12. Mai 2018, 12:20 Uhr

HSG Wetzlar U 23

Das große Ziel erreicht

Mit dem 25:20 im Schlagerspiel der Handball-Oberliga bei der SG Kleenheim hat die HSG Wetzlar U 23 kürzlich die Meisterschaft und damit den lange ersehnten Aufstieg in die 3. Liga perfekt gemacht.
12. Mai 2018, 12:20 Uhr
Die HSG Wetzlar U 23, Meister der Handball-Oberliga Männer und Aufsteiger in die 3. Liga mit Leon Bremond auf dem Torbalken sitzend, sowie stehend von links: Till Klimpke, Rebecca Grzelachowski (Physio), Trainer Thomas Weber, Timo Ludwig (teils verdeckt), Tim Weber, Lukas Gümbel, Fabian Kraft, Co-Trainer Hendrik Schaus, Julian Wallwaey, Luca Weimer, Lennart Lauber, Maduwuike Okpara, Matthias Schwalbe, Jan Reuschling, Marvin Lindenstruth, Tim Rüdiger, Hendrik Schreiber, Lukas Wallwaey, Florian Gümbel, Dennis Agel, Florian Wassberg, Trainer und Jugendkoordinator Andreas Klimpke. (Foto: Rainer Schmidt)

HSG Wetzlar


Es war keine einfache Saison für den Bundesliga-Unterbau der HSG Wetzlar. Der Aufstieg der U 23 in die 3. Liga, gleichbedeutend mit der Oberliga-Meisterschaft, war zwar anvisiert, aber lange Zeit nicht nach außen kommuniziert worden. »Wir haben die Mannschaft so zusammengestellt, dass wir von Anfang an ein gewichtiges Wörtchen mitreden wollten«, sagt Trainer und HSG-Jugendkoordinator Andreas Klimpke.

Eineinhalb Jahrzehnte ist der Bundesliga-Unterbau regelmäßig am Vorhaben Drittliga-Aufstieg gescheitert. Dass es endlich geklappt hat, liegt vor allem daran, dass die deutschen A-Jugend-Meister Till Klimpke, Tim Rüdiger, Lukas Gümbel, Hendrik Schreiber, Maduwuike Okpara usw. auf Anhieb ihre gute Ausbildung unter Beweis gestellt haben.

Den ersten Dämpfer bekam Klimpkes Mannschaft allerdings gleich am ersten Spieltag mit der Niederlage gegen die TSG Offenbach-Bürgel verpasst. »Danach ist die Mannschaft noch enger zusammengerückt und hat gezeigt, dass sie sich von ihrem Weg nicht abbringen lassen wollte.« Mit dem Ausscheiden von Trainer Klimpke, der aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten musste, wurden die jungen Spieler mit dem Trainerwechsel Klimpke/Weber vor die nächste Herausforderung gestellt, die sie mit Bravour meisterte. »Wie die Mannschaft dann noch einmal auf diese Situation reagiert hat, war aller Ehren wert. Die jüngste Mannschaft in der Oberliga und dann sowas. Das wäre deutlich schwieriger geworden, wenn das Team nicht so intakt gewesen wäre«, lobt Klimpke. Resultat: Mit 594 Gegentoren die beste Abwehr der Liga.

Thomas Weber, Trainer der U 19, übernahm vor dem Spiel gegen den TV Kirchzell Anfang März. »Die Hälfte der Jungs kannte ich schon, von daher haben sie es mir sehr einfach gemacht, da einen relativ lockeren Einstand hinzulegen«, schmunzelte Weber. »Das ist eine sehr disziplinierte Mannschaft, da hat sich Andy eine gute Truppe gezogen, die immer ordentlich und konzentriert mitgearbeitet hat. Sie waren sehr kreativ, hatten gute Ideen und wir haben uns immer ausgetauscht. Das war auch wichtig, denn so schnell kann man sich als Trainer auch gar nicht einarbeiten.«

Wetzlar hat über Jahre Strukturen aufgebaut und an ihnen festgehalten. Mit den Jahrgängen 1997/98 kamen die fehlenden Puzzleteile dazu, um endlich das große Ziel, mit der zweiten Mannschaft in der 3. Liga zu spielen, zu erreichen. »Ich hoffe natürlich, dass das so weitergeht, das sind alles gute Charaktere«, meinte Weber, der die Mannschaft in der nächsten Saison fest übernehmen wird. Mit 46:6 Punkte ist man mit sieben Punkten Abstand vor der SG Kleenheim Meister und Aufsteiger geworden. Mit den Torhütern Till Klimpke und Florian Gümbel sowie Lennart Lauber stehen in der 3. Liga drei Akteure nicht mehr zur Verfügung, dafür kommen Nils Kaiser (TW) von der MSG Linden sowie Torben Weinandt von der SG Kleenheim sowie Rückkehrer Torben Waldgenbach von der TG Hochdorf.

Kurzporträt

Tim Weber (RR): Als Kapitän Bindeglied vom Trainerteam zur Mannschaft.

Marvin Lindenstruth (Kreis): Der Co-Kapitän fiel leider durch eine schwere Verletzung in der Rückrunde aus.

Leon Bremond (LA): Hat sich nach seiner Rückkehr nahtlos wieder eingefügt.

Maduwuike Okpara (Kreis): Kam aus der A-Jugend und musste nach der Verletzung von Lindenstruth gleich mehr Verantwortung übernehmen.

Fabian Kraft (RM): 100 Prozent zuverlässig, hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt.

Matthias Schwalbe (RR): Einziger Linkshänder im Rückraum, hat in der Abwehr immer seinen Mann gestanden. Eher der spielende Rückraumspieler.

Julian Wallwaey (LA): Eine Bank auf Linksaußen. Hatte eine überragende Quote. Führungsspieler.

Lukas Gümbel (RM): Der beste Mann der Truppe. Hat sofort Verantwortung übernommen. Schont sich weder im Training noch im Spiel. Hat sich in kürzester Zeit zum absoluten Führungsspieler entwickelt.

Tim Rüdiger (RA): Wurde durch eine schwere Verletzung zurückgeworfen. Kam erst gegen Ende der Runde zurück.

Jan Reuschling (LA): Der A-Jugendliche kam nur punktuell zum Einsatz.

Lennart Lauber (RM): Eine schwierige Runde, wenn man einen Mann wie Lukas Gümbel vor sich hat. Hat sich voll in den Dienst der Mannschaft gestellt.

Timo Ludwig (RA): Der Erfahrene. War ganz allein auf der rechten Außenbahn. Eine Bank vom Siebenmeterpunkt. Ruhig und besonnen.

Luca Weimar (Kreis): Der A-Jugendliche war zweiter Kreisläufer nach Ausfall von Lindenstruth.

Florian Wassberg (RL): Der A-Jugendliche hat punktuell ausgeholfen.

Hendrik Schreiber (RL): Leider zu oft verletzt oder krank. Wenn fit, war er in der Lage, Verantwortung zu übernehmen und das Spiel zu steuern. Kam immer besser in Tritt je länger die Runde dauerte.

Florian Gümbel (TW): Zweiter Keeper hinter Till Klimpke. Es gab keine Situation, in der er gemeckert hat oder gar unzufrieden war.

Till Klimpke (TW): Hat großen Anteil an der Meisterschaft. Ein junger Torhüter, der der Mannschaft in schwierigen Situationen mit seinen Paraden den Rücken freigehalten hat.

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