europäischen Wettbewerb der Champions League. Dort steht er im Viertelfinale gegen medi Bayreuth, sodass bereits jetzt sicher ist, dass eine deutsche Mannschaft ins Final Four einziehen wird.

Die Schlüsselspieler: Coach Patrick kann auf einen großen Kader zurückgreifen. Es dürfte nach Bayern München und Bamberg der dritttiefst besetzte sein. Dreh- und Angelpunkt der Ludwigsburger ist Thomas Walkup. Er trägt zwar das Trikot mit der Nummer null, das ist er aber keineswegs. Im Gegenteil: Den US-Amerikaner kann man ein bisschen mit dem früheren Gießener Allrounder Chuck Eidson vergleichen. Der 1,93 m große 25-Jährige kann alles – und das auf hohem Niveau. Er erzielt im Schnitt pro Spiel 12,6 Punkte, fischt sich 5 Rebounds, und verteilt 4,7 Assists. Ihn in seinem Wirkungskreis einzuengen, dürfte spielentscheidend sein. Möglicherweise die Aufgabe von Austin Hollins, der sicherlich Hilfe von Jamar Abrams und Mauricio Marin erhalten wird. Neben Walkup müssen die 46ers auf einen in Gießen bekannten Spieler ebenso aufpassen. Justin Sears, in der vergangenen Saison noch ein wichtiger Teil der 46ers, wird von Spiel zu Spiel stärker und legte zuletzt beachtliche Werte auf. Die Schwierigkeit bei ihm ist, dass man nie weiß, was er macht, da er unorthodoxen Basketball spielt.

Gießener Kader: Coach Freyer stehen alle Profis zur Verfügung – eine Seltenheit für ihn in dieser Saison, der aber darüber noch niemals gejammert hat. Die Trainingstage seit dem Montagspiel dürften zudem Rückkehrer Max Landis gut getan haben, um sich noch besser nach seiner langen Verletzungspause ins Teamspiel zu integrieren. Bereits sein Comeback in Würzburg verlief vielversprechend. Nicht nur seine tolle Dreierquote (3 von 4) stach heraus, sondern auch seine odnende Hand auf dem Spielfeld. Da die Gießen 46ers Rackelos fast zeitgleich in Oldenburg in den ProB-Playoffs spielen, dürfte nur einer der Doppellizenzler in den Kader der Gießen 46ers rutschen, damit die Sollzahl von zehn erfüllt wird.

Das sagt Trainer Freyer: Die Ludwigsburger haben acht Amerikaner im Kader, daran sieht man schon, wie ambitioniert sie sind. Momentan bevorzugen sie eine kleine Aufstellung, die in der Defense wie in der Offense sehr aggressiv spielt. Sie haben dadurch viele Ballgewinne und somit viele leichte Abschlüsse. Ob Dwayne Evans spielt, wissen wir nicht. Sie haben eine hohe Qualität in der gesamten Mannschaft. Es ist schwer, gegen sie zu spielen. Ich mag ihren Spielstil. Bei uns sind alle Spieler einsatzbereit (Donnerstagmorgen).

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