10. Januar 2019, 07:53 Uhr

Gießen 46ers

Bestätigt: Gießen 46ers holen Spielmacher Jared Jordan

Es ist der nächste große Name für die Gießen 46ers: Der Basketball-Bundesligist verstärkt sich mit Pointguard Jared Jordan. Das bestätigte der Verein auf Anfrage dieser Zeitung.
10. Januar 2019, 07:53 Uhr
Spielmacher Jared Jordan (Mitte, hier noch im Trikot der Tigers Tübingen) spielt ab sofort für die Gießen 46ers (links Maurice Pluskota, rechts Dwayne Evans, die in früheren Zeiten für die 46ers aufliefen). (Foto: Vogel)

Gießen 46ers


Der 34-Jährige soll das Problem im Spielaufbau bei der Mannschaft von Trainer Ingo Freyer lösen und bereits morgen beim Heimspiel gegen die BG Göttingen (20.30 Uhr) die Fäden ziehen.

 

Jared Jordan zu Gießen 46ers: Kontakt schon im Sommer

Trainer Freyer freut sich auf seinen Neuzugang, erwartet aber auch keine Wunderdinge: »Er hat schon länger nicht trainiert, aber man merkt, dass er sehr erfahren ist. Ich hoffe, dass er in den nächsten Wochen schnell in game shape kommt, sodass er uns dann auch viel geben kann. In Kontakt standen wir mit ihm auch schon im Sommer. Da war das für uns aber aus finanzieller Sicht nicht realisierbar.« Im Spielaufbau hakte es in den letzten Wochen wiederholt bei den Gießenern: Max Landis und David Bell sind eher Combo-Guards als Aufbauspieler und haben ihre Stärken nicht im Einsetzen ihrer Mitspieler. Siyani Chambers, im Sommer aus Österreich gekommen, hat es bislang nicht geschafft, konstant auf BBL-Niveau zu performen und wurde in den letzten drei Spielen von Trainer Freyer kaum noch berücksichtigt, mit dem Spiel in Jena als Tiefpunkt für den Harvard-Absolventen: Hier ließ der Coach ihn die gesamten 40 Minuten auf der Bank.

 

Jared Jordan zu Gießen 46ers: Kraushaar kann von Jordan lernen

Lichtblick auf der Eins war Eigengewächs Bjarne Kraushaar: Der 19-Jährige hat sich in den letzten Wochen in der engeren Rotation festgespielt und stand gegen Bonn sogar in der ersten Fünf, verzeichnete 4,0 Assists pro Spiel und schenkte Berlin zehn Punkte ein. Allerdings fehlt dem Youngster in manchen Situationen noch die Routine. Die Verpflichtung von Jordan dürfte ihm zum Vorteil gereichen: Der Neuzugang erlaubt es Kraushaar, mit weniger Druck zu spielen und zeitgleich von einem der besten Passer der BBL-Geschichte zu lernen.

Denn Jordan ist ein bekanntes Gesicht in Deutschland: 1.746 Assists verteilte der 1,88 Meter große US-Amerikaner im Trikot der Telekom Baskets Bonn, Brose Bamberg und zuletzt Tigers Tübingen, BBL-Rekord. Kein Spieler in den vergangenen 20 Jahren, der mehr als eine Saison in der Liga verbrachte, kommt auch nur in die Nähe seines Schnitts von 7,3 Vorlagen pro Partie.

 

Jared Jordan zu Gießen 46ers: Ein Assist-König

Zu College-Zeiten führte Jordan die gesamte NCAA in Punkto Assists an – und das sogar zwei Mal, was außer ihm nur zwei weiteren Spielern jemals gelang. Nachdem er 2007 von den Los Angeles Clippers in der zweiten Runde des NBA Drafts ausgewählt wurde, verpasste er aber den Sprung in die beste Liga der Welt. Stattdessen begann er seine Karriere an der Seite der Gießener Basketball-Legende Chuck Eidson beim litauischen Spitzenclub Lietuvos Rytas Vilnius. Nach einer Saison in der NBA D-League unterschrieb er 2009 erstmals in Bonn, wo er, unterbrochen von einem Jahr in Griechenland, insgesamt vier Jahre spielte. Eine Halbserie in Bamberg und eine Spielzeit in Spanien später kehrte er 2015 in die BBL zurück und schloss sich den Tigers Tübingen an. Seit er im vergangenen Sommer mit den Schwaben abstieg, war Jordan ohne Verein.

 

Jared Jordan zu Gießen 46ers: Fehlendes Puzzleteil

In Gießen dürfte Jordan perfekt ins System passen: Offensiv ist die größte Schwäche des Routiniers, dass er selbst eher selten punktet, stattdessen seine Mitspieler in Szene setzen will. Mit David Bell, Brandon Thomas, Larry Gordon und John Bryant, aber auch Benjamin Lischka, Max Landis oder Max Montana stehen bei den 46ers allerdings viele Spieler im Kader, deren Stärke im eigenen Abschluss liegt. Zeitgleich ist Jordan aber offensiv immerhin doch so gefährlich, dass die gegnerische Verteidigung ihn nicht völlig unbewacht lassen kann. Auch Freyer hält Jordan für das letzte Puzzleteil: »Vom Anforderungsprofil, was wir gesucht haben, passt das. Er passt lieber und bringt unsere Scorer in Szene.«

Schlagworte in diesem Artikel

  • Basketball
  • Benjamin Lischka
  • Brandon Thomas
  • David Bell
  • Deutsche Telekom AG
  • Gießen 46ers
  • John Bryant
  • Larry Gordon
  • Los Angeles Clippers
  • National Basketball Association
  • Telekom Baskets Bonn
  • Martin Vogel
  • Wolfgang Gärtner
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 10 - 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.