18. März 2018, 17:36 Uhr

Serie ausgebaut

Der nächste Punkt für den TV 05/07 Hüttenberg

Der TV 05/07 Hüttenberg ist in der Handball-Bundesliga seit drei Spielen ungeschlagen: Am Sonntag holten die Mittelhessen ein 30:30 in Stuttgart. Und verpassten den möglichen Sieg nur knapp.
18. März 2018, 17:36 Uhr
Ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt: Die Hüttenberger Spieler feiern mit ihren Fans das 30:30 in Stuttgart. (Foto: Eibner)

TV 05/07 Hüttenberg


Der TV 05/07 Hüttenberg sammelt fleißig wie die Eichhörnchen weiter Punkte. Mit einem 30:30 (13:14) bei den nur vier Punkte besser platzierten TVB Stuttgart gelang der Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic am Sonntag das dritte Unentschieden nacheinander, mit dem man sich nun bis auf einen Punkt an Tabellenvordermann TuS N-Lübbecke auf dem ersten Nichtabstiegsplatz der Handball-Bundesliga herangearbeitet hat. »Wir sind stabiler geworden und nun drei Spiele ungeschlagen, auch wenn es nur drei Punkte sind. Aber auch das muss man in dieser Liga erst einmal schaffen«, war der Hüttenberger Coach hinterher nicht traurig, dass es auch zu mehr hätte reichen können. Denn seine Mannschaft war in der zweiten Spielhälfte meist in Front.

 

Guter Start ins Spiel

 

Die Blau-Weiß-Roten starteten gut ins Spiel. In der sechsten Minute waren sie nach einem Tor von Rechtsaußen Daniel Wernig mit 4:2 vorne. Stuttgart bestrafte allerdings eine Unterzahl der Gäste sowie zwei technische Fehler und drehte das Spiel zum 7:5 (17.). Kurtagic hatte erneut früh U23-Spieler Johannes Klein in die Deckung beordert, der seine Sache erneut gut machte und zudem den in der Offensive dauerhaft geforderten Dominik Mappes und Tomáš Sklenák Verschnaufspausen verschaffte. Sklenák war es auch, der mit seinem Wackler beim 9:9 (21.) wieder egalisierte. Doch die Gastgeber nutzten die bereits zweite Zeitstrafe gegen Moritz Lambrecht, um auf 12:9 davonzuziehen. Der TVH blieb aber dran: Nach einem Doppelschlag des bärenstarken und zehnmal erfolgreichen Ragnar Jóhannsson hieß es zur Pause 13:14 aus Gästesicht.

 

Jóhannsson nicht zu bremsen

 

Der gerade in die isländische Nationalmannschaft berufene Linkshänder legte direkt nach dem Wechsel nach, und Christian Rompf holte die Führung zum TVH zurück. Hüttenberg blieb vorn (18:16, 39.). Da aber Sklenák ein Fehlpass unterlief und Lambrecht nach der dritten Zeitstrafe vorzeitig zum Duschen musste, waren die Stuttgarter beim 19:18 durch Michael Schweikardt wieder in Front. Doch Hüttenberg ließ sich nicht beirren. Erneut der nicht zu bremsende Jóhannsson markierte eine Viertelstunde vor Schluss mit einer starken Eins-gegen-Eins-Aktion die 22:21-Führung des TVH. Und beim 24:22 von Mappes waren die Gäste wieder mit zwei Toren in Front. »In der zweiten Halbzeit hatten wir mehrfach die Gelegenheit, die Führung auszubauen. Da machen wir zwei, drei Fehler im Rückzug, was vielleicht den Sieg gekostet hat«, sagte Kurtagic. Zudem agierte Stuttgart nun in der Deckung offensiver, um den Spielfluss des Hüttenberger Rückraums zu unterbrechen.

 

Stuttgarts Weiß läuft heiß

 

Die Schlussphase wurde wieder zum Krimi. Der TVH konnte immer wieder vorlegen, doch bei Stuttgart lief der Halblinke Dominik Weiß heiß, der auch zum 29:29 (56.) ausglich. Doch die Führung gelang den Hausherren nicht, da Michael Kraus mit einem Strafwurf an Fabian Schomburg scheiterte, sodass abermals Mappes zum 30:29 vorlegte. Doch Schweikardt rettete Stuttgart mit einem weiteren Treffer vom Punkt einen Zähler. »Das war wieder eine sehr starke Mannschaftsleistung von uns. Wir haben stark verteidigt, aber am Ende waren es Kleinigkeiten, auch von mir«, sprach Daniel Wernig die Schlussphase an, in der Stuttgart die körperliche Überlegenheit von Weiß gezielt gegen ihn eingesetzt hatte. »Wir sind zu 100 Prozent da. Wir haben 30 Tore geworfen. Damit holt man auswärts einen Punkt. Und wir werden weiter punkten«, konnte man bei Wernig das gewachsene Selbstvertrauen erkennen.

 

Im Stenogramm

 

Stuttgart: Bitter, Maier; Lobedank, Salger (3), Weiß (6), Schagen (3), Schweikardt (4/1), Späth (4), Kraus (7/1), Baumgarten, Röthlisberger (2), Kienzle, Burmeister, Kretschmer, Orlowski, Pfattheicher (1).

Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Sklenák (2), Wörner, Lambrecht, Wernig (5/2), Rompf (1), Zörb (2), Fernandes (5), Jóhannsson (10), Klein, Sicko, Roth, Mappes (5), Hofmann, Hahn.

Im Stenogramm: SR: Grobe/Kinzel (Zweidorf/Bortfeld) – Zu.: 2151 – Zeitstrafen: 4:12 Min. – Disqualifikation: Lambrecht (3x2 Min.) – Siebenmeter: 3/2:2/2.

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