27. April 2018, 23:01 Uhr

Gießen 46ers

Bei den Gießen 46ers läuft nur wenig zusammen

Die Gießen 46ers waren in Jena chancenlos – das 65:86 deutlich. Die Playoffs sind nicht mehr zu erreichen. Aber Superfan Matze Rompf freut sich über viele Autogramme auf seinem T-Shirt.
27. April 2018, 23:01 Uhr
Gießens Youngster Bjarne Kraushaar (l.) unterschreibt das T-Shirt von Matthias Rompf. Der 46ers-Superfan hat seinen Junggesellenabschied in die Jenaer Sparkassen-Arena verlegt – und sieht das 65:86 der Bundesliga-Basketballer von der Lahn. (Foto: Vogel)

Gießen 46ers


Chancenlos waren die Gießen 46ers bei Science City Jena: Der Auftakt in das letzte Saisonwochenende mit drei Spielen in fünf Tagen ging am Freitag aufgrund eines schwachen Auftritts mit 65:86 deutlich verloren – und die Playoffs sind für den mittelhessischen Basketball-Bundesligisten nun auch rechnerisch nicht mehr zu erreichen. Am Sonntag um 15 Uhr gastiert Alba Berlin zum letzten Saisonheimspiel der 46ers in der Osthalle.

Magerkost beim Junggesellenabschied

Man hätte 46ers-Superfan Matze Rompf ein schöneres Ergebnis gewünscht: Seinen Junggesellenabschied hatte der Gießener in die Jenaer Sparkassen-Arena verlegt, um dort einige Getränke zu genießen und sich das Spiel der Gießen 46ers gegen Science City Jena anzusehen. Im Nachhinein wäre ein alternatives Unterhaltungsprogramm wohl schöner gewesen – die 65:86 (31:39)-Niederlage der 46ers in Thüringen war eher Magerkost.

Vor dem Spiel sorgte die Politik rund um Jena für Getöse: Nachdem die BBL einen Mindestetat von drei Millionen Euro ab der Saison 2019/2020 beschlossen hatte, verlangte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee im MDR, dass diese Entscheidung aufzuheben sei. Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter verstieg sich gar zu der Behauptung, dass der Beschluss der BBL »ostdeutsche Städte diskriminiert«. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass zwar Jena (2,5 Millionen Euro) und der Mitteldeutsche BC (2,2 Millionen Euro) derzeit noch unter diesem Etat liegen, die Rockets Erfurt derweil mit 3,5 Millionen Euro Budget in die Saison starteten, während mindestens drei Teams, die nicht aus ostdeutschen Städten kommen, derzeit ebenfalls noch keine drei Millionen Euro Etat vorweisen können. Viel Lärm um nichts also, maximal eine Idee für 46ers-Geschäftsführer Heiko Schelberg: Vielleicht sollte die hessische Landesregierung einen Fonds auflegen, der John Bryant länger an die 46ers bindet.

Zu wenig Intensität

Beide Mannschaften taten sich vor 2376 Zuschauern schwer, offensiv ins Spiel zu finden: Als Gießens Trainer Ingo Freyer nach drei Minuten die erste Auszeit nahm, stand es gerade einmal 3:6. Die aggressive Verteidigung der Gastgeber machte es den 46ers schwer, John Bryant ins Spiel zu bekommen, der ohne Punkte aus dem ersten Viertel ging. Immerhin konnten die Gießener da noch eine 16:14-Führung vorweisen. Doch das änderte sich schnell: Gießen schaffte es nicht, die Intensität der Hausherren mitzugehen, leistete sich zu viele Ballverluste und kam mit der Linie der Schiedsrichter nicht klar. Freyer probierte viel, fand aber keine Aufstellung, die ihm gefiel und die wirklich gegen die Thüringer gegenhalten konnte. Nach 16 Minuten lag Gießen 20:35 zurück, ehe Bryant seine ersten Punkte des Abends erzielen konnte: Das war noch einmal eine kleine Initialzündung, denn bis zum Ende der ersten Hälfte gelang es, den Rückstand auf acht Zähler zu verkürzen.

Rein deutsche 46ers-Fünf

Der Spirit konnte jedoch nicht in die zweite Hälfte mitgenommen werden. So war das 46:66 (29.) durch Julius Jenkins eine Vorentscheidung. Das Schlussviertel hielt dann zumindest für die Freunde des heimischen Basketballs die Freude einer rein deutschen Fünf bereit, als neben Mahir Agva und Benjamin Lischka auch die Nachwuchskräfte Bjarne Kraushaar, Alen Pjanic und Leon Okpara nochmal zum Einsatz kamen.

Trainer Freyer tat die Performance seiner Mannschaft sichtlich leid, doch seine Erklärung leuchtet ein: »Jena war uns mental einfach überlegen. Seit Monaten standen wir unter unfassbarer Anspannung, die Playoffs zu erreichen , aber nach der letzten Niederlage fiel das weg. Das ist kein Grund, so aufzutreten, aber als Sportler kennt man solche Szenarien.« Martin Vogel

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