20. April 2018, 22:58 Uhr

Gießen 46ers

Gießen 46ers halten Playoff-Traum am Leben

Der Playoff-Traum der Gießen 46ers in der Basketball-Bundesliga lebt nach dem 102:97 beim MBC weiter. Und am Sonntag um 17.30 Uhr muss in der Osthalle gegen Göttingen der nächste Sieg her.
20. April 2018, 22:58 Uhr
Ihre Art der Freude: Gießens Spielmacher Max Landis (l.) und Dee Davis nach dem Sieg beim Mitteldeutschen BC. (Foto: Vogel)

Gießen 46ers


Am Ende wurde gezittert: Aufseiten der Mannschaft ebenso wie aufseiten der sieben tapferen mitgereisten Fans: Drei Minuten waren noch zu spielen, als der Mitteldeutsche BC den Gießen 46ers erstmals die Führung entriss. Zwar konnten die Gießener kontern, doch ein unsportliches Foul von Jeril Taylor zwei Minuten später beim Stand von 93:93 hätte endgültig der Wendepunkt sein können: Hätte der MBC hier die maximalen fünf Punkte herausgeholt, wäre die Partie wohl vorbei gewesen.

Doch dass die letzten Sätze im Konjunktiv stehen, zeigt: Am Ende gingen die Punkte mit an die Lahn: Zwar traf Lamont Jones die beiden fälligen Freiwürfe, doch aus dem Ballbesitz wurde nichts, und ein wichtiger Dreier von Max Landis holte im Gegenzug den 46ers die Führung zurück. Die zwei Punkte des MBC, wiederum durch Jones, konterte John Bryant, ehe Austin Hollins und Benjamin Lischka den Sieg an der Freiwurflinie klarmachten.

Überragender Bryant

Ein wichtiger Erfolg für die Gießener, denn bei einer Niederlage wären wohl die zarten Playoff-Träume zerplatzt. »Es ist immer schwer, hier zu spielen, Weißenfels ist ein gutes Team. Es war sehr wichtig für uns, dass wir uns den Sieg erkämpft haben«, war der ausgelaugte, aber überragende Kapitän John Bryant nach Spielende froh über den Erfolg.

Die Gießen 46ers waren im »Wolfsbau« in Weißenfels brandheiß von außen gestartet, netzten binnen der ersten zwei Spielminuten drei Distanzwürfe ein und holten sich so schnell eine 9:2-Führung. Doch der MBC konterte, ging immer wieder mit zwei Verteidigern auf John Bryant und schlich sich so langsam wieder an die 46ers heran.

Lischka in Rage

Im zweiten Viertel glichen die Weißenfelser sogar zum 36:36 aus, ehe ein 11:0-Lauf der 46ers wieder etwas Luft zum Atmen für die Gießener brachte: Trotz allem, die Gäste von der Lahn waren vor allem defensiv zu nachlässig, ließen aber auch im Angriff so manchen Schlendrian zu, was nicht nur Trainer Freyer, sondern auch Benjamin Lischka in Rage brachte: Wütend pfefferte der Forward sein Handtuch auf die Bank. Trotz allem stand es zur Halbzeit 52:46 für Gießen, insbesondere dank der starken Quote aus dem Feld (63 Prozent).

»Wir haben immer erst 100 Prozent verteidigt, wenn der Spieler den Ball bereits hatte. Aber ich hatte vorher meinen Spielern gesagt, dass wir dafür sorgen sollen, dass der Spieler den Ball gar nicht erst kriegt. Die letzten ein, zwei Minuten der ersten Halbzeit waren wir eigentlich schon weg, da musst du das Ding einfach konsequent und ruhig mit zehn, zwölf Punkten in die Halbzeit bringen, keinen Bodenpass übers halbe Feld spielen«, ärgerte sich Gießens Trainer Freyer, als Spieler selber in Weißenfels aktiv, über die erste Hälfte.

27 Assists für die 46ers

Denn nach der Pause wurde es eigentlich besser: Gießen verteidigte geschickter, nutzte weiterhin seine Chancen in der Offensive und hatte die Partie beim 59:46 im Griff: Vor allem das Teamplay klappte gut, insgesamt verteilten die 46ers 27 Assists.

Aber die Hausherren kamen zurück ins Spiel: Kruize Pinkins, eigentlich nicht als Distanzwerfer bekannt, traf vier seiner fünf Dreierversuche, dazu verwarf John Bryant zwei wichtige Freiwürfe: »Ich dachte nur ›Was machst du da?‹, weil ich direkt gemerkt habe, dass ich den Ball zu früh losgelassen habe. Ich wusste, dass er zu kurz ist, als der Ball meine Finger verließ. Das habe ich mir dann später zu Herzen genommen und beide verwandelt«, konnte der MVP-Kandidat über sein Missgeschick nach Spielende lachen.

Coach Freyer freut sich

»Wir sind mit viel Selbstbewusstsein ins Spiel gekommen, das machte es ein bisschen schwierig für uns am Ende, aber wir sind gut zurückgekommen«, freute sich auch Max Landis über den Sieg.

Für Trainer Freyer hatte der hart erkämpfte Erfolg an der Saale auch neben den zwei Punkten sein Gutes: »Wir haben ein bisschen aus dem Bonn-Spiel gelernt und es geschafft, den Ball am Ende in die Hände von John Bryant zu bringen, unter dem Korb, wo er einfach dominant ist«, freute sich Gießens Coach über eine Lektion, die seinen Spieler auch im Duell mit Göttingen am Sonntag sicher weiterhelfen wird.

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