19. Juli 2018, 10:00 Uhr

Ollis Tagebuch

Aus dem Trainingslager der HSG Wetzlar in Kappl/Tirol: Anreise mit Stolperfallen

Tag eins des Trainingslagers des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar in Kappl in Südtirol. Unser Mitarbeiter Oliver Vogler ist vor Ort und versorgt Sie, liebe Leser, täglich mit seinen Eindrücken, Einschätzungen und Anekdoten.
19. Juli 2018, 10:00 Uhr
Kurz nach dem Abendessen fand noch die Taktik- und Videoschulung im Hotel statt. (Foto: Oliver Vogler (Sportfoto Oliver Vogler))

Kaum ist die letzte Handball-Saison Geschichte, beginnt auch schon die nächste. Und wie immer zu Beginn einer neuen Saison stehen diesmal Übungen für Athletik und Kleingruppentraining im Vordergrund des Trainingslagers, um die Grundlagen der Handballer für den Beginn der neuen Spielzeit zu erarbeiten. So auch bei den Bundesliga-Handballern der HSG Wetzlar. Wie bereits im letzten Jahr, darf ich die »Grün-Weißen« aus der Domstadt begleiten – die Kooperation zwischen der HSG Wetzlar und der Global Leica Akademie, für die ich hauptberuflich tätig bin, macht dies möglich.


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Dieses Jahr sollte die Fahrt in das Trainingslager nicht zu solch einer strapaziösen Anreise wie im vergangenen Jahr nach Porto werden, hat man sich doch das lediglich 577 Kilometer entfernte Kappl in Tirol, im schönen Paznautal in Österreich, ausgewählt – ja eigentlich…! Die Abfahrt erfolgte um 9 Uhr an der Sporthalle Dutenhofen. Wie es sich für Profisportler gehört, waren alle pünktlich, sogar der Fotograf war frühzeitig aus den Federn gekommen. Die Fahrt verlief anfangs auch ohne große Probleme, ein bisschen »Gezuckel« auf der BAB 3 Richtung Würzburg ist ja mittlerweile schon normal, sodass wir auch pünktlich unseren Stopp für die Mittagspause in einem Gasthof in der Nähe von Feuchtwangen an der Autobahn A 7 erreichten. Danach ging es gestärkt zur nächsten Etappe, doch bereits nach zwei Kilometern: Totaler Stillstand, nichts ging mehr, eine Stunde für zwei Kilometer, dann die Vollsperrung in beide Fahrtrichtungen wegen eines Lkw-Unfalls. Wir mussten runter von der Autobahn, und dann begann die eigentliche Odyssee zur nächsten Autobahnauffahrt, die ja nur neun Kilometer entfernt sein sollte. Erst einmal Richtung Dinkelsbühl, dort wieder eine Umleitung, denn alle Fahrzeuge, die schwerer als 3,5 Tonnen sind, durften diese Umfahrung natürlich nicht nutzen. Aber es gibt ja technische Hilfsmittel – nämlich Navis, doch was tun, wenn die Elektronik auf einmal nicht mehr reagiert und die Route dann auch nicht mehr findet…


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Doch auch das wurde galant gelöst, denn der Verfasser dieser Zeilen sprang ganz schnell ein, um mit Straßenkarten den Busfahrer zu lotsen, zum Glück war ich ja bei der Feuerwehr und habe das Kartenlesen noch gelernt – quasi analog – ganz »old school«. Also irgendwann war dann auch die nächste Auffahrt gefunden und es ging weiter Richtung Allgäu und Österreich, auch wenn jetzt mit drei Stunden Verspätung – so ist es leider auf den deutschen Autobahnen im Sommer, wenn Baustelle auf Baustelle folgt.


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Ankunft der Mannschaft der HSG Wetzlar im Hotel Auhof zum Trainingslager in Kappl/Tirol.
Ankunft der Mannschaft der HSG Wetzlar im Hotel Auhof zum Trainingslager in Kappl/Tirol.

Der Rest der Reise wurde ohne weitere Vorkommnisse bewältigt, die für 19 Uhr geplante Trainingseinheit musste verschoben werden, denn die Ankunft in Kappl zog sich bis 20.30 Uhr hin und um 21 Uhr wartete das Abendessen im Teamhotel »Auhof«, welches für die nächsten fünf Tage unser Quartier sein wird. Nach dem Abendessen erfolgte für die Spieler eine Taktik- und Videoschulung, denn der Rest des Tages sollte wenigstens noch für etwas nützlich sein.


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Elfeinhalb Stunden für eine Strecke, die man selbst mit einem Reisebus bequem in sieben Stunden inklusive ausgedehnten Pausen schaffen sollte, das haut selbst die stärksten Jungs der Handball-Bundesliga um, so ging es auch relativ zügig nach den gut eineinhalb Stunden Videotraining ins Bett, denn morgen stehen zwei harte Trainingseinheiten in der Halle auf dem Programm, um die notwendige Fitness und Athletik für die am 26. August startende neue Saison in der Handball-Bundesliga zu bekommen – doch dazu in der morgigen Ausgabe mehr. Euer Olli

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