05. August 2018, 21:46 Uhr

Der perfekte Start

Mit Tempo, Spielwitz und attraktivem Offensivfußball überzeugt der FC Gießen in seinem zweiten Hessenliga-Spiel. Gegen Viktoria Griesheim stimmen die Leistung, die Kulisse im Waldstadion – und das Ergebnis. 6:0 (3:0) gewinnt der FC, sodass Trainer Daniyel Cimen fast keine Kritikpunkte findet.
05. August 2018, 21:46 Uhr
Starker Auftritt: Dreifachtorschütze Damjan Marceta (M.) lässt beim 6:0-Sieg seines FC Gießen vor 1027 Zuschauern im Waldstadion den Griesheimer Mirko Dimter aussteigen. (Foto: Friedrich)

So hatten sie sich beim FC Gießen den Start in die Saison vorgestellt. Zwei Spiele – sechs Punkte, 7:0 Tore. Hatte der FC in der Vorwoche beim 1:0-Derbyerfolg über den SC Waldgirmes nur wenig spielerischen Glanz versprüht, so war am Samstagnachmittag bei tropischen Temperaturen gegen Viktoria Griesheim vieles deutlich besser. Die Gießener zeigten vor 1027 Zuschauern – unter ihnen Ministerpräsident Volker Bouffier – tollen Offensivfußball und hatten die Partie über 80 Minuten unter Kontrolle. Mit dem 6:0 (3:0)-Sieg hat der FC ein dickes Ausrufezeichen gesetzt – zumal er noch hätte deutlich höher gewinnen können.

Ich bin über weite Strecken sehr zufrieden

FC-Trainer Daniyel Cimen

»Wir waren mit zunehmender Zeit nur noch ein Sparringspartner«, sagte Griesheims Trainer Richard Hasa und zuckte die Schultern. Das kann man so sagen. Die Gießener drückten von Beginn an aufs Tempo, forcierten das Flügelspiel und sorgten mit ihren Positionswechseln und Seitenverlagerungen für mächtig Trubel in der Fünferkette der Griesheimer. So kam es nahezu im Zwei-Minuten-Takt zu guten Chancen für den FC – das 1:0 war nur eine Frage der Zeit und fiel nach 14 Minuten: Eine gefühlvolle Flanke des in die Mannschaft gerückten Mirkan Kara drückte Dreifachtorschütze Damjan Marceta artistisch über die Linie.

 
Fotostrecke: Zweiter Heimsieg des FC Gießen

Gegen Cem Karas 17-Meter-Schuss in den Winkel zum 2:0 (19.) war Griesheims 18-jähriger Torhüter Felix Koob ebenfalls machtlos. Und als Marceta nach Foul an Cem Kara den fälligen Foulelfmeter zum 3:0 eiskalt verwandelte, war die Begegnung nach 32 Minuten praktisch entschieden. »Griesheim stand vor allem in der ersten Halbzeit mit der Fünferkette viel zu hoch. Dadurch gab es hinter der Kette Räume für uns, die es gegen Waldgirmes nicht gab.

Zum anderen haben wir im Offensivspiel mehr Laufbereitschaft gehabt und haben auch die tiefen Läufe gemacht«, analysierte FC-Routinier Michael Fink, der ein starkes Spiel zeigte. »Das einzige Manko ist, dass wir nicht noch mehr Tore erzielt haben«, meinte der 36-Jährige, der selbst einige gute Möglichkeiten besessen und bei einem Pfostenschuss Pech hatte.

Johannes Hofmann bereitet das 5:0 vor und erzielt das 6:0 selbst

»Ich bin über weite Strecken sehr zufrieden. Gegen einen gut organisierten Gegner haben wir sehr, sehr viel Tempo reinbekommen. Vor allem im letzten Drittel, was im ersten Spiel nicht so geklappt hat«, lobte FC-Trainer Daniyel Cimen, der dennoch einen Kritikpunkt fand: »Was mir nicht so gefallen hat, war die Phase nach dem 4:0. Da waren wir ein bisschen unkonzentriert und nachlässig.« Aber lächelnd ergänzte der Coach: »Das ist Meckern auf hohem Niveau.«

Am Freitag nun zu Gast in Hadamar

Das Tor zum 4:0 hatte erneut Marceta Sekunden nach Wiederanpfiff nach einem groben Abwehrschnitzer der Griesheimer erzielt, die in den zehn Minuten danach immerhin zwei-, dreimal gefährlich vor dem Kasten von FC-Keeper Tolga Sahin auftauchten. Dann aber bekamen die Gießener die Begegnung wieder vollends unter Kontrolle und drängten bis zum Schluss auf weitere Treffer. Der eingewechselte Markus Müller (74.) erzielte nach feiner Vorarbeit von Johannes Hofmann das 5:0, und Hofmann selbst (85.) krönte seine gute Vorstellung mit dem 6:0-Endstand.

Was dieser Kantersieg gegen einen deutlich unterlegenen Kontrahenten wirklich wert ist, werden die kommenden Begegnungen zeigen. Am Freitagabend (19.30 Uhr) ist der FC in Hadamar zu Gast, am 14. August in Bad Vilbel und am 18. August kommt in der SG Barockstadt Fulda/Lehnerz einer der Hauptkonkurrenten im Aufstiegskampf ins Gießener Waldstadion.

Gießen: Sahin; Antonaci, Nennhuber, Spang, Koutny, Fink, Hofmann, Mukasa (63. Müller), Cem Kara (70. Koyuncu), Mirkan Kara (56. Korzuschek), Marceta.

Griesheim: Koob; Dimter, Philip (46. Arslan), Muhic, Kazimi (60. Caglar), Muhl, Volk, El Fahfouhy, Paraschiv (75. Kresovic), Dörr, Stork.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Bauer (Fritzlar). – Zuschauer: 1027. – Tore: 1:0 (14.) Marceta, 2:0 (19.) Cem Cara, 3:0 (32.) Marceta (Foulelfmeter), 4:0 (46.) Marceta, 5:0 (74.) Müller, 6:0 (85.) Hofmann. – Gelbe Karten: Stork, Caglar (beide Griesheim).

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