21. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Wichtige Heimpartie

Gibt es eine Bescherung für den TV Hüttenberg?

Momentan zählt für den TV 05/07 Hüttenberg jeder Punkt. So viele wie möglich einzusammeln, muss daher das Ziel sein. Idealerweise sollte man am Donnerstagabend gegen Leipzig damit beginnen.
21. Dezember 2017, 12:00 Uhr

TV 05/07 Hüttenberg


Besinnliche Vorweihnachtszeit? Geruhsame Feiertage? Alle Jahre wieder – nicht für die Akteure in der Handball-Bundesliga und damit auch für Aufsteiger TV 05/07 Hüttenberg. Denn heute Abend um 20.45 Uhr empfangen die Blau-Roten zum Rückrundenauftakt den SC DHfK Leipzig in der Gießener Sporthalle Ost. Und auch über die Feiertage hat das Festessen keine Chance, sich auf den Hüften festzusetzen. Am kommenden Mittwoch steht nämlich noch die Begegnung in Göppingen an, bevor es danach in die EM-Pause geht.

Aller guten Dinge sind drei?

Bereits zum dritten Mal in noch nicht einmal einem halben Jahr treffen heute Hüttenberg und Leipzig aufeinander. Hatte sich der spätere Turniersieger aus Leipzig in der Vorbereitung beim Linden-Cup noch mit 30:25 durchgesetzt, so mussten sich die Messestädter in der Hinrunde vor heimischem Publikum ganz schön strecken, um einen hauchdünnen 26:25-Sieg feiern zu können.

Nach einem Fehlstart waren die Hüttenberger dabei ab der 20. Minute ebenbürtig und verpassten nur unglücklich ihren ersten Bundesligapunkt. Würde der Handball einer Gesetzmäßigkeit folgen, wäre also nun der TVH an der Reihe. »Leipzig ist eine über Jahre stabil gewachsene Mannschaft mit einem guten Kader. Wir haben nur eine Chance, wenn wir 60 Minuten ohne größere Einbrüche hinbekommen«, weiß aber auch TVH-Coach Emir Kurtagic, dass dies nicht so einfach ist.

 

Auch Gäste nicht in Bestbesetzung

Spielt Mappes? »Die Chancen stehen 50:50«, hatte der Spielmacher noch am Sonntag beim Auswärtsspiel in Hannover gesagt. Sein »meine Hand wird täglich behandelt. Wir tun alles«, verdeutlichte aber auch die eigene Ungeduld darüber, seinen Mannschaftskameraden nicht helfen zu können. Für Trainer Emir Kurtagic ist es zwar »wichtig, wenn er spielen kann. Aber ob es klappt, entscheidet sich kurzfristig«.
 

+++ Philipp Weber im Interview:  "Jede Menge Selbstbewusstsein« +++


Doch auch die Gäste kommen nicht in Bestbesetzung. Nationalspieler Philipp Weber, letztes Jahr noch bei Nachbar HSG Wetzlar Torschützenkönig, laboriert noch an den Folgen seines Mittelfußbruches. Zwar hat Weber im Gespräch mit dieser Zeitung einen Einsatz heute ausgeschlossen. Doch Kurtagic rechnet dennoch mit ihm. »Ich glaube, dass er spielen wird.« Zudem fehlt Rückraumkollege Maximilian Janke wegen eines Muskelfaserrisses.

 

Geballte Leipziger Handball-Power

Trotzdem kommt mit den Bad Boys Niclas Pieczkowski und Bastian Roschek, dem aus dem vorläufigen Kader gestrichenen Franz Semper, dessen treffsicheren Linkshänder-Kollegen Andreas Rojewski sowie Linksaußen Yves Kunkel geballte Handball-Power in die Osthalle. Dennoch sagt Noch-Trainer André Haber, der vereinbarungsgemäß im Januar wieder hinter Michael Biegler zum Co. wird: »Bei uns geht es nicht um einzelne Spieler, sondern um die Mannschaft. Jeder Gegner muss das wissen. Wenn einer nicht seine Leistung bringt, springt ein anderer für ihn ein. Das zeichnet uns aus.«

Wie ist die Ausgangslage?

Hüttenberg steckt nach Abschluss der Vorrunde im Abstiegskampf. Was keine Überraschung ist. Aktuell rangieren die Blau-Roten knapp vor den Mitaufsteigern aus Ludwigshafen und Lübbecke. Zudem sind Stuttgart, Erlangen und Gummersbach in Schlagdistanz. Da es ab dieser Saison nur zwei Absteiger gibt, würde dieser 16. Platz am Saisonende den Klassenerhalt bedeuten. Doch bis dahin sind es noch 17 kräfte- und vielleicht auch nervenzehrende Spiele. »Für uns geht es um jeden Punkt, sogar jeden Ball, würde ich sagen«, ist sich TVH-Trainer Emir Kurtagic der Bedeutung des Spiels bewusst.



Leipzig spielt, nicht unerwartet, bisher eine starke Saison. Rang sechs mit 22:12 Punkten lassen sie auf das internationale Geschäft hoffen. Doch zwischen Platz fünf (Kiel) und acht (Melsungen) liegt nur ein Punkt. Jeder Ausrutscher ist also zu vermeiden. Zuletzt wurde Gummersbach geschlagen, damit baute man seine Serie auf 8:0-Punkte aus den letzten vier Spielen aus.

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