24. Juli 2018, 12:00 Uhr

FC Gießen

FC Gießen: Topfavorit gleich im ersten Jahr

Gießens neues Aushängeschild im Fußball bringt alles mit, um aus der Hessenliga aufzusteigen. Was vor dem Start am Samstag für eine Regionalliga-Rückkehr spricht.
24. Juli 2018, 12:00 Uhr
DER FC GIESSEN geht mit diesem Kader in die Saison 2018/19 (oben von links): Trainer Daniyel Cimen, Damjan Marceta, Noah Michel, Tim Korzuschek, Oliver Laux, Matthias Henn, Christopher Schadeberg, Co-Trainer Zaki Tammaoui, (mittlere Reihe von links) Physiotherapeuten Jürgen Rebstock, Lena Hahlgans, Manuel Rebstock, Co-Trainer Cristos Arnautis, Kevin Nennhuber, Christopher Spang, Serkan Pancar, Mirkan Kara, Ricardo Antonaci, Michael Fink, Timo Cecen, Markus Müller, Medienbeauftragter Florian Kuhn, Torwarttrainer Jörg Kässmann, Betreuer Leo Abraham, Andreas Dattwinkl, (unten von links) Vaclav Koutny, Cem Kara, Alban Lekaj, Tolga Sahin, Stephen Jäckel, Johannes Hofmann, Barbaros Koyuncu, Brian Mukasa. (Foto: pv)

Läuft die neue Hessenligasaison für den FC Gießen so gut wie die Vorbereitung, dann steht im Mai 2019 der Aufstieg in die Fußball-Regionalliga Südwest fest. Trainer Daniyel Cimen weiß das vor dem Start am Samstag gegen den SC Waldgirmes (15 Uhr, Waldstadion) und sagt: »Wir haben gezeigt, dass wir das Potenzial haben, aufzusteigen. Und dass wir das Ziel haben, das zu schaffen, will ich nicht verneinen. Aber das war die Vorbereitung. Und die ist etwas völlig anderes als eine laufende Saison, in der wir auch Druck haben werden.«

Das ist keine reine Zweckgemeinschaft

Spieler Christopher Schadeberg

Gleich im ersten Vereinsjahr geht der Fußballclub Gießen neben den Kandidaten aus Kassel und Fulda als Topfavorit auf die Hessenliga-Meisterschaft ins Rennen. Mit einem guten Teamspirit, einer hohen taktischen Flexibilität und letztlich auch dem Nutzen individueller Qualität soll das gelingen.

Ob nächtlicher Köln-Ausflug, Kanu-Tour oder regelmäßiges gemeinsames Mittagessen bei Gianoli in der Gießener Plockstraße: Die Teamaktivitäten vor dem Start zeigen, dass der FC Gießen keine reine Zusammenstellung von Einzelkönnern ist. »Das ist keine reine Zweckgemeinschaft. Wir funktionieren auch außerhalb des Platzes gut«, sagt beispielsweise der Gießener Defensivspieler Christopher Schadeberg.

Michael Fink soll seine Erfahrung für den FC Gießen einbringen. (Foto: Friedrich)
Michael Fink soll seine Erfahrung für den FC Gießen einbringen. (Foto: Friedrich)

»Es gibt keine Söldner-Mentalität. Im Gegenteil, die Jungs, die gekommen sind, haben richtig Bock. Das sind großteils junge Spieler plus der sehr erfahrene Michael Fink.«

Dass die begabten Fußballer des FC »Bock« haben, wurde in der Vorbereitung deutlich. Mit Unentschieden gegen die Regionalligisten TSV Steinbach oder den FSV Frankfurt überzeugten die Rot-Weißen, waren am letzten Samstag gegen den FSV sogar das klar bessere Team.

Bitter: Timo Cecen fällt bis auf Weiteres aus

Ein kleiner Makel der Vorbereitung: Mit Oliver Laux und Timo Cecen fallen zwei wichtige Eckpfeiler auf unbestimmte Zeit aus. Vor allem Offensivakteur Cecen war in der letzten Saison eminent wichtig, war durch den letzten oder vorletzten Pass gefühlt an 80 Prozent aller Treffer beteiligt. »Er ist ein Aktivposten, seine spielerischen Ideen kann man nicht eins zu eins ersetzen«, weiß Spielerkollege Schadeberg. »Aber mittlerweile haben wir gute Alternativen, wir haben es in den Tests auch schon ohne ihn richtig gut gemacht«, beispielsweise zuletzt gegen die Frankfurter.

Wir haben taktisch extrem viele Möglichkeiten

Trainer Daniyel Cimen

Die hohe taktische Flexibilität ist ein wichtiges Gut für das Team von Trainer Cimen. Mit Cem Kara und Noah Michel wurden zwei Offensivspieler geholt, die neues Tempo ins Spiel bringen. »Sie sind unberechenbar für den Gegner«, weiß der Coach, der sich nicht auf ein System festlegen möchte. »Wir haben taktisch extrem viele Möglichkeiten«, ob Raute, ein flaches 4-4-2, gar Dreierkette oder 4-3-3. Das Letztgenannte scheint sich aktuell als jenes Korsett herauszukristallisieren, in dem sich das Team am wohlsten fühlt.

Offensive ist weiterhin die große Stärke

Die Offensive war schon in der letzten Saison die große Stärke, im Schnitt traf das torhungrigste Team der letzten Hessenligaspielzeit genau dreimal (!) pro Partie. Mit Cimens Trauzeuge und Ex-Profi Michael Fink wurde die Defensive nun mit Erfahrung verstärkt.

»Zuletzt hat Michael in der Verbandsliga in Hanau nur noch sonntags gespielt, nie trainiert. Deshalb war mir klar, dass er jetzt, mit einer kompletten Vorbereitung, von Woche zu Woche besser wird. So ist es gekommen«, meint der Trainer. »Er ist so wichtig für uns, weil er weiß, wann wir Tempo brauchen und wann wir mal ruhig spielen müssen.« Fink, der u.a. für Eintracht Frankfurt, Besiktas Istanbul und zuletzt Waldhof Mannheim spielte, brachte durch seine Kontakte noch den früheren Mannheimer Innenverteidiger Kevin Nennhuber mit.

Von den ersten acht Spielen finden fünf im heimischen Waldstadion statt

Im Grunde ist sportlich damit alles bereitet für den in der Region mit Spannung erwarteten Auftakt im Gießener Waldstadion. »Ich hoffe, dass wir neben dem schön hergerichteten Stadion auch sportlich Argumente für die Zuschauer liefern können«, sagt Cimen. Fest steht, dass die Anhänger das Waldstadion in den ersten Wochen häufig zu sehen bekommen: Von den ersten acht Ligaspielen finden fünf zuhause statt.

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