30. Juli 2018, 21:11 Uhr

Auf 2000 Metern zu Silber

30. Juli 2018, 21:11 Uhr
Marc Weber steht zu seinem Gießener RC Hassia. In Polen gewinnt er Silber bei der U23-WM im Einer über 2000 m. (Foto: bf)

Marc Weber vom Gießener Ruderclub Hassia errang bei den U23-Weltmeisterschaften die Silbermedaille im Einer über 2000 Meter. Nachdem der 20-jährige Athlet vor gut vier Wochen nach einem Bänderriss fast schon sein Ticket nach Poznan (Polen) vernichtet sah, nahm die Mission WM-Endlauf im Einer doch noch ein mehr als gutes Ende.

Dass Weber mittlerweile taktisch kluge Rennen fahren kann, hat er bereits im Vorlauf am vergangenen Mittwoch, dem Viertelfinale und schließlich auch im Halbfinale bewiesen. Sein Trainer Martin Strohmenger sagte: »Marc hat in den Vorläufen taktisch klug agiert und sich nicht vollständig verausgabt. Dabei hat er bei seinen Gegnern nicht die Karten offengelegt und sein volles Leistungspotenzial erst im Finale gezeigt, das war für seine Kontrahenten sicherlich überraschend.« Weber fuhr im Vorlauf und Viertelfinale jeweils mit Abstand zu den Siegern auf Platz zwei und ließ im Halbfinale mit Platz drei viel Platz zu den Führenden. Das reichte ja zur Qualifikation.

Der Hassianer hatte sich aber dann nach einem Blitzstart im Finale bei sehr warmen Witterungsbedingungen zunächst in Front gesetzt. Vor der 500-Meter-Marke fuhr dann jedoch der Vorjahressieger aus Kanada, Trevor Jones, vorbei und gab diese Führung bis zur Ziellinie nicht mehr her. Im Verfolgerfeld spielte Weber eine wichtige Rolle, so wurde er als Zweiter immer wieder vom US-Amerikaner Benjamin Davison attackiert. Nach 1500 Metern verlor der US-Boy jedoch die Kraft und konnte sich den Attacken seines bis dahin viertplatzierten Verfolgers, des Bulgaren Boris Yotov, nicht mehr erwehren. Während Yotov und Davison sich um Platz drei stritten, hielt Weber die Verfolger in Schach und sicherte sich gekonnt die Silbermedaille. Weber sagte nach seinem Erfolg: »Es hat heute sogar besser geklappt, als ich gedacht hätte. Irgendwann hatte ich nur noch den Bulgaren im Blick und wollte Silber absichern. Dass ich so nah am Kanadier dran war, war mir gar nicht bewusst.« Sein Trainer Strohmenger bab zu Protokoll: »Da wäre sicherlich noch mehr drin gewesen. Aber mit diesem Resultat sind wir alle sehr zufrieden, das ist eine tolle Basis für die kommende Saison. Marc hat das prima gemacht. Tolle Arbeit auch von den Physiotherapeuten im Leistungszentrum Ratzeburg, ohne deren Betreuung wäre Marcs Genesung sicherlich nicht so gut verlaufen nach seinem Bänderriss.«

Auch Hassia-Vorsitzender Kai Frenzel zeigte sich nach diesem Erfolg bei der U 23-WM rundum begeistert: »Marc hat in unserem Ruderclub das Rudern gelernt und ist nunmehr in der Weltspitze der Sportart in einer olympischen Bootsklasse angekommen – und er startet immer noch für die Hassia. Das ist für uns alle eine sehr große Freude, zumal die Finanzierung des Leistungssports uns als Club vor ganz erhebliche Herausforderungen stellt. Das hat sich gelohnt, wir sind sehr stolz und glücklich über diesen Erfolg.«

Weber wird sich die kommende Woche zunächst in einen kurzen Urlaub zurückziehen, um sich von den Trainingsstrapazen zu erholen. Danach geht es weiter zur Trainingsvorbereitung für die Rennen im Herbst und Winter.

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