04. Mai 2018, 12:00 Uhr

Rollstuhlbasketball

Duell zwischen Böhme und Bienek im CL-Halbfinale

Heute geht es in Hamburg um die europäische Krone im Rollstuhlbasketball. Im CL-Halbfinale duellieren sich Thomas Böhme und Andre Bienek. Sie verraten, welches Team ins Finale einzieht.
04. Mai 2018, 12:00 Uhr
Der Griff zur europäischen Krone: Thomas Böhme (2. v. r., RSV Lahn-Dill) und Andre Bienek (r., Thuringia Bulls) kämpfen um den Rebound und im Halbfinale des CL-Final-Four in Hamburg um den Einzug ins Endspiel. (Foto: imago)

Thomas Böhme (RSV Lahn-Dill) und Andre Bienek von den Thuringia Bulls zählen auf der Position zwei und drei zu den besten Rollstuhlbasketballern in Europa. Sie treffen mit ihren Teams heute um 20 Uhr in Hamburg in der EdelOptics-Arena in der Champions-League-Vorschlussrunde des Final Four aufeinander – in dieser Saison bereits zum fünften Mal. Die Bulls schnappten sich kürzlich den DM-Titel, der RSV den Pokal. Die Vorgeschichte zwischen den beiden rivalisierenden Clubs – und das Duell Böhme gegen Bienek – sorgen für Brisanz im rein deutschen Duell.

Am Samstag kommt es im Champions-League-Halbfinale erneut zum Aufeinandertreffen Ihrer beiden Teams. Wer hat diesmal die Nase vorn – und warum?

Thomas Böhme: In den letzten beiden Spielen waren die Bulls die bessere Mannschaft, aber wir haben in dieser Saison auch zweimal gegen sie gewonnen. Deswegen hoffe ich, dass wir an die Leistungen vom Pokalfinale wieder anknüpfen – und dann sehen wir, was am Ende dabei herauskommt.

Andre Bienek: Ich setze auf unsere Mannschaft. Aber ich erwarte nicht, dass es so deutlich wird. Ich denke, Lahn-Dill wird sich besser auf uns einstellen und das Spiel ausgeglichen gestalten.

Was ist das Besondere an Ihrer Mannschaft?

Böhme: Wir haben dieses Jahr eine unglaublich gute Stimmung in der Mannschaft. Selbst nach den zwei Niederlagen hat niemand dem anderen einen Vorwurf gemacht.

Bienek: Nach einer harten Saison sind wir sehr gut zusammengewachsen und agieren immer besser zusammen. Wir spielen extrem schnell. Im Angriff sowie in der Verteidigung versuchen wir, mit mehr Energie und Geschwindigkeit als unsere Gegner zu spielen.

Was zeichnet Sie im Spiel aus?

Böhme: Gute Frage. Normalerweise müsste das der Coach beantworten. Aber ich denke, meine Athletik und dass ich ein guter Verteidiger bin.

Bienek: Ich bin ein sehr emotionaler Spieler. Ich versuche, meine Mitspieler zu motivieren und anzutreiben. Auf meine Defense lege ich viel Wert, und in der Offense bin ich ein guter Schütze.

Was lief bei Ihnen gut in der Saison, was schlecht?

Böhme: Gut lief, dass ich mich in Spielen, in denen es nicht gut lief, nicht viel mit den schlechten Aktionen beschäftigt habe, wie es früher oft der Fall war. Nicht so gut lief, dass ich zu wenig Konstanz in meinem Wurf hatte.

Bienek: In der ersten Hälfte der Saison musste ich mich erst an meine neue Rolle in der Mannschaft gewöhnen. Ab Januar hab ich immer besser zu meinem Spiel gefunden und konnte meinem Team mehr helfen.

Was schätzen Sie an Ihrem Gegenüber?

Böhme: Andre kenne ich schon sehr lange, wir haben ein super Verhältnis, und ich schätze ihn sehr – als Mensch und auf dem Spielfeld. Er ist ein sehr guter Verteidiger und Schütze. Er kann dir schon einmal den ein oder anderen Dreier einschenken. Was ihn aber gerade dieses Jahr nochmal besonders auszeichnet, ist seine Teamfähigkeit: Wie er die Mannschaft von der Bank aus pusht und wenn er eingewechselt wird, bringt er nochmal viel Energie aufs Spielfeld. So etwas kann jedes Team gebrauchen.

Bienek: Tommy ist einer der besten Spieler Europas. Er ist unglaublich schnell und kann aus allen Lagen scoren. Das beindruckt mich immer wieder.

Wie bekommen Sie ihn am besten in den Griff?

Böhme: Man darf ihn nicht frei zum Wurf kommen lassen und muss ihn immer im Auge haben, egal, wo er auf dem Feld ist.

Bienek: Wir dürfen ihn nicht ins Spiel kommen lassen. Wenn er erstmal Körbe gemacht hat, ist er schwer zu stoppen.

Wie haben Sie sich auf die Endrunde in der Königsklasse vorbereitet?

Böhme: Unseren Halbfinalgegner kennen wir sehr gut. Wir wissen, was in den letzten beiden Spielen falsch lief und woran wir arbeiten müssen.

Bienek: Es ist schwer, sich auf die Endrunde vorzubereiten. Wir haben einen Gameplan für Lahn-Dill. Aber gleichzeitig müssen wir auf die beiden anderen Teams vorbereitet sein, gegen die wir am Samstag spielen.

Wer ist für Sie der Favorit?

Böhme: Madrid als Titelverteidiger gehört definitiv zu den Favoriten, und die Thuringia Bulls spielen eine starke Saison. Aber alle vier Mannschaften stehen nicht umsonst im Final Four, da ist es sehr schwer, einen Topfavoriten auszumachen.

Bienek: Es kommt auf die Tagesform an.

Haben Sie vor dem Spiel Rituale?

Böhme: Vor dem Spiel habe ich eigentlich keine wirklichen Rituale. Aber bei den Mannschaftsbesprechungen muss ich immer an einem bestimmten Platz sitzen.

Bienek: Ich höre gerne vor einem Spiel immer die gleiche Musik, die mich motiviert.

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