20. Februar 2018, 07:00 Uhr

Rackelos

Fünf Gründe für den Erfolg der Gießen 46ers Rackelos

Die Rackelos sind in. Das Farmteam der Gießen 46ers eilt in der ProB von Sieg zu Sieg. Die Heimspiele in der Osthalle sind meist mit über 500 Zuschauern gut besucht. Der Plan ist aufgegangen.
20. Februar 2018, 07:00 Uhr
Die Gießen 46ers Rackelos freuen sich über den vorzeitigen ProB-Playoff-Einzug und über die wachsende Zuschauerresonanz bei den Heimspielen in der Sporthalle Ost. (Foto: hf)

Eine mutige Entscheidung von Heiko Schelberg, als er im vergangenen Jahr die ProB-Lizenz von den Licher Basketbären erwarb und von jetzt auf gleich eine Mannschaft mit Trainern und gesamtem finanziellen Background aus dem Boden stampfen musste. Der innovativ denkende Geschäftsführer des Basketball-Bundesligisten rief die Gießen 46ers Rackelos ins Leben, die als Farmteam für die »Erste« gedacht sind. Mittlerweile sorgt die Mannschaft des Coachgespanns Rolf Scholz und Lutz Mandler für Furore in der 3. Liga, nimmt Rang zwei ein, ist für die Playoffs qualifiziert und hat dabei Heimrecht. Wir nennen fünf Gründe, warum es bei den Rackelos läuft.

Grund 1: Was wäre eine Mannschaft ohne die Protagonisten? Die Rackelos haben junge und erfahrene Hauptdarsteller. Der Mix macht es. Das betont auch Coach Rolf Scholz: »Wir haben eine gute Mischung.« Recht hat er. Die »alten Hasen« Johannes Lischka, Marian Schick und Leo Vrkas gepaart mit den »jungen Wilden« Bjarne Kraushaar, Alen Pjanic, Leon Okpara, Anthony Okao und Nick Hornsby ergeben einen erfrischenden Cocktail, der spektakulär und erfolgreich mundet. Sie verstehen sich als Mannschaft. Der bereits bundesligaerprobte Kraushaar führt als 18-Jähriger das Team. Und der ebenfalls schon in Liga eins eingesetzte Pjanic hat sich enorm weiterentwickelt. »Das können wir von allen Spielern behaupten«, erklärt Scholz mit einem Leuchten in den Augen. Auftrag erfüllt!

Grund 2: Die Trainer. Scholz und Mandler sind ein Glücksgriff für die Rackelos – und in ihren Herzen wie ihre »Jungs«. Zwei Ex-Basketball-Bundesliga-Profis, die einige Stationen hinter sich haben und ihren Mann im Berufsleben stehen. Viele ihrer jetzigen Spieler kennen sie von klein auf, haben sie teilweise ausgebildet und in der U16-Bundesliga auf Größeres vorbereitet. Zudem haben sie einen ganz großen Vorteil – sie sind Gießener Buben mit Stallgeruch. Und sind als Trainer ebenfalls mit den Aufgaben gewachsen. In ihrem täglichen Handeln steht die Weiterentwicklung jedes Einzelnen und der Mannschaft. Sie haben beide die Fähigkeit, sich in die Person hineinzudenken und eine individuelle Ansprache zu geben.

Grund 3: Die wachsende Fangemeinde. Fanden sich zu Beginn der Saison meist nur vereinzelte Zuschauer in der Osthalle ein, waren es zuletzt über 500, die ihr Team mit Rackelo-Sprechchören nach vorne trieben. »Darüber sind wir überglücklich – und das motiviert unsere Jungs ungemein«, sagt Scholz strahlend. Ein Grund neben dem erzielten Erfolg dürfte die Assoziation zu den heimischen Talenten wie Kraushaar, Pjanic, Daniel Thurau, Tim Kordyaka, Jannis Hahn, Kevin Hoxhallari und Tim Uhlemann sein.

Grund 4: Rückendeckung der ersten Mannschaft. Die haben die Rackelos von der ersten Minute ihres Bestehens erfahren. »Das hat uns enorm viel Selbstvertrauen gegeben«, so Scholz. Das zusätzliche Training mit der Erstliga-Truppe von Ingo Freyer hat vielen die Einsicht gegeben, dass man durchaus auf diesem Niveau mithalten kann. Der Sprung von Jeril Taylor während der Saison vom ProB-Team in das der Bundesliga hat jedem gezeigt, dass Leistung honoriert wird. Außerdem nahm sich Freyer bei Not am Mann Anleihen aus dem zweiten Team – ein ungemeiner Ansporn für alle.

Grund 5: Das Umfeld. Freyer versäumt mit seinem »Co« Steven Wriedt kein Heimspiel der Rackelos – wie viele der 46ers-Verantwortlichen und der zahlreichen Gesellschafter. Diese Wertschätzung gibt das ProB-Team mit starken Leistungen zurück. Die gemeinsame Identifikation mit dem Projekt hat zu einer Reputation geführt, die nachhaltig bleiben soll.

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