31. August 2018, 16:00 Uhr

Fußball

André Marius Jörg: Endlich mal die Null

In der Fußball-Verbandsliga Mitte trifft am Samstag (16 Uhr) Spitzenreiter FSV Fernwald auf den Rangzweiten FV Biebrich 02. Diese Zeitung sprach im Vorfeld mit FSV-Spieler André Marius Jörg.
31. August 2018, 16:00 Uhr

Die Elf von FSV-Trainer Karl-Heinz Stete ist mit bislang 26 erzielten Treffern das torgefährlichste Team der Liga, während die Gäste mit fünf Gegentoren gemeinsam mit dem TuS Dietkirchen die bislang beste Abwehrreihe präsentieren.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in das Spiel – und welche Chancen, aber auch Risiken birgt diese Partie?

André Marius Jörg: Wir wollen vor allem unsere Leistungen aus der Partie in Kinzenbach bestätigen. Hier haben wir uns für den Auftritt aus dem Spiel gegen den SV Bauerbach (3:3 – Anm. d. Red.) rehabilitiert. Aus Sicht der Abwehr ist das Ziel, endlich mal ein Spiel zu null zu spielen. Wenn uns dies gelingen sollte, wäre das bereits die halbe Miete zum Erfolg. Dafür muss aber die Einstellung der gesamten Mannschaft stimmen, denn wenn dies nicht der Fall sein sollte, kann es ganz schnell nach hinten losgehen.

Bislang musste der FSV in allen sechs Spielen mindestens einen Gegentreffer hinnehmen. Mit elf Gegentoren ist die Anzahl für ein Spitzenteam ungewöhnlich hoch. Was sind aus Ihrer Sicht die Ursachen?

Jörg: Wir haben eine sehr offensive Ausrichtung und stehen, um den Gegner früh attackieren zu können, sehr hoch. Dadurch waren wir bislang sehr konteranfällig. Dabei ist die fehlende Kommunikation und das »blinde« Verständnis, welches sich aufgrund unserer zahlreichen Neuzugänge gerade im zentralen Mittelfeld erst noch entwickeln muss, sicher einer der Aspekte, die man bedenken sollte. Hier sind wir aber auf dem Wege der Besserung. Zudem muss man berücksichtigen, dass Daniel Erben aufgrund des zunächst nicht erkannten Zeckenbisses zu Saisonbeginn nicht seine volle Leistung abrufen konnte und der eine oder andere Lapsus im Nachhinein erklärbar wird. Wenn er wieder seine volle Leistung abrufen kann, werden wir auch in der Innenverteidigung sicher stabiler stehen.

Wie sehen Sie Ihre persönliche Rolle im Spielsystem, wo sehen Sie Stärken und Schwächen?

Jörg: Auf der linken Außenbahn kann ich meine Schnelligkeit ausspielen. Die hohe Ausrichtung eröffnet die Chance, lange Diagonalbälle zu erlaufen und meine Stärke beim Flanken in die Waagschale zu werfen. Das Risiko liegt darin, dass man bei einem Lauf bis auf die gegnerische Grundlinie die Lücken selbst nicht mehr zulaufen kann. Da müssen sich die »Sechser« oder auch einmal der von mir überlaufene Stürmer fallen lassen. Dies bedarf ein hohes Maß an Abstimmung, damit die Defensivreihe bei Kontern nicht in Unterzahl gerät.

Mit Karl-Heinz Stete steht seit Beginn dieser Saison ein neuer Trainer in der Verantwortung. Wie bewerten Sie seine Arbeit, was hat sich zu seinem Vorgänger Roger Reitschmidt geändert?

Jörg: Karl-Heinz Stete bindet seinen Co-Trainer Oliver Wiegel mehr ins Training ein. Das gibt ihm die Gelegenheit, die von uns absolvierten Spielformen zu beobachten und Lösungen einzubringen. Das positionsspezifische Training und die taktischen Übungen haben sich gegenüber der Vorsaison erhöht. Mit den Stürmern Neven Vujica, Rafael Szymanski und Felix Erben ist die Spielidee unseres neuen Trainers offensiver geprägt. Er hat während des Spiels eine ruhige, sachliche Art, so dass die Spieler mehr Verantwortung auf dem Platz erhalten haben. Er hebt sich Dinge, die ihm auffallen, auf und spricht diese im Training an. Dabei verwendet er Videoanalysen und benutzt die Taktiktafel. Bei Fehlern versucht er, mit uns gemeinsam Lösungen zu entwickeln und bindet uns sehr gut ein. Karl-Heinz Stete ist die Meinung seiner Spieler wichtig.

In der letzten Saison gelang dem FSV Fernwald ein 5:1 über den FV Biebrich 02. Wagen Sie einen Tipp für morgen?

Jörg: Wir gewinnen 3:0, wobei mir persönlich die Null besonders wichtig wäre. Vorne schießen wir immer Tore (lacht). (Foto: fro)

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