20. Juli 2018, 16:00 Uhr

Ollis Tagebuch

An die Leistungsgrenze und darüber hinaus: Aus dem Trainingslager der HSG Wetzlar in Kappl/Tirol

Tag zwei des Trainingslagers des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar in Kappl in Tirol. Unser Mitarbeiter Oliver Vogler ist vor Ort und versorgt Sie, liebe Leser, täglich mit seinen Eindrücken, Einschätzungen und Anekdoten.
20. Juli 2018, 16:00 Uhr
Arbeit im Kraftraum, Zirkeltraining, Alexander Hermann. (Foto: Oliver Vogler (Sportfoto Oliver Vogler))

Wecken um 8 Uhr, so beginnt der zweite Tag im Trainingslager der HSG Wetzlar im österreichischen Kappl. Bei den derzeitigen Wetterbedingungen gibt es sicherlich schlechtere Plätze, um im Moment zu verweilen. Hoffen wir, dass das Wetter noch ein bisschen hält.


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Nach dem Frühstück stand um 10 Uhr die erste harte Einheit für die Bundesliga-Handballer auf dem Programm. Treffen in der Turnhalle der Mittelpunktschule von Kappl, wo zwei Gruppen gebildet wurden. Für die erste Gruppe standen Spielzüge auf dem Programm, die zweite Gruppe hatte sich mit Athletiktrainer Jonas Rath in das örtliche Fitnesscenter begeben. Dort wurden alle an ihre Grenzen und teilweise auch darüber hinaus gebracht. Zirkeltraining mit mehreren Intervallen, Gewichte stemmen und allgemeiner Kraft- und Ausdauersport waren angesagt. Für mich war es gleich eine Gelegenheit, nicht nur zu dokumentieren, sondern aktiv ins Geschehen einzugreifen. Auch ich habe gute 45 Minuten alles gegeben, wenngleich das Programm ein wenig modifiziert war. Zwischendurch natürlich immer wieder Fotos machen und aufpassen, dass ich den Jungs nicht im Wege stehe. Zwei Stunden schweißtreibendes Training führte alle ans Limit.


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Die Mittagspause nutzten die Spieler für Regeneration, während eine kleine Gruppe um Trainer Kai Wandschneider, Co-Trainer Jasmin Camdzic, Geschäftsführer Björn Seipp, Physiotherapeut Maximilian Schuller und mich mit der Gondel auf den 1830 Meter hoch gelegenen Hausberg von Kappl fuhr. Oben angekommen, erwartete uns neben einem super Blick auf das Paznautal und die Silvretta-Gruppe auch eine Gastwirtschaft. Die Zeit auf dem Berg konnten wir für eine ausgedehnte Kaffeepause mit interessanten Gesprächen nutzen – ach das Leben kann so schön sein…


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Regeneration in der Eistonne bei Stefan Cavor und Maximilian Holst.
Regeneration in der Eistonne bei Stefan Cavor und Maximilian Holst.

Nach der Pause stand dann um 17 Uhr eine weitere zweistündige schweißtreibende Trainingseinheit an. Hier wurde diesmal der Grundstein für die Spielzüge gelegt. »Jugo links«, »Lemgo rechts«, »Kehrmann links«, nur einige der Abläufe, die die Spieler natürlich aus dem Effeff kennen. Aber immerhin gilt es ja auch noch sechs Neuzugänge in die Gepflogenheiten zu integrieren. Nach einer Partie der jungen Spieler gegen die älteren war auch schon der erste vollständige Trainingstag in Tirol geschafft. Ab ging es ins Hotel Almhof in Kappl, um das Abendessen zu genießen und die Regenerationsphase einzuleiten. Denn der nächste Tag sieht wieder zwei harte Trainingseinheiten vor.


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Der Trainerstab war sehr zufrieden. »Hier passt wirklich alles, das Hotel ist allererste Klasse, jeder Wunsch wird uns erfüllt. Die Halle ist nur wenige Gehminuten entfernt, immer dem Wildbach entlang, und von der Qualität her auch sehr passend. Alle Spieler ziehen hervorragend mit, keiner treibt quer und alle sind top motiviert. Das freut mich. Wir hoffen nur, dass wir in den harten Einheiten von Verletzungen verschont werden, denn die Jungs werden sicher morgen Abend oder Freitagvormittag völlig am Ende mit ihren Kräften sein. Das Wetter passt hervorragend, wer so hart arbeitet darf sich auch ein paar Minuten am Tag über diese herrliche Landschaft und das tolle Sommerwetter freuen«, fasste Trainer Kai Wandschneider zusammen.


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Neuzugang Nils Torbrügge sieht es ähnlich: »Die Bedingungen sind schon überragend, ich habe da schon viel schlechtere Trainingslager im meiner Laufbahn besucht. Die Verpflegung ist klasse, die Trainingsplätze sehr nah und die Regenerationsmöglichkeiten große Klasse. Dazu natürlich das traumhafte Wetter…«


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Apropos Wetter – am Mittwoch sollte uns wieder ein hochsommerlicher Tag verwöhnen. Während ich diese Zeilen schreibe, blicke ich gerade von meinem Balkon auf Kappl und darüber auf den funkelnden Sternenhimmel in der tiroler Nacht – keine Wolke zu sehen. Aber dazu morgen mehr. Euer Olli

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