24. August 2018, 21:31 Uhr

Den Lohn einfahren Termine

Unzählige Jahre hat die Bundesliga-Reserve den Aufstieg in die Drittklassigkeit angestrebt, aber nie ereicht. 2018/19 gehört die HSG Wetzlar U 23 erstmals der 3. Handball-Liga an und möchte mit dem Klassenerhalt den Lohn ihrer jahrelangen Bemühungen einfahren.
24. August 2018, 21:31 Uhr
JSA
Die Mannschaft der HSG Wetzlar U 23 vor der Saison 2018/2019 in der 3. Handball-Bundesliga (hintere Reihe, v.l .): Nedim Madzic, Torben Waldgenbach, Madu Okpara, Torben Weinandt, Marvin Lindenstruth, Tim Weber; mittlere Reihe (v. l.): Co-Trainer Kai Nober, Fabian Kraft, Trainer Thomas Weber, Torwarttrainer Waldemar Strzelec, Matthias Schwalbe, Athletiktrainer Jonas Rath; vorn (v. l.): Tim Rüdiger, Julian Wallwaey, Nils Kaiser, Florian Gümbel, Timo Ludwig. Es fehlen Ian Weber und Hendrik Schreiber. (Foto: Vogler)

HSG Wetzlar


Am Wochenende beginnt mit dem Auswärtsspiel beim hessischen Konkurrenten HSG Rodgau/Nieder-Roden (Samstag, 19.30 Uhr) das Abenteuer 3. Liga für die U 23 der HSG Wetzlar. Die Vorbereitungen und Planungen sind abgeschlossen – nun kann es dann endlich losgehen.

Vergangene Woche schlossen die Verantwortlichen die noch vakante Stelle auf der Torhüterposition mit der Verpflichtung des 30-jährigen Mazedoniers Jane Cvetkovski, der zuletzt vereinslos war. Dabei ist Cvetkovski einer von fünf Neuzugängen. Neben ihm rücken Ian Weber (eigene Jugend), Torben Waldgenbach (Hochdorf), Nedim Hadzic (Söflingen) und Torben Weinandt (HSG Kleenheim) in den Drittligakader der Grün-Weißen auf.

Die Saisonvorbereitung gestaltete sich schwierig, da sowohl Hendrik Schreiber als auch kurze Zeit später Ian Weber mit ihren Junioren-Nationalmannschaften unterwegs waren und Trainer Thomas Weber somit nicht im Trainingsbetrieb zur Verfügung standen. Außerdem waren einzelne Spieler immer wieder in das Training der Bundesligamannschaft eingebunden, sodass hin und wieder Improvisation gefragt war.

Als Tests standen in der Vorbereitung unter anderem Spiele gegen Ligakonkurrent TV Gelnhausen auf dem Plan, mit dem Thomas Weber einigermaßen zufrieden war: »Gegen Gelnhausen hatten wir erstmals einen direkten Konkurrenten. Insgesamt bin ich mit dem Verlauf zufrieden. Vor allem hat man gesehen, dass wir uns im athletischen Bereich sehr gut weiterentwickelt haben.« In der Tat war die Athletik der Schwerpunkt der Vorbereitung, denn im Vergleich zur Oberliga kommen nun insbesondere körperlich andere Kaliber auf Gümbel & Co. zu. »Wir haben in den Testspielen sehen können, dass wir zum Ende der Spiele immer noch frisch waren, was für die Vermeidung technischer Fehler mitentscheidend ist«, so der HSG-Coach weiter.

