06. April 2018, 12:00 Uhr

RSV Lahn-Dill

Final Four wieder in Wetzlar

Nach 2001, 2002, 2007 und 2012 steigt die traditionell erste Titelentscheidung der Saison zum fünften Mal in der deutschen Rollstuhlbasketball-Hauptstadt.
06. April 2018, 12:00 Uhr
Einen Kampf auf Biegen und Brechen wird es um die Pokal-Krone im deutschen Rollstuhlbasketball geben. (Foto: Dieckmann)

Bereits am Samstagabend um 19:30 Uhr kommt es mit der Neuauflage der Finalspiele 2014, 2016 und 2017 zum Pokal-Hit zwischen dem Ligaersten RSB Thuringia Bulls und Titelverteidiger RSV Lahn-Dill. Das zweite Semifinale zwischen den Doneck Dolphins Trier und Hannover United steigt an gleicher Stätte bereits zuvor um 17 Uhr. Die Spiele um Platz drei sowie das 34. Endspiel um den Deutschen Pokal werden dann am Sonntag um 13:30 Uhr bzw. 16 Uhr starten.

 

1. Halbfinale Hannover - Trier

 

Im ersten Halbfinale am Samstag um 17 Uhr sind die Favoritenrollen zugunsten der Dolphins aus Trier klar verteilt. Kontrahent Hannover United mit dem Ex-RSVer Joe Bestwick hat sein Saisonziel bereits erreicht. Die Niedersachsen haben im dritten Anlauf erstmals die Klasse halten können und dürften befreit nach Mittelhessen anreisen. Der Kontrahent von der Mosel wittert dagegen seine realistische Außenseiterchance. Bereits zweimal in dieser Saison konnten die Dolphins in Wetzlar gewinnen und so wollen die Trierer unbedingt das Endspiel am Sonntag erreichen, um dort nach einem vermeintlich leichteren Halbfinalspiel ihre Chance zu suchen. Scharfschütze Dirk Passiwan hat bereits eindrucksvoll bewiesen, wo der Korb in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle hängt. Zusammen mit der Lettin Diana Dadzite ist er der Schlüssel im Spiel der Dolphins. Tragende Faktoren bei Hannover sind vor allen Nationalspieler Jan Sadler und der britische Center Joe Bestwick, der noch bis zum letzten Sommer das Trikot des RSV Lahn-Dill trug. Bestwick und Passiwan zeichnen aktuell zusammen für beeindruckende 51,3 Punkte pro Spiel in ihren Teams verantwortlich.

 

2. Halbfinale Lahn-Dill - Bulls

 

Zweieinhalb Stunden nach dem ersten Semifinale kommt es dann zum absoluten Pokalkracher, nicht nur aus heimischer Sicht. Um 19:30 Uhr stehen sich die beiden aktuell stärksten deutschen Teams gegenüber, die auch in der europäischen Königsklasse beide bis ins Final Four vordringen konnten. Vor zwei Jahren hatten die Ostdeutschen im Pokal die Nase vorn, im vergangenen Jahr der RSV Lahn-Dill. In der laufenden Spielzeit konnten beide Teams ihre jeweiligen Heimspiele für sich entscheiden, die Hessen unterlagen in der Erfurter Messehalle im Oktober mit 61:77, ehe sie sich vor heimischer Kulisse im Januar knapp mit 70:68 revanchieren konnten.

Richtig vorbereiten konnte sich der Lokalmatador auf das Final Four leider erst ab Dienstag, da der Verein den Richtlinien entsprechend sieben deutsche und mit Hiroaki Kozai einen japanischen Nationalspieler abstellen musste. Ebenso erging es Hannover United, dass – wie international vorgeschrieben – ebenfalls vier deutsche und mit Joe Bestwick einen britischen Auswahlspieler abstellte. Dagegen verweigerten die Thuringia Bulls im WM-Jahr ihren deutschen Nationalspielern die Freigabe für das vergangene lange Osterwochenende, um sich selbst auf das Pokal-Highlight vorzubereiten.

 

Der Weg ins Final Four 2018

 

Die Trier Dolphins qualifizierten sich durch einen 81:73-Erfolg gegen Ligakonkurrenten BG Baskets Hamburg, einen 93:26-Sieg gegen Drittligist RSKV Tübingen und einen 55:26-Erfolg beim Kooperationsteam Lahn-Dill Skywheelers für das Final Four 2018. Halbfinalkonkurrent Hannover buchte die begehrte Fahrkarte nach Wetzlar mit einem 73:44 gegen Zweitligist Hot Rolling Bears Essen, einem 91:28-Kantersieg gegen Regionalligist Kieler Wheeler und einen hart umkämpften 79:69-Heimsieg gegen Ligakonkurrent RBB München Iguanas.

Für die RSB Thuringia Bulls führte der Weg mit einen 100:27 über die Zweitligisten RSC Osnabrück, einem 118:39 gegen BG Baskets Hamburg II und einem 87:43 über die Roller Bulls Ostbelgien zum Final Four nach Mittelhessen. Gastgeber RSV Lahn-Dill qualifizierte sich durch einen 101:30-Kantersieg gegen Zweitligist Lux Rollers sowie Erfolgen gegen die Erstligisten Rhine River Rhinos Wiesbaden (58:49) und Baskets 96 Rahden (80:46) für die nun in eigener Halle stattfindende 34. Entscheidung im Deutschen Pokal.

 

Historie

 

Der Deutsche Pokal wird seit dem 1985 ausgespielt, erster Titelträger war die RSG Koblenz. Rekordsieger mit inzwischen 13 Cuperfolgen ist der RSV Lahn-Dill, der im vergangenen Jahr den Pokal im Endspiel gegen den diesjährigen Halbfinalgegner aus Thüringen hauchdünn gewinnen konnte. Auch 2015 standen sich beide Konkurrenten im Finale gegenüber, bei dem sich erstmals die Thuringia Bulls durchsetzen konnten. Neben den Teams aus Thüringen und Koblenz konnten sich ebenfalls der RSC Frankfurt und der Osnabrücker SC je einmal den Pokal sichern. Je zweimal triumphierten der UBC Münster und RSC-Rollis Zwickau, viermal der ASV Bonn und achtmal der ehemalige Rekordsieger USC München.

 

Bilanz des RSV Lahn-Dill

 

Titelverteidiger RSV Lahn-Dill besitzt gegen alle drei Konkurrenten eine positive Bilanz. Gegen den Halbfinalkonkurrenten aus Thüringen standen die Wetzlarer Rollis bisher 29-mal in Pflichtspielen auf dem Parkett, wovon die Mannschaft von Trainer Ralf Neumann 19 Duelle für sich entscheiden konnte, zuletzt im Januar dieses Jahres.

Aber auch gegen Trier und Hannover spricht die Statistik für die Mittelhessen. Gegen die Niedersachsen gelangen bisher in neun Begegnungen auch neun Erfolge. Die meisten Duelle lieferten sich in diesem Viererfeld aber die Teams aus Trier und Wetzlar, die seit 1986 insgesamt 62-mal die Säbel kreuzten, zuletzt im spannenden Playoff-Halbfinale. Exakt 55 Erfolge stehen in diesem Duell sieben Niederlagen für den RSV Lahn-Dill gegenüber, zwei davon allerdings aus dieser Spielzeit. Eine packendes Final Four ist also zu erwarten.

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