23. April 2018, 17:31 Uhr

Gießen 46ers

Gießen 46ers: Chance auf eine weitere Saison mit John Bryant

Die Gießen 46ers brauchen ein Wunder, um noch in die Playoffs zu kommen. Derweil wird am Team für die neue Saison gebastelt. Wie steht es um einen Verbleib von John Bryant und Co.? Ein Überblick.
23. April 2018, 17:31 Uhr
John Bryant fühlt sich bei den Gießen 46ers wohl. Den Kapitän über die Saison hinweg zu halten, schätzt 46ers-Boss-Heiko Schelberg als »nicht aussichtslos« ein (rechts Bjarne Kraushaar). (Foto: Vogel)

Gießen 46ers


Es war kein guter Sonntag für die Gießen 46ers. Erst das 102:111 gegen die abstiegsbedrohte BG Göttingen – und drei Stunden später dann noch der Sieg der Frankfurter gegen den Noch-Meister Bamberg. Klar, dass danach 46ers-Geschäftsführer Heiko Schelberg konstatierte: »Hinter die Playoffs können wir einen Haken machen.« Die auf Rang acht liegenden Skyliners haben gegenüber den Gießenern sechs Punkte Vorsprung – bei noch drei ausstehenden Partien. Zwar haben die 46ers den direkten Vergleich gewonnen, aber Ulm und Würzburg sind punktemäßig noch näher dran als die auf Rang elf platzierten 46ers.

»Wir wollten so lange wie möglich Druck von hinten machen, das ist uns auch gelungen. Nun wollen wir uns mit weiteren Siegen aus der Saison verabschieden«, sagt 46ers-Boss Schelberg. Insgesamt stellt er fest: »Eine Supersaison, in der unsere Mannschaft attraktiven Basketball gezeigt hat.«

 

Einige Weichen hat Schelberg bereits gestellt

  • Benjamin Lischka, der unter Freyer leistungsmäßig einen riesengroßen Sprung nach vorne in die deutsche Spitze gemacht hat, Rohdiamant Jeril Taylor und der ebenfalls mit viel Potenzial ausgestattete Center Mahir Agva haben noch gültige Verträge über die Saison hinaus.
  • Ebenso die Doppellizenzler Bjarne Kraushaar, Alen Pjanic, Leon Okpara und Anthony Okao. Somit sind die Gießen 46ers in Bezug auf die deutschen Positionen für die nächste Spielzeit gut aufgestellt.
  • Ob da noch Platz für Mauricio Marin ist, bleibt fraglich. Der 24-jährige Shootingguard kam über die gesamte Saison hinweg nicht so richtig in Schwung.

 

Im Gespräch mit Bryants Agent

Doch was ist mit John Bryant – bleibt der Center in Gießen, der in der BBL auf MVP-Kurs steuert? Der Kapitän war die Lebensversicherung für die 46ers. Der 30-Jährige ist genau die Persönlichkeit, die die Gießener gebraucht haben. Ein Typ, zu dem die anderen aufschauen, und einer, der die anderen mitreißt. Zudem hat er schnell die Herzen der Fans erobert – und all seinen Kritikern gezeigt, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Dem 2,11-m-Riesen und seinen Agenten lagen sogar während der laufenden Saison Angebote anderer Bundesligisten vor. Doch die Verantwortlichen um Schelberg wollten ihn keinesfalls ziehen lassen. Seit mehreren Wochen steht Schelberg in Kontakt mit Bryants Agenten. Spricht man Bryant selbst auf das Thema an, erklärt er, dass er sich hier sehr wohlfühle und dass ihm die gesamte Organisation gut gefalle. Er betonte immer, dass er seine Entscheidung, wo er letztlich spielen wird, am Ende der Saison bekanntgeben wird.

Schelberg und Co. ist klar, dass sie den außergewöhnlichen Spieler ausschließlich mit dem Wohlfühlfaktor in Gießen nicht halten können. Da werden sich die Gießen 46ers auch finanziell bis an die Decke strecken müssen, ohne sich wirtschaftlich zu übernehmen. »Es wird nicht einfach, aber es ist auch wirklich nicht unmöglich«, sagte Schelberg, der ausschließlich Auskunft über die Personalie Bryant gab.

 

Wie sieht es um andere Spieler aus? 

  • Die Weiterverpflichtung von Max Landis dürfte ebenfalls ein Thema für Trainer Freyer und die Geschäftsführung sein. Wie sich der 25-jährige Spielmacher nach seiner Knieverletzung in die Mannschaft zurückgekämpft hat – und welche Leistungen er dabei abrief, gebührt höchsten Respekt und Anerkennung. Der Playmaker kann ein Spiel lesen und das Tempo und die Spielweise stituationsbedingt variieren. Außerdem hat er einen guten Wurf.
  • Die Tage von Darwin Davis dürften indes in Gießen gezählt sein. Seine Leistungen waren insgesamt gesehen zu schwankend. Der kleine Guard hat zwar ein großes Kämpferherz bewiesen und oft spektakulär abgeschlossen (ob Dreier oder Layup). Ihm fällt es aber schwer, Struktur ins Spiel zu bringen, wenn sie dringend benötigt wird.
  • Ähnlich wird es Austin Hollins ergehen. Ein Flügelspieler, der Potenzial hat, aber es viel zu selten abruft. Oftmals auch gedanklich zu langsam, sowohl in der Offense als auch in der Defense. Jamar Abrams punktete dagegen mit seiner Physis. Ein Springer vor dem Herren und mit einem guten Dreipunktewurf ausgestattet. Da darf man gespannt sein, wie es für ihn weitergeht.

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