05. Januar 2018, 07:10 Uhr

Personelle Entlastung

Gießen 46ers mit Davis und Hollins gegen Würzburg

Bei den Gießen 46ers werden die Verletzten ins Team zurückkehren – und aus einer kleinen Rotation wird eine große. Wird die personelle Umstellung im Heimspiel gegen s.Oliver Würzburg greifen?
05. Januar 2018, 07:10 Uhr
Vor der Rückkehr: Die 46ers-Guards Darwin Davis (klatschend) und Austin Hollins (links neben ihm) sind wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und hoffen auf einen Einsatz am Samstag gegen Würzburg (rechts Anthony Okao, links Co-Trainer Steven Wriedt). (Foto: mv)

Gießen 46ers


Aus den glorreichen Sieben der vergangenen Wochen werden am Samstag wohl neun. Die Guards Darwin Davis und Austin Hollins sind nach ihren Verletzungen am Anfang der Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und werden im letzten Hinrundenspiel der Basketball-Bundesliga gegen Würzburg wohl ihr Comeback geben (20.30 Uhr, Osthalle/live auf telekombasketball).

Status quo: Acht Siege, acht Niederlagen – Platz elf. Das ist die Ausbeute der Truppe von Headcoach Ingo Freyer einen Spieltag vor dem Hinrundenabschluss. Eine starke Bilanz, wenn man auf die irrsinnige Verletztenmisere der vergangenen Wochen zurückblickt. Das Team hat alles weggesteckt, als wäre es das Normalste der Welt. Zuletzt sogar aus vier Spielen drei Siege geholt, sodass der Traum von einem Playoff-Platz weitergeht. Freyer ist aber kein Träumer, er ist Realist. Die Frage nach den Playoffs stellt sich für ihn nicht – noch nicht. Der 46-Jährige ist auf den Samstag fokussiert, denn er weiß ganz genau, dass dies eine schwierige Aufgabe für seine Mannschaft sein wird. Nicht nur mit Blick auf den Tabellennachbarn, sondern auf die eigenen Veränderungen in der Rotation nach der möglichen Rückkehr der Leistungsträger Davis und Hollins. »Ich bin gespannt, wie das Team das umsetzen wird«, sagt Freyer, der mit einem Einsatz der beiden Kreativkräfte rechnet.

 

Jeryl Taylor fest ins Bundesligateam?

 

Personelles: Es zeichnet sich ab, dass ProB-Spieler Jeryl Taylor in die BBL-Mannschaft hochgezogen wird. Doch noch haben die 46ers-Verantwortlichen genügend Spielraum, um eine Entscheidung zu treffen. Falls Frankfurt den Sprung ins Pokalviertelfinale schafft, hätten die Gießener sogar noch 17 Tage Zeit (ihr Spiel in Frankfurt am 20. Januar würde in diesem Fall dann verlegt werden), sich zu orientieren, wie es mit Taylor weitergeht und ob vielleicht noch ein zusätzlicher Qualitätsspieler verpflichtet wird. Eine Vertragsverlängerung von Guard Jahenns Manigat bis zum Saisonende dürfte auch noch ein Thema sein.

Der Gegner: Die Würzburger sind unter Meistertrainer Dirk Bauermann überragend in die Saison gestartet. Der vom Coach vorgezeichnete Weg, in Zukunft immer ein Teil der ersten vier in der BBL zu sein, schien sich umsetzen zu lassen. Doch nach dem Superstart folgte ein Negativlauf (sieben Niederlagen in den letzten zehn Partien), der am vergangenen Wochenende mit dem 81:64-Heimsieg gegen die Skyliners aus Frankfurt gestoppt wurde. Sein Potenzial zeigte dabei der Deutsche Maurice Stuckey, der 19 Punkte zum Erfolg für die Unterfranken beisteuerte.

 

Robin Benzing kontrollieren

 

Schlüsselspieler: Bei der Bauermanntruppe dreht sich alles um Robin Benzing. Der gebürtige Seeheim-Jugenheimer schloss sich nach seinen zwei Jahren beim spanischen Erstligisten Saragossa kurz vor der Saison den Würzburgern an und unterschrieb einen Dreijahresvertrag. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft ist der Go-to-guy. Der 2,08 m große Flügelspieler genießt bei Bauermann alle Freiheiten und ist mit 18,2 Punkten im Schnitt zweitbester Scorer der BBL. Er sucht gerne das Eins-gegen-Eins – sowohl mit Blick auf den Gegner als auch mit dem Rücken zum Korb.

Sein Teamkollege Maurice Stuckey ist die Nummer zwei in der Rubrik Effektivität. Der explosive und mit einem guten Wurf ausgestattete Guard kommt immerhin auf durchschnittliche 11,2 Punkte pro Partie und sorgt oft mit seinen Aktionen – wie mit dem Halbzeit-Buzzerbeater gegen Frankfurt – für das Spektakuläre. Aufpassen müssen die 46ers zudem auf Kresimir Loncar. Der 34-jährige Center ist mit allen Wassern gewachsen.

Das sagt Coach Freyer: Für Würzburg ging es in dieser Saison hoch und runter. Das Spiel ist auf Benzing zugeschnitten – aber auch auf die beiden weiteren Deutschen Loncar und Stuckey.

 

Nur noch Stehplatzkarten

 

Tickets: Für die Samstag-Partie gibt es keine Sitzplatzkarten mehr, Stehplatz-Billets dagegen kann man noch erwerben. Die Nachfrage nach Tickets für das kommende Heimspiel am Mittwoch (19 Uhr) gegen die Basketball Löwen aus Braunschweig (zurzeit Rang 13 in der Tabelle) ist ebenfalls groß, sodass man sich schnellstens mit Karten eindecken sollte.

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