16. Juni 2018, 16:00 Uhr

HSG Wetzlar

Aus der Tradition in die Moderne

Die HSG Wetzlar hat 20 Jahre Handball-Bundesliga erfolgreich bestanden. Wie der einstige TSV Dutenhofen zu einem etablierten Erstligisten wurde, hat viele Persönlichkeiten beeindruckt.
16. Juni 2018, 16:00 Uhr
Frank Bohmann (Foto: Imago)

HSG Wetzlar


Für HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann hat sich die HSG Wetzlar vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht stabilisieren können, Mindens Horst Bredemeier hebt bei den Grün-Weißen den erfolgreich bestandenen Weg von der Tradition zur Moderne hervor. Für Handball-Ikone Martin Schwalb hat »der Klub in den letzten Jahren vieles richtig gemacht«.

Frank Bohmann (Geschäftsführer Handball-Bundesliga): »Die Entwicklung der HSG Wetzlar in den vergangenen 20 Jahren ist eine große Erfolgsgeschichte. Diese ging einher mit dem Wandel vom Dorfverein mit sehr hoher lokaler Identifikation zu einer der großen Marken im deutschen Klubhandball, die die moderne Rittal-Arena fast jeden Spieltag bis auf den letzten Platz füllt. Hierbei wurden nicht nur deutsche Topspieler wie Wolf, Weber, Fäth oder Kohlbacher zu ihrem heutigen Topniveau hin entwickelt, auch internationale Topstars wie Ivano Balic oder José Hombrados haben mit Stolz das Trikot der Grünen getragen. In den letzten acht Jahren hat der Klub nie den Weg der wirtschaftlichen Tugend verlassen und die HSG hat sich zu einem grundsoliden und wirtschaftlich sehr zuverlässigen Unternehmen entwickelt. Eine überragende Jugendarbeit mit vielen Titeln runden das Bild des Vorzeigeklubs ab. Der Erfolg der HSG ist mit zwei Gesichtern eng verknüpft: Geschäftsführer Björn Seipp und Trainer Kai Wandschneider, die beide nicht nur ihre erstklassige Sachkenntnis, sondern auch sehr viel Herz und Engagement einbringen und hierbei oft auch über den Tellerrand hinausschauen und sich für die Entwicklung des Handballs in Deutschland stark machen. Von beiden wird Handball mit jeder Faser gelebt. Ich wünsche der HSG Wetzlar 20 weitere erstklassige Jahre.«

Holger Pfeiffer (Geschäftsführer Licher Brauerei): »Erst einmal ein Kompliment an die HSG Wetzlar, die zu einer stabilen Säule der Handball-Bundesliga geworden ist. Dass man das in einer Region mit solch beschränkten Rahmenbedingungen geschafft hat, ist eigentlich eine Sensation. Wir wissen, was es bedeutet, den Menschen der Region einen Imageträger zu geben, der ihnen sozusagen auch ein Stück Heimat vermittelt. Da sehen wir deutliche Parallelen zu uns und deshalb unterstützen wir die HSG Wetzlar auch. Wir sind schon über Jahrzehnte Partner der HSG, schon in der 2. Liga, als die Dutenhofener Sporthalle ja mitunter zur größten Kneipe Mittelhessens wurde. Die HSG Wetzlar ist zum Sympathie- und Imageträger geworden, auch weil sie jungen Spielern seit Jahren die Möglichkeit bietet, sich zu entwickeln und zu Topspielern zu werden.«

Horst Bredemeier (1. Vorsitzender GWD Minden): »Ich pflege ja bereits seit den 80er Jahren enge Beziehungen zu Rainer Dotzauer und damals noch dem TSV Dutenhofen. Seinerzeit war ich noch auf Düsseldorfer Seite und Dutenhofen hat in seiner engen Halle gespielt. Da habe ich mir immer nach den Spielen die leckeren Fette- und Wurstbrote für die Heimfahrt geholt. Im Grunde genommen hatten wir in Minden und die HSG die gleichen Voraussetzungen, was die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen betraf. Unsere Konzepte mit der gezielten Jugendarbeit und der regionalen Verbundenheit waren ähnlich – und wir beide haben es aus der Tradition in die Moderne geschafft. Die Rittal-Arena war für Wetzlar dann der große Schritt, die Halle hat die HSG in der Bundesliga etabliert. Diesen Schritt haben wir noch vor uns. In Wetzlar kennt man seine Ziele. Wird man Neunter oder Zehnter, ist man zufrieden; geht es mal etwas besser, flippt man nicht gleich aus; umgekehrt macht man sich nicht verrückt, falls es mal nur zu Platz 12 oder 13 reicht. In Wetzlar werden keine verrückten Dinge gemacht. Ich denke, dass ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg.«

Martin Schwalb (Vizepräsident HSV Hamburg): »Der Verein hat eine tolle Entwicklung durchgemacht mit der Arena, mit Björn Seipp und mit Kai Wandschneider - die HSG hat viel richtig gemacht. Ein sympathischer Klub. Die HSG Wetzlar ist ein Verein, der in der Bundesliga seinen Platz gefunden hat - und auf den ich aufgrund meiner eigenen Vergangenheit immer mal gerne schaue und über den ich mich informiere.«

Lothar Weber (Geschäftsführer TV 05/07 Hüttenberg): »Alle Achtung, was sich die HSG Wetzlar im Laufe der Jahre erarbeitet hat. Eine der Grundlagen war sicher, dass Rainer Dotzauer das damals mit der Namensumbenennung hinbekommen hat; ein anderer bedeutsamer Umstand war natürlich der Bau der Arena durch die Stadt. Das war die wirtschaftliche und damit zugleich auch sportliche Lebensversicherung. Für die Region ist das ein großer Gewinn.«

Schlagworte in diesem Artikel

  • GWD Minden
  • HSG D/M Wetzlar
  • HSG Wetzlar
  • HSV Hamburg
  • Hamburger SV
  • Handball
  • Handball-Bundesliga
  • Kai Wandschneider
  • Licher Brauerei
  • Martin Schwalb
  • Rittal-Arena Wetzlar
  • TV 05/07 Hüttenberg
  • Wolf Weber
  • Ralf Waldschmidt
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 5 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.