Neben den körperlichen Komponenten kommt auf die Domstädter auch die eine oder andere Reisestrapaze zu: Zwei Teams aus Erlangen und die SG Leipzig, die zweite Mannschaft des Bundesligisten SC DHfK Leipzig, bringen es allein auf insgesamt 2000 km – eine andere Welt zur vergangenen Saison. Dagegen gibt es aber eben auch sechs hessische Vereine in der Oststaffel, wobei den Mittelhessen ihre geografisch zentrale Lage zugutekommt. Dies sieht auch Thomas Weber so: »Es ist sicher ein Glücksfall, dass so viele hessische Vereine vertreten sind. Viele der Spieler kennen die Fahrten nach Leipzig zum Beispiel ja noch aus ihrer A-Jugend-Zeit. Wie sich das dann insgesamt auswirken wird, müssen wir abwarten.«

Die Liga erwartet man in Wetzlar doch sehr ausgeglichen. Sicher ist der selbst ernannte Aufstiegsfavorit und Absteiger aus der 2. Liga, der ThSV Eisenach, klarer Anwärter auf den einzigen Aufstiegsplatz der Liga. Trainer Weber erwartet aber auch noch andere starke Teams: »Leipzig ist für seine Jugendarbeit seit Jahren ja bekannt und sicher ein starker Aufsteiger. Hanau hat sich letzte Saison gut etabliert und wird sicher auch eine Rolle im Kampf um die vorderen Plätze spielen. Nußloch erwarte ich, unabhängig von Christian Zeitz, auch im oberen Bereich. Insgesamt ist die Qualität der Liga dieses Jahr noch mal enorm gestiegen.«

Für die HSG gilt ohnehin ausschließlich der Blick auf die Konkurrenten im Abstiegskampf. In diesen werden voraussichtlich mit der SG Bruchköbel und dem TV Gelnhausen auch mindestens zwei weitere hessische Teams verwickelt sein. Die Entwicklung des HSC 2000 Coburg II bleibt sicher abzuwarten, wird aber sicher ebenfalls im Bereich der Wetzlarer sich befinden.

Herausragend bei der Wetzlarer Bundesliga-Reserve ist sicherlich die Tatsache, dass der Stamm des Teams aus der A-Jugend-Meistertruppe von 2017 gebildet wird und die Youngster aus der Region richtig heiß darauf sind, in der 3. Liga ihr Können zu beweisen und den nächsten Schritt in ihrer Laufbahn hin zu eventuell sogar höheren Aufgaben zu machen.

Die externen Neuverpflichtungen Nedim Hadzic und Jane Cvetkovski werden dem Team mit ihrer Erfahrung sicher weiterhelfen, auch Rückkehrer Torben Waldgenbach für mehr Durchschlagskraft sorgen. Fabian Kraft, Ian Weber, Hendrik Schreiber, Lukas Gümbel und Co. leben aber vor allem von iher guten Ausbildung, ihrer systemischen und individuellen Klasse, weshalb das Ziel Klassenerhalt durchaus realistisch ist.

25.08. (Sa.) Rodgau/Roden - HSG II (19.30)

31.08. (Fr.) HSG II - Eintr. Baunatal (20.00)

08.09. (Sa.) TV Gelnhausen - HSG II (19.30)

15.09. (Sa.) HSG II - SG Bruchköbel (19.30)

22.09. (Sa.) Leutershausen - HSG II (19.00)

29.09. (Sa.) Groß-Bieberau - HSG II (19.00)

06.10. (Sa.) HSG II - TV Großsachsen (19.30)

13.10. (Sa.) Erlangen-Bruck - HSG II (18.00)

20.10. (Sa.) HSG II - SG Nußloch (19.30)

27.10. (Sa.) Oftersheim - HSG II (19.30)

03.11. (Mi.) HSG II - HSC Coburg II (19.30)

18.11. (So.) SG Leipzig II - HSG II (15.00)

24.11. (Sa.) HSG II - HSG Hanau (19.30)

01.12. (Sa.) HSG II - ThSV Eisenach (19.30)

08.12. (Sa.) HC Erlangen II - HSG II (20.00)

15.12. (Sa.) HSG II - Rodgau/Roden (19.30)

22.12. (Sa.) Eintr. Baunatal - HSG II (18.00)

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