12. Januar 2019, 07:05 Uhr

Gießen 46ers

Gießen 46ers mit Klatsche gegen Göttingen

Für die Gießen 46ers setzte es gegen die BG Göttingen eine deutliche 85:104-Niederlage. »Wir haben nicht hart genug dagegengehalten«, monierte Gießens Coach Ingo Freyer.
12. Januar 2019, 07:05 Uhr
Glanzloses Debüt von Gießens Neuzugang Jared Jordan beim 85:104 gegen die BG Göttingen mit einem überragenden Michael Stockton. (Foto: Friedrich)

Gießen 46ers


Vor den Augen von Bundestrainer Henrik Rödl gingen die 46ers ohne den grippeerkrankten Benjamin Lischka, aber mit Neuverpflichtung Jared Jordan ins Spiel. Den besseren Start erwischten jedoch die Gäste, die ein 8:0 aufs Parkett legten und Freyer bereits nach zwei Minuten zur Auszeit zwangen. Die Fans mussten jedoch zwei weitere Minuten warten, bevor John Bryant per Dreipunktespiele auf 3:10 verkürzte.

Ü30-Startformation

Hatte der Trainer zu Spielbeginn ein Ü30-Team bestehend aus Bryant, Jordan, Larry Gordon, Brandon Thomas und David Bell aufs Feld geschickt, wechselte der Übungsleiter nun munter durch. Bjarne Kraushaar bestellte aus der Halbdistanz das 13:19, Max Landis kurz darauf das 16:19. Dennoch agierten die Hausherren oftmals unglücklich, ließen Korbleger und freie Würfe ungenutzt. Besonders Michael Stockton tat den Lahnstädtern weh, erzielte allein im Auftaktviertel elf Punkte.

Seine ersten Punkte im 46ers-Dress erzielte zu Beginn des zweiten Abschnitts Jordan aus der Dreipunktedistanz, der die Hessen so zurück in Schlagdistanz brachte (20:26). Nach einem Alley-oop-Dunk von Derek Willis führten die Niedersachsen nach drei Minuten dennoch erstmals zweistellig. Zwar steckten die 46ers nicht auf, wirkten in der Defensive streckenweise jedoch nicht wach genug, etwa als Dennis Kramer die komplette Hintermannschaft der Gießener düpierte, nach Schussfake zum Korb zog und mit einem krachend Dunking abschloss (30:41, 16.).

Freyer verärgert

Dreier von Willis, Carter und Mönninghoff sorgten dafür, dass sich die Gastgeber binnen kürzester Zeit mit einem 35:55-Rückstand konfrontiert sahen. »Schon ein Blick auf unsere Fouls in der ersten Hälfte verrät, dass wir nicht taff genug gespielt haben«, so Freyer verärgert. Der Schlussakkord gehörte aber Dominic Lockhart, der an alter Wirkstätte nach kompromisslosem Drive zum Korb die Pausenführung von 38:57 für die BG markierte.

Pfiffe zur Halbzeit

Mit Pfiffen schickte das Osthallenpublikum die 46ers in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel starteten die Gießener mit einem 9:4-Run, bevor David Bell nach einer Schlagbewegung in Richtung Mihajlo Andric mit einem disqualifizierenden Foul der Halle verwiesen wurde. Mit Wut im Bauch und der lautstarken Osthalle im Rücken konnten Gordon durch fünf Gießener Punkte in Folge, Bryant und Landis auf 58:68 (18.) verkürzen. Göttingen behielt in der hitzigen Atmosphäre jedoch einen kühlen Kopf, scorte zur Not auch nach zwei offensiven Rebounds (Derek Willis) oder nach Touchdownpass von der Grundlinie (Stockton, 77:60). Obwohl Pendarvis Williams kurz vor Viertelende nach einem Sturz auf den Rücken ausschied, konnte die BG mit einer immer noch komfortablen 80:64-Führung in den Schlussabschnitt gehen. Zusätzlich profitierten die Mannen von Johan Roijakkers von der Foulbelastung der Gießener, deren wegen die Gäste immer wieder an die Straflinie wandern durften.

Nun gegen Braunschweig

Zu Beginn der letzten zehn Minuten war es Gordon, der durch seinen beherzten Einsatz für Punkte aufseiten der 46ers sorgte. Während Gießen aber vor allem aus der Dreipunktedistanz unter Ladehemmungen litt, spielten die Göttinger weiterhin selbstbewusst. Nach Fastbreakzählern Lockharts bat Freyer zur Auszeit, konnte aber nicht verhindern, dass sein Team zwei weitere Minuten ohne Korberfolg blieb und zur Viertelmittel bereits aussichtslos mit 70:91 im Hintertreffen lag. Während die ersten der insgesamt 3.634 Zuschauer die Halle verließen, betrieben die Lahnstädter in Form von Max Montana und Jordan per Dreier Ergebniskosmetik (75:91, 37.).

Nach dem siegreichen Intermezzo über Jena laufen die 46ers damit in der BBL weiterhin ihrer Form hinterher. Weiter geht es am Samstag mit einem weiteren Heimspiel: Gegner sind dann die Löwen Braunschweig.

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