17. Mai 2018, 16:26 Uhr

Kommentar

Bryant bleibt bei 46ers: Schelbergs Meisterstück

John Bryant, Star-Center der Basketball-Bundesliga, verlängert bei den Gießen 46ers. Und das gleich für zwei Jahre. Es ist »eine Auszeichnung für den Standort Gießen«, kommentiert Wolfgang Gärtner.
17. Mai 2018, 16:26 Uhr
(Foto: Vogel)

Gießen 46ers


Heiko Schelberg hat allen ein Schnippchen geschlagen. Der gewiefte 46ers-Boss war der Konkurrenz immer einen Schritt voraus. Und die schlief nicht. Schon während der Saison klopften die Baskets aus Oldenburg an und wollten den Gießenern ihren John Bryant wegkaufen. Schelberg blieb standhaft – trotz des winkenden Geldes. Er hatte einen Plan, einen ganz großen. Und der ging auf.

Die Bindung von Superstar Bryant an die Gießen 46ers für zwei weitere Jahre ist ein Statement, nach dem die große hiesige Basketball-Familie förmlich gelechzt hat. Einen Spieler dieser Extraklasse auf längere Zeit für die Region zu begeistern, ist auch eine Auszeichnung für den Bundesliga-Standort Gießen. 

Schelberg hat mit der Weiterverpflichtung des von vielen Bundesligisten gejagten Bryant sein Meisterstück vollbracht. Er bewies überhaupt ein glückliches Händchen bei Personalentscheidungen. Wurde er vor einem Jahr von vielen belächelt, als er Denis Wucherer als Trainer ziehen ließ, zogen genau diese Leute im Laufe der Saison den Hut vor ihm, als sie sich selbst eingestehen mussten, dass Ingo Freyer mehr als ein Wucherer-Ersatz an der Seitenlinie ist. 

Auch mit dem Erwerb der Pro-B-Lizenz aus Lich und der damit einhergehenden Gründung des Farmteams Gießen 46ers Rackelos sorgte er vor dem Beginn der vergangenen Saison für Aufsehen. Als er dann noch Bryant aus der Versenkung nach Gießen lotste, nahm die Euphorie in Mittelhessen ihren Lauf. 

Schelbergs Mut und sein taktisches Vorgehen wurden belohnt. Seine Gesellschafter ziehen mit ihm an einem Strang, auch wenn das sicher nicht immer ganz einfach ist. Ihnen und den Sponsoren kann man zum Bryant-Deal nur gratulieren. In welche sportlichen Dimensionen die Gießen 46ers in Zukunft eintreten können, wird durch die nahende Einbürgerung von Bryant offensichtlich. Damit können die 46ers einen weiteren Amerikaner holen. Und das alles hatte Geschäftsführer Schelberg in seinem Kopf. 

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