03. März 2018, 11:55 Uhr

HSG Wetzlar

»Alles geben, was wir haben«

Hamburg winkt. Das Final 4 im DHB-Pokal. Noch ein Schritt fehlt der HSG Wetzlar. Der soll am Sonntag gegen Ligarivale TVB Stuttgart folgen. Die Rittal-Arena in Wetzlar wird ab 15 Uhr brennen.
03. März 2018, 11:55 Uhr
Ein Torhüter Johannes Bitter in Topform und ein aufstrebender TVB Stuttgart nehmen am Sonntag den Pokal-Fight bei der HSG Wetzlar an. (Foto: Imago)

HSG Wetzlar


Wir werden alles geben, was wir haben«, kommen ungewöhnlich emotionale Töne aus dem Mund von Kai Wandschneider. Der Wetzlarer Trainer selbst stünde mit dem Erreichen der DHB-Pokal-Endrunde in Hamburg vor der vorläufigen Krönung seiner Arbeit mit den Grün-Weißen. Auch Geschäftsführer Björn Seipp stilisiert das Ereignis am Sonntag in eine besondere Sphäre: »Ich denke, unser herausragendes Publikum wird noch einmal fünf Prozent drauflegen und uns nach Hamburg zu tragen versuchen.« - Die Fragen und Antworten zum Pokal-Hit:

Wie sind die Vorzeichen? Die HSG Wetzlar hat nach dem Spielausfall in Flensburg zwar keine 60 Minuten in den Knochen, muss dadurch aber leicht die Trainingsplanung bis Sonntag ändern. In diesem Jahr sind die Grün-Weißen in der Bundesliga nach den drei Siegen noch unbesiegt und haben somit enormes Selbstbewusstsein aufgebaut. Dadurch dürfte auch die Angst geringer davor sein, gerade im wichtigsten Spiel des Jahres einen schlechten Tag zu erwischen.

Beim TVB Stuttgart ist die Notbremse gezogen und Trainer Markus Baur entlassen worden. Mit Interimscoach Jürgen Schweikardt wurde das Schlüsselspiel bei den Eulen Friesenheim gewonnen und dem SC Madgeburg am Donnerstag beim Bundesliga-31:32 alles abverlangt. Vom Spielerpotential her wären die Schwaben leistungsmäßig eigentlich auf einer Stufe mit den Mittelhessen zu stellen, so aber geht es wiederholt um den Klassenerhalt. Losgelöst vom Druck in der Meisterschaft ist dem TVB durchaus zuzutrauen, mit einem einzigen Sieg im Pokal die gesamte verkorkste Bundesliga-Saison zu retten. Das macht die »Mimi« Kraus und Co. so gefährlich.

Welche personelle Fragen sind ungeklärt? Auf Wetzlarