15. März 2019, 12:05 Uhr

Gießen 46ers

Gießen 46ers erwarten am Sonntag Schwergewicht Alba Berlin in der Osthalle

Im Kampf um die Playoffs geht es eng zu – hauteng. Die Gießen 46ers sind zum Siegen verdammt. Mit Alba Berlin kommt am Sonntag ein BBL-Schwergewicht in die Sporthalle Ost.
15. März 2019, 12:05 Uhr
Duell der Center: Gießens John Bryant (l.) gegen Dennis Clifford von Alba Berlin. (mv)

Gießen 46ers


Vor 14 Tagen sagte Benjamin Lischka im Interview mit unserer Zeitung, dass für ihn im Rennen um die Playoffs die Wochen der Wahrheit anstehen. »Wenn wir aus den drei Spielen zwei gewinnen können, was schwer genug ist, können wir vielleicht von den Playoffs reden«, konstatierte Gießens Powerforward vor den Partien gegen Bamberg, in Bayreuth und gegen Berlin. Bekanntlich gab es gegen beide Teams aus dem Frankenland Niederlagen. In beiden Partien war Lischka aufgrund einer Knöchelverletzung zum Zuschauen verdammt. Gegen die am Mittwoch ins Halbfinale des Eurocups eingezogenen Berliner am Sonntag um 18 Uhr in der Osthalle (live auf MagentaSport) ist der Leistungsträger aber wieder mit dabei. Wenn das mal kein gutes Omen ist.

Status quo: Drei Viertel lang waren die Gießener in Bayreuth auf Augenhöhe (67:67). Eine fragwürdige Schiedsrichterentscheidung kostete sie zu Beginn des finalen Quarters fünf Punkte in Folge. Zwei Unachtsamkeiten beim Verhindern von Dreiern des Spielmacher Bastian Doreth führten letztlich zu einem Lauf der Bayreuther, die sich diesen Abstand gegen stark dezimierte 46ers – neben Lischka musste noch Max Landis kurz vor dem Spiel passen – beim 95:80 nicht mehr nehmen ließen. Die Folge: Gießen rutschte mit 22:24 Punkten auf Rang zwölf, hat aber zu Platz sechs, den Bonn mit 24:20 Zählern einnimmt (bei einem Spiel weniger), nur einen geringen Rückstand, sodass in den noch verbleibenden elf BBL-Spielen für die 46ers das Gezerre um die drei Ränge zwischen sieben Teams viel Spannung verspricht.

Der Gegner: Bayern München ist in der BBL der Titelfavorit Nummer eins – aber dann kommen gleich die Bamberger (momentan Rang vier) und die Berliner (Fünfter). Zwar haben die Bundeshauptstädter das Pokalfinale in Bamberg hauchdünn mit 82:83 verloren, dafür zogen sie am Mittwoch nach dem 79:75-Heimerfolg über Unicaja Malaga in das Halbfinale des Eurocups ein – erst zum dritten Mal überhaupt steht eine deutsche Mannschaft im Halbfinale dieses internationalen Wettbewerbs. »Für mich ist das unglaublich, dass wir Malaga geschlagen haben und nun im Halbfinale stehen«, sagte Berlins Trainer Aito Garcia Reneses. Und Manager Marco Baldi fügte an: »Wir haben gezeigt, dass man mit einem jungen Team nicht nur begeistern, sondern auch Ergebnisse bringen kann.«

Die Schlüsselspieler: An Luke Sikma geht kein Weg vorbei. Der flexible Forward, er kann die Drei, die Vier und die Fünf spielen, ist der Hauptdarsteller im Berliner Topteam. Der 29-jährige Amerikaner liefert das komplette Paket ab: starker Drang zum Korb, guter Wurf aus der Mitteldistanz und excellenter Passgeber und Verteidiger. 2018 kürte ihn die BBL zum wertvollsten Spieler. Aktuell legt er folgende Werte im Durchschnitt pro Spiel auf: 11,4 Punkte, 6,6 Rebounds und 5,2 Assists. Mit dem Wert 18,9 ist der 2,03-m-Mann der effektivste Akteur bei Alba Berlin. Auf der Eins führt Spielmacher Peyton Siva gekonnt Regie (10,4 PpS, 6,8 ApS). Bester Schütze im Team ist der Litauer Rokas Giedraitis (13,5 PpS). Viel Verantwortung übernimmt auch der frühere 46ers-Spieler Joshiko Saibou auf den Guard-Positionen.

Das Lazarett: Bei den Gießen 46ers geht ein Magen-Darm-Virus um. Letzten Freitag fiel deswegen Shootingguard Landis aus. Der US-Amerikaner klagte über massive Beschwerden und konnte in Bayreuth nicht eingesetzt werden. Aktuell haben sich David Bell und Nachwuchs-Spieler Tim Uhlemann das Virus eingefangen. Lischka dagegen wird in den Kader zurückkehren. Seine Verletzung am linken Knöchel schränkt ihn nicht mehr ein.

Das sagt 46ers-Trainer Ingo Freyer: Die Berliner sind sehr gut aufgestellt. Ihre Tiefe im Kader zeichnet sie besonders aus, aber auch ihr unkonventioneller Spielstil. Sie setzen ihre spielerischen Qualitäten sehr gut ein. Sie haben sehr viele intelligente Spieler, die viele Situationen erkennen und darauf im richtigen Maße reagieren. Deswegen können sie auch so einen erfolgreichen freien Spielstil spielen. Wir müssen gegen sie sehr aggressiv spielen und versuchen, lange im Spiel zu bleiben. Wir haben uns diese Woche gut auf Berlin vorbereitet. Da habe ich ein positives Gefühl. Und ich hoffe, dass wir vollständig sein können.

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