31. Juli 2018, 23:32 Uhr

Handball

Derby-Fieber bei der Hitzeschlacht

Am zweiten Tag des Linden-Cups kommen die Handball-Fans voll auf ihre Kosten. Bundesligist HSG Wetzlar gewinnt in der Lindener »Stadt-Sauna« 26:20 gegen den TV 05/07 Hüttenberg.
31. Juli 2018, 23:32 Uhr
Volles Haus in der Lindener Stadthalle beim Linden-Cup: Der Hüttenberger Daniel Wernig (9) trifft hier per Tempogegenstoß, links kommt Alexander Hermann von der HSG Wetzlar zu spät, allerdings setzt sich der Bundesligist mit 26:20 durch. (Foto: ras)

HSG Wetzlar


Vor vollbesetzten Rängen kamen nicht nur die Spieler, sondern auch die Zuschauer gewaltig ins Schwitzen. Immer wieder musste unterbrochen werden, um das Parkett zu wischen. Das erste Spiel des Abends bestritten die A-Jugend-Bundesligamannschaften der HSG Wetzlar und des TV 05/07 Hüttenberg. Hier setzte sich der Nachwuchs des TVH mit 20:19 (12:9) durch. Im Anschluss trafen die Profis aufeinander. In diesem prestigeträchtigen Duell hatte der Erstligist die Nase mit 26:20 (11:8) vorn. Bereits während der ersten Partie verkündete der Veranstalter ein ausverkauftes Haus. Heute spielen: HSG Pohlheim - MSG Linden (18.30 Uhr) und TV 05/07 Hüttenberg - HSC Coburg (20.15 Uhr).

HSG Wetzlar U19 – TV 05/07 Hüttenberg U19 19:20 (9:12): Wetzlar erlaubte sich über die gesamte Spielzeit zu viele technische Fehler, um nach der zwischenzeitlichen Führung das Ruder herumzureißen. Der TVH arbeitete vor allem zu Beginn sehr konzentriert und lag nach einer Viertelstunde bereits mit 7:1 in Führung. Wetzlars Coach Thomas Weber wechselte munter durch und brachte so deutlich mehr Bewegung ins Spiel seiner Jungs. Schnell rückte die HSG auf 5:7 heran, doch Hüttenberg ließ sich kaum aus der Ruhe bringen – 12:9 zur Halbzeit. Wetzlar wirkte weniger eingespielt und scheiterte einige Male an TVH-Keeper Simon Böhne. In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Wetzlar beim 12:12 in der 39. Minute erstmals der Ausgleich gelang. Die Partie blieb bis zum Ende spannend und fand mit Hüttenberg einen verdienten Sieger.

Wetzlar: Weizäcker, Fischer; Klotz, Patt (2), Kleemann, Klimpke (4), Weber (3), Großkopf, Kunzendorf (2), Becker, Hadzic (1), Waldgenbach, Maluka (2), Scheibel (3), Wagenbach (2). - Hüttenberg: Böhne, Naß; Uth (1), Knorz (3), Rüdesheim (2), Bährens (2), Lins (1), Piesch, Krauhausen, Fuß (2), Roth, Nandzik, Kiethe (3), Seibert, Werth (5/2), Rüpprich (1). - SR: Bley/Bulat (Großen-Linden/Kastel). – Zeitstrafen: 6:4 Min. – Siebenm.: 0/0:4/2.

HSG Wetzlar – TV 05/07 Hüttenberg 26:20 (11:8): Im Topduell erwischte die HSG den besseren Start. Beide Abwehrreihen bestimmten überwiegend das Bild, sodass Anton Lindskog erst in der 13. Minute die 4:1-Führung gelang. Daniel Wernig hatte aufseiten der Hüttenberger hier bereits den ersten Siebenmeter verworfen und Tomas Sklenak den 1:2-Anschluss erzielt. Vor allem Till Klimpke im Tor der Wetzlarer bereitete dem TVH Probleme, hatte nach 15 Minuten sechs Paraden auf seinem Konto und in der ersten Hälfte achtmal den Spielverderber für den TVH gegeben. So sah sich Hüttenbergs Coach Emir Kurtagic nach 18 Minuten (1:6) gezwungen, seine Mannschaft an der Seitenlinie in die Spur zu bringen. Seine Ansprache zeigte Wirkung, so war Hüttenberg nach den Gegenstößen von Christian Rompf und Wernig auf 6:8 (26.) herangerückt. Eine Zeitstrafe gegen Wetzlars Neuzugang Nils Torbrügge konnte der Zweitligist jedoch nicht nutzen und so ging es mit der 11:8-Führung der HSG in die Pause.

Maximilian Holst (22) von der HSG Wetzlar (dahinter Lenny Rubin) nimmt Maß beim Tempogegenstoß. Dem Hüttenberger Daniel Wernig (r.) bleibt nur die Zuschauerrolle – am Ende siegt der Bundesligist mit 26:20.	(Foto: ras)
Maximilian Holst (22) von der HSG Wetzlar (dahinter Lenny Rubin) nimmt Maß beim Tempogegen...

Bei Wiederanpfiff standen auf Wetzlarer Seite nun Emil Frend Öfors und Lars Weissgerber auf der Platte, und auch Torben Waldgenbach bekam seine Einsatzzeiten. Und obwohl HSG-Trainer Kai Wandschneider mit den Youngsters spielte, ließ seine Mannschaft nie einen Zweifel darüber aufkommen, dass dieses Derby in grün-weißer Hand blieb. Nach dem 16:11 von Stefan Cavor nahm Kurtagic eine Auszeit, doch dem TVH fehlte in der zweiten Hälfte im Angriff die Durchschlagskraft. Beim TVH wusste besonders Neuzugang Björn Zintel zu gefallen.

Wetzlar: Klimpke, Ivanisevic; Hermann (3), Kneer (1), Björnsen (1), Mirkulovski (1), Torbrügge (1), Weissgerber (3), Frend Öfors (2), Holst (2/1), Waldgenbach (2), Rubin (3), Lindskog (3), Cavor (4). - Hüttenberg: Schomburg, Weber; Sklenak (2), Lambrecht, Wernig (2), Lauer (1), Rompf (3), Zörb (1), Fernandes (1), Johannsson (1), Stegefeit, Mubenzem (2), Hahn, Zintel (6/1), Klein (1). - SR: Cesnik/Konrad. – Zeitstrafen: 12:4 Minuten. – Siebenmeter: 1/1:2/1.

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