06. April 2018, 07:00 Uhr

Gießen 46ers

Die Bayern zur rechten Zeit für die Gießen 46ers?

Das wär’s! Underdog Gießen 46ers fährt nach München und kehrt von den großen Bayern mit einem Sieg zurück. Ein bisschen Hoffnung darauf besteht, aber eigentlich ist der FCB viel zu stark. Dennoch befindet sich der BBL-Ligakrösus in unruhigen Zeiten.
06. April 2018, 07:00 Uhr
Mit allem, was man hat, dagegenhalten. Das gibt 46ers-Trainer Ingo Freyer seinem ihm gegenüberstehenden Kapitän John Bryant und seiner Basketball-Bundesliga-Mannschaft für das Auswärtsspiel am Samstag beim Ligakrösus FC Bayern München mit auf den Weg. (Foto: Vogel)

Gießen 46ers


Völlig überraschender Trainerwechsel, trotz Platz eins in der Basketball-Bundesliga, trotz des Pokalgewinns und trotz des Erreichens des EuroCup-Halbfinales. Beim FC Bayern München brodelt es zurzeit gewaltig. Erfolgstrainer Sasa Djordjevic musste gehen, Dejan Radonjic kam. Noch Tage nach dem Rauswurf senden sich die beteiligten Protagonisten - Geschäftsführer Marko Pesic und Ex-Coach Djordjevic – verbale Giftpfeile zu. Vieles bleibt diffus.

Und ausgerechnet in den turbulenten Tagen des bayerischen Tabellenführers gastieren die weiterhin hartnäckig um den Playoff-Einzug kämpfenden Gießen 46ers am Samstag an der Isar (18 Uhr, live auf Telekombasketball.de). Vielleicht zur rechten Zeit, um einen ganz großen Sieg zu landen?

Status Quo: Nach drei Siegen in Folge befinden sich die Gießen 46ers weiterhin im Rennen um die Playoffs – so ein bisschen in Lauerstellung. Zwei Punkte Rückstand zum Rangachten und schwächelnden Meister Bamberg, der aber ein Spiel weniger aufweist, und vier auf Bayreuth und Frankfurt, wobei der direkte Vergleich mit den Skyliners deutlich an die Lahnstädter geht. Ein nicht eingeplanter Erfolg in München wäre natürlich im engen Kampf um die begehrten Playoff-Plätze ein Big Point für die Gießen 46ers.

Der Gegner: Bis vor kurzem eilte der FC Bayern München im ICE-Tempo von Sieg zu Sieg – in allen drei Wettbewerben. Das ist auch der Anspruch des gesamten Clubs, der von Präsident Uli Hoeneß an alle Angestellten so auch weitergegeben wird. Halt das Mia san mia. Der Knackpunkt war wohl das Hinspiel der Bayern im EuroCup am Bosporus gegen Darussafaka Istanbul. Zur Pause führten sie noch mit 17 Punkten Vorsprung, am Ende verloren sie nach einem Ballverlust von Reggie Redding und einem Dreier des Gegners 0,7 Sekunden vor Schluss mit 74:76. Das Rückspiel ging ebenfalls verloren (83:87) – und plötzlich war die Leichtigkeit der zuvor so selbstbewusst auftretenden Bayern weg. Am Mittwoch haben sie aber wieder einen Sieg nach vier Niederlagen landen können. In der BBL feierte Neu-Trainer Radonjic mit dem mühsamen 100:95 gegen Ulm einen gelungenen Einstand.

Schlüsselspieler: Davon gibt es viele. Der Kader hat eine Menge an Qualität – und jeder einzelne Spieler davon ebenfalls. Dennoch hat sich die Rotation unter Radonjic verändert. Der in Gießen bekannte Spielmacher Braydon Hobbs zum Beispiel hat gegen Ulm nicht so viele Einsatzminuten wie vorher erhalten. Auffällig zudem, dass der Coach in der Crunch-Time auf seine ehemaligen Akteure aus Zeiten von Roter Stern Belgrad setzte: Center Maik Zirbes und Spielmacher Stefan Jovic. Die längste Zeit agierte aber Danilo Barthel auf dem Feld. Der deutsche Nationalcenter, der nach seinem Nasenbeinbruch weiterhin eine Maske trug, war mit über 28 Minuten der Dauerbrenner. Als bester Werfer und unangenehmer Gegenspieler kristallisierte sich Nenad Dedovic heraus, der mit 20 Punkten und seiner Vielfältigkeit aufwartete. Hinter den Erwartungen zurück blieb indes der Amerikaner Jared Cunningham, der nur auf magere neun Zähler kam. Fehlen wird den Bayern weiterhin Redding, der noch seine Spielsperre vom Faustschlag an Joshiko Saibou absitzen muss.

Das Lazarett: Mauricio Marin hat seinen grippalen Infekt überstanden, dafür hat es 46ers-Flügelspieler Jamar Abrams erwischt, der zuletzt stark aufspielte.

Das sagt Coach Ingo Freyer: Am Freitag fahren wir um 10 Uhr nach München, haben dann noch ein Training am Abend und eines am Samstagmorgen. Die gesamte Bayern-Mannschaft hat eine unheimliche individuelle Qualität. Im Setplay sind sie nur schwer zu stoppen, spielen sehr diszipliniert und forcieren die Anspiele unter den Korb.

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