30. Mai 2018, 07:00 Uhr

Fußball

Die Mischung macht’s

Der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg schaffte es nicht – den Aufstieg von der Fußball-Hessenliga in die Regionalliga Südwest. Besser machte es die »Zweite«, die künftig in der Verbandsliga spielt.
30. Mai 2018, 07:00 Uhr
SC Teutonia Watzenborn-Steinberg II – Aufsteiger in die Verbandsliga Mitte. Am Erfolg beteiligt waren (hintere Reihe, v. l.): Spielertrainer Gino Parson, Christian Hehn, Ugur Aslan, Mark Daniel Fabel, Serkan Pancar, Taner Keles, Kian Feriduni, Patrick Neubert, Co-Trainer Stefan Gros, Aziz Toprak, Daniel Nigbur, Tom Sinkel, Sportlicher Leiter Andreas Heller, Yavuz Güngör (vorn, v. l.) Michael Bathomene, Andreas Wiertelorz, Florian Pinkl, Kadri Taskin, Moritz Schmandt, Marauge Turgay, Shamil Mazitov, Raul Guzu, Ali Korkmaz, Ben Parson, Lisanne Schmidt, Kilian Parson, Albin Dzemaili. (Foto: fro)

P raktisch in allerletzter Minute fing die Elf um Spielertrainer Gino Parson in der Gruppenliga den Tabellenzweiten VfB Wetter ab. Im letzten Saisonspiel am vergangenen Sonntag schlugen die Pohlheimer im »Endspiel« den VfB mit 1:0 und verdrängten diesen damit von Rang zwei – verbunden mit dem zweiten direkten Aufstiegsticket für die Verbandsliga Mitte.

Die Aufstiegsfeierlichkeiten beim SC Teutonia Watzenborn-Steinberg II am vergangenen Sonntag waren lang und feucht. »Der harte Kern war bis 2.30 Uhr im Sportheim, ehe die letzten drei noch in Gießen um die Häuser gezogen sind«, berichtet Gino Parson. Der SC-Spielertrainer hatte kurz nach dem Abpfiff der Partie gegen den VfB Wetter die obligatorische Bierdusche über sich ergehen lassen müssen. Diese Partie war der krönende Abschluss einer Saison, die zunächst zäh begann, dann aber unglaublich an Fahrt aufnahm. Zwar zählte man unter dem sich im Dezember beruflich nach Berlin verändernden Sebastian Bruns mit 33 Zählern aus 20 Spielen bereits zum erweiterten Kreis der Aufstiegsanwärter, doch erst unter der Leitung von Spielertrainer Gino Parson nahm der Teutonia-Express richtig Fahrt auf. In den verbleibenden 13 Partien landeten Moritz Schmandt und Co. elf Siege und mussten sich lediglich noch einmal beim 1:2 in Biedenkopf geschlagen geben.

»Wir hatten nach der Winterpause einen riesigen Lauf. Dies ist nur möglich, wenn du ein intaktes Team hast. Den Aufstieg haben wir über den Teamspirit errungen. Einzelne Spieler hervorzuheben, fällt mir schwer«, sagt Parson, der aber dann doch einen Einblick in die Teamstruktur gab. So bildeten Patrick Neubert und Raul Guzu in den wichtigen Spielen als Innenverteidigung ein routiniertes Duo, hatte Torwart Daniel Nigbur seine Elf mit guten Leistungen auch in brenzligen Situationen im Spiel gehalten, konnte Winterneuzugang Michael Bathomene der Elf neue Impulse geben und war Andreas Wiertelorz aufgeblüht und hatte Verantwortung übernommen. Der Spielführer war mit 14 Saisontreffern der beste »Knipser« einer Elf, in der sich nicht weniger als 27 verschiedene Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Mit Shamil Mazitov, der aus der B-Liga gekommen war und über sich hinausgewachsen ist, sowie Taner Keles, der die Elf zu einem Frühstück in sein Restaurant eingeladen hat, hatte Parson zwei weitere Spieler auf dem Schirm, die zum Erfolg beigetragen haben. »Jeder einzelne Spieler unseres Kaders hat Qualität – und wir schätzen uns alle gegenseitig«, sagt Parson. Nicht vergessen bleiben darf, dass der SC-Spielertrainer mit seiner Spielintelligenz und seinen Toren ebenfalls ein nicht unerheblicher Mosaikstein im Erfolgsteam der Grün-Weißen war. »Wir haben den Aufstieg nach der Winterpause ohne größere Unterstützung aus dem Hessenliga-Kader und am Ende aus eigener Kraft geschafft und alle Spitzenspiele für uns entschieden«, sagt Parson mit Stolz.

Die ersten Weichen für die kommende Saison, in der man dann unter dem neuen Verein FC Gießen II an den Start geht, sind gestellt. Heinz Stehle wird Parson als Co-Trainer zur Seite stehen. Mit Timo Schmidt, Hakki Celik (beide TSG Wieseck), Eduardo Dursun (SG Waldsolms), Markus Dursun und Semih Kahveci (beide VfB 1900 Gießen) stehen die ersten Neuzugänge fest. Hinzu stoßen eine Reihe von A-Junioren-Spieler des VfB 1900 Gießen. »Wir wollen um einen erfahrenen Stamm herum eine junge Elf aufbauen und diesen Spielern eine Plattform bieten, sich über gute Leistungen in der Verbandsliga für das Hessenliga-Team zu präsentieren«, gibt Parson einen Ausblick auf die Zukunft.

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