27. April 2018, 07:00 Uhr

Gießen 46ers

Gießen 46ers haben keine Zeit für Geschenke

Drei Spiele in fünf Tagen. Die Gießen 46ers müssen zum Abschluss der BBL-Hauptrunde alle Kräfte mobilisieren. Das Playoff-Thema dürfte erledigt sein. Trainer Freyer begrüßt neuen Pokalmodus.
27. April 2018, 07:00 Uhr
Man kennt sich: Jenas Trainer Björn Harmsen und Gießens Powerforward Benjamin Lischka, der mit dem Rest des 46ers-Basketball-Bundesliga-Teams heute um 19 Uhr in Thüringen einen Sieg einfahren möchte. (Foto: Vogel)

Gießen 46ers


Am Freitag in Jena, am Sonntag gegen Berlin und am Dienstag – am Tag der Arbeit – in Bremerhaven. Das ist das Restprogramm der Gießen 46ers – dann dürfte der wohlverdiente Urlaub folgen. Nach der letztwöchigen Heimniederlage gegen die BG Göttingen haben die 46ers nur noch rechnerisch die Chance auf einen Playoff-Platz, müssten dazu aber alle drei Partien gewinnen und hoffen, dass die Frankfurter dreimal patzen – und die weitere Konkurrenz aus Ulm und Würzburg ebenso.

Los geht es am Freitag um 19 Uhr bei Science City Jena, ehe am Sonntag um 15 Uhr die Mannschaft der Stunde, Alba Berlin, in der Osthalle gastiert (beide Spiele live auf Telekombasketball.de). Das Hinspiel gegen Jena gewannen die 46ers locker mit 84:60.

Die Ausgangslage: Elfter gegen den Dreizehnten. Die Gießener weisen 30:32 Punkte auf, Jena 24:38. Natürlich wollen die Lahnstädter die Niederlage gegen Göttingen vergessen machen und einen Sieg mit ins Mittelhessische bringen. Der Gastgeber hat in den letzten drei Partien ausschließlich Schlappen erlitten, ist aber in der Sparkassen-Arena heimstark. Die Gießener schauen nun von Spiel zu Spiel, wie es Freyer ausdrückt: »Wir wollen jedes Spiel gewinnen, um da zu sein, wenn es noch eine Chance gibt, aber auch um einen guten Abschluss zu finden.«

Der Gegner: Gießens Ex-Trainer Björn Harmsen hat bei den Thüringern frühzeitig den Klassenerhalt perfekt gemacht – und somit eine gute Saison hingelegt. Sein verlängerter Arm auf dem Spielfeld ist Skyler Bowlin, der in der vergangenen Spielzeit bei den 46ers die Fäden auf der Eins zog. Die Saalestädter sind bekannt dafür, dass sie viele Dreier nehmen und gerne Pick-and-Roll spielen. Dazu haben sie mit Derrick Allen, Julius Jenkins und Immanuel McElroy drei Oldies in der Mannschaft, die als erfahrene Leistungsträger vorneweg marschieren.

Die Schlüsselspieler: Allen und Jenkins sind 37 Jahre alt, McElroy sogar noch ein Jahr älter. Doch alle drei mischen noch locker in der BBL mit und weisen in allen Bereichen gute Statistikzahlen vor. Harmsen hat auch bereits die Zusage vom Trio für die kommende Saison. Insbesonders Jenkins ist gefährlich aus der Distanz: 14,8 Punkte erzielt der Guard im Schnitt pro Spiel – davon trifft er 44,4 Prozent von der Dreierlinie. Powerforward Allen ist dagegen ein guter Pick-and-Roll-Spieler, der nach dem Abrollen hochprozentig abschließt. McElroy zeichnet dagegen seine Vielfältigkeit aus. Doch nicht nur die drei »Alten« müssen die 46ers auf dem Radar haben, sondern auch die Guards Bowlin und Kyle Weaver. Letztgenannter ist der effektivste Akteur in den Reihen der Thüringer. Bowlin dagegen berüchtigt für seinen Wurf von außen. Seine durchschnittlichen Werte können sich ebenfalls sehen lassen: 11,5 Punkte und 5,3 Assists.

Das Lazarett: »Alle Spieler sind einsatzfähig«, teilte Trainer Freyer am Donnerstag mit.

Die Taktik: Die Gießen 46ers haben Jenkins und Bowlin auf der Rechnung. Die dürfen von der Dreierlinie nicht heißlaufen. Im Hinspiel setzten die 46ers die Jenaer von Beginn an unter Druck, sodass sie sich gar nicht damit beschäftigen konnten, wie sie vielleicht gewinnen können, sondern nur damit, dass sie nicht zu hoch verlieren. Das ist sicherlich auch die Marschroute für den Freitag.

Das sagt Coach Freyer: Jena hat etwas Besonderes: Da sind mit Allen, Jenkins und McElroy drei Spieler, die wissen, wie man Basketball spielt. Denen musst du nichts erklären, die kennen jeden Handgriff. Und dazukommt noch Weaver, der bei Alba Berlin auf einem Toplevel gespielt hat. Das ist hohe Qualität, die Jena vorweisen kann. Wir wollen ihnen die Schützen wegnehmen. Und sie sind auch stark im Pick-and-Roll.

Freyer zum neuen Pokalmodus: Ich finde es gut, ein erster Schritt. 16 Mannschaften, einfach Pokalspirit. Aber man hätte durchaus auch die Zweitligateams mit einbeziehen können. Die hätten sich gefreut, wenn ein BBL-Team kommt. Die Spiele hätte man vor die Saison legen können. Aber auf jeden Fall besser als zuletzt.

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