24. August 2018, 22:46 Uhr

Frauen verpassen Finale

24. August 2018, 22:46 Uhr

Die deutschen Frauen haben den Einzug in das Finale der Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft in Hamburg verpasst. Gegen stark aufspielende Britinnen musste sich das Team Germany am Freitag sehr deutlich mit 37:60 (6:13/14:35/29:49) geschlagen geben und spielt nun am Samstagabend (18 Uhr) im Spiel um Platz drei gegen China um die Bronzemedaille. Das Finale bestreiten Großbritannien und die Niederlande.

Gegen das Team von der Insel wehte von Beginn an ein frischer Wind auf dem Parkett. Die Truppe von Bundestrainer Martin Otto sah sich einer aggressiven Pressverteidigung und offensiv treffsicheren Britinnen gegenüber, die sich mit jeder erfolgreichen Aktion mehr zu pushen wussten. Das Team Germany wirkte vor allem unter dem Korb nervös und konnte die sich bietenden Chancen nicht nutzen.

So konnten in den ersten sieben Minuten des Spiels nur zwei Punkte auf dem Konto verbucht werden, und die deutschen Korbjägerinnen sahen sich über das 2:10 (6.) und dem 8:17 (11.) erstmals in diesem Turnier einem größeren Rückstand gegenüber. Auch die sonst sicheren Freiwürfe wollten zu diesem Zeitpunkt nicht den Weg in die Reuse finden. Defensiv war vor allem gegen die britische Kapitänin Helen Freeman kein Kraut gewachsen, und so wuchs der Rückstand über das 12:23 (15.) bis zur Halbzeitpause bereits deutlich bis zum 14:35 (20.) an.

Die deutsche Offensive kam mit Beginn der zweiten Halbzeit zunächst etwas besser ins Rollen. So markierten die deutschen Frauen bis zum Ende des dritten Viertels mehr Punkte als in der gesamten ersten Halbzeit. Doch die erhoffte Wende im Spiel blieb aus. Das Team GB setzte dort an, wo es vor der Pause aufgehört hatte. Die deutsche Mannschaft kämpfte vergebens gegen die aggressive Spielart und fand keinen Weg, die treffsicheren Britinnen in der eigenen Zone zu stoppen. So musste man sich nach 40 Minuten mit 37:60 geschlagen geben.

»Man muss heute den Britinnen gratulieren. Sie waren einfach die bessere Mannschaft. Sie haben eine sehr intensive Presse gespielt, und wir hatten unsere Schwierigkeiten, nach vorne zu kommen. Trotzdem hatten wir unsere Möglichkeiten. Wenn man vorne nicht trifft, kann man so ein Spiel auch nicht gewinnen« sagte Bundestrainer Otto.

Deutschland: Marina Mohnen (9), Mareike Miller (8), Katharina Lang (8), Barbara Groß (4), Laura Fürst (4), Johanna Welin (2), Maya Lindholm (2), Annabel Breuer, Svenja Mayer, Catharina Weiß, Anne Patzwald.

Deutsche Herren 13.

Die deutschen Herren haben sich unterdessen mit einem Sieg von der Heim-WM verabschiedet. Im Spiel um Platz 13 setzte sich das Team Germany am Donnerstagabend gegen Korea deutlich mit 72:56 (13:6/36:20/55:33) durch und bescherte den Fans und Zuschauern zum Abschluss einen verdienten Sieg. In Spiel- und Trefferlaune präsentierte sich dabei einmal mehr Thomas Böhme vom RSV Lahn-Dill, der mit 29 Punkten zum Topscorer der Partie avancierte.

Dabei machten die deutschen Korbjäger ab Minute eins des Platzierungsspiels ihre Ambitionen auf den Tagessieg deutlich. Nach vier gespielten Minuten stand bereits eine 8:2-Führung zu Buche. Die Mannschaft aus Korea versuchte mit einer aggressiven Verteidigung das deutsche Spiel unter Druck zu setzen. Was auch phasenweise gelingen sollte. Die deutschen Männer verpassten zunächst die Chance, ihre Führung weiter auszubauen. In der Defensive wusste man zwar, entsprechend gegenzuhalten und arbeitete gut beim Rebound. Doch in der Offensive ließen die Akteure von Trainer Nicolai Zeltinger zunächst einige Chancen liegen, und so stand es nach zehn Minuten lediglich 13:6 für das Team Germany.

Dies sollte sich jedoch im weiteren Verlauf des Spiels ändern. Über das 17:7 (11.) setzten sich Kapitän Jan Haller und Co. erstmals zweistellig von den koreanischen Rollis ab und bauten nun ihren Vorsprung peu à peu mit dem 26:12 (15.) bis zur Pause auf 36:20 deutlich aus. Vor allem Thomas Böhme agierte in der gegnerischen Offense nach Belieben und markierte bereits in Halbzeit eins 17 seiner insgesamt 29 Punkte.

Auch in der zweiten Hälfte ließen die deutschen Herren keinen Zweifel mehr an einem verdienten Tagessieg aufkommen. Mit einem 12:0-Lauf zum 52:24 (27.) stellte man im dritten Viertel nun endgültig die Weichen zu einem verdienten Sieg und einem versöhnlichen Abschluss des Turniers. Mit 72:56 fuhr man das Spiel locker nach Hause und beendet die Heim-Weltmeisterschaft somit auf einem 13. Platz.

»Ich denke das war ein gelungener Abschluss für unsere Mannschaft. Es war natürlich nicht leicht, die Jungs nach der enttäuschenden Niederlage gegen Großbritannien wieder aufzubauen. Aber das Team hat sich noch mal aufgerafft und hier einen würdigen Abschluss mit einem guten Spiel hingelegt. Somit konnten wir uns bei dem tollen Publikum noch mal versöhnlich verabschieden«, zog Headcoach Zeltinger nach dem Spiel Bilanz.

Deutschland: Thomas Böhme (29), Aliaksandr Halouski (12), Nico Dreimüller (6), Jan Haller (2), Jan Gans (3), Christopher Huber (2), Andre Bienek (7), Kai Möller (4), Matthias Güntner (2), Phillip Schorp, Jan Sadler (5), Frank Oehme.

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