26. November 2017, 21:26 Uhr

Böhme und Bell brillieren

26. November 2017, 21:26 Uhr
Brian Bell (RSV Lahn-Dill) setzt sich gegen Jim Palmer (Wiesbanden) durch. (Diekmann)

In einem Tempo geladenen und überaus sehenswerten Ligaduell behaupteten sich am Ende die Gäste aus Wetzlar mit 79:56 (18:15/30:26/58:40). Zum Topscorer der Partie avancierte Nationalspieler Thomas Böhme mit 29 Punkten.

Von Beginn an hatten die Zuschauer in der gut besuchten Sporthalle Klarenthal ihre Freude an dem schnellen und rasanten Match. Schon nach wenigen Sekunden konterten die Hausherren den Auftakt von Kapitän Michael Paye mit einem sehenswerten Dreier seines Landesmannes Tommie Lee Gray. So entwickelte sich zunächst ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, der einmal den dreizehnfachen Titelträger aus Mittelhessen wie beim 10:7 (4.) durch Annabel Breuer vorne sah, ehe die Rhinos aus Wiesbaden wie beim 21:21 (14.) durch Marina Mohnen wieder ausgleichen konnten.

Im zweiten Viertel hatten sich dann zunächst beide Defensivreihen etwas mehr in den Vordergrund gespielt und die Partie wandelte sich von einem individuell getragenen Angriffsspiel zu einer ehe taktisch geprägten Begegnung, die stets leicht den Favoriten aus Wetzlar vorne sah. Bis zur Halbzeitpause waren aufseiten der Gäste vor allem Böhme und der Japaner Hiroaki Kozai die offensiv tragenden Personen.

Nach dem Seitenwechsel musste der RSV Lahn-Dill dann zunächst einen Ansturm der Gastgeber überstehen, den Center André Hopp mit einem Dreier zum 35:33 (23.) für die Hausherren abschloss, ehe Kapitän Paye und Co. zum entscheidenden Gegenschlag ausholten. Sie hatten nun die Partie fest in der Hand.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Binnen sieben Spielminuten legte der Tabellendritte aus Wetzlar nach jeweils sechs Punkten in Serie von Brian Bell und Kozai einen 25:5-Lauf auf das Parkett, das die zahlreich angereisten Gästefans frenetisch feierten. Erfreulich aus Sicht der Lahn-Diller war dabei vor allem, dass auch durch Spielerwechsel kein Bruch in die Partie kam. Bestes Beispiel hierfür die nach einem Achsenbruch notwendige Auswechslung von Kozai, dessen Part von Nico Dreimüller und Jan Haller perfekt übernommen wurde.

Zwei weitere Dreier von Böhme zum 61:40 (31.) und 64:43 (32.) schraubten das Ergebnis bis zur 36. Spielminute letztendlich auf ein mehr als vorentscheidendes 72:47, ehe der RSV seine Zange etwas lockerte und Wiesbaden in der Schlussphase wieder etwas mehr Luft zum Atmen hatte. Als dann in den Schlussminuten auch noch der langjährige RSV-Akteur Thomas Gundert auf Seiten der Rhinos ins Spiel kam und sofort zum 56:77 (39.) verkürzte, durfte auch er sich des Applauses der RSV-Fans sicher sein.

»Ich möchte gar keinen Spieler aus dieser sehr geschlossenen Mannschaftsleistung hervorheben. Ich bin einfach froh, dass unsere Defensive immer besser greift und wir daraus das entscheidende Tempo in die Partie bringen können«, freute sich Headcoach Ralf Neumann mit seiner Assistentin Janet McLachlan. Nichts desto trotz überragte von den statistischen Werten her Böhme mit 29 Punkten und zehn Rebounds ebenso wie Bell mit einem weiteren Double-Double aus 13 Punkten und elf Rebounds. Welche Spielfreude der RSV vor allem in Durchgang zwei an den Tag legte, veranschaulichen dabei alleine 21 Assists durch das Trio Paye, Kozai und Bell.

Wiesbaden: Hopp (19/2 Dreier), Lee Gray (12/1), Amacher (10), Malsy (9), Güntner (2), Mohnen (2), Gundert (2), Brießmann, Palmer, Jung (n.e.), Spitz (n.e.).

Lahn-Dill: Böhme (29/3), Kozai (15), Bell (13), Paye (12), Dreimüller (4), Haller (4), Breuer (2), Häfeli, Huber, Köhler, Schell.

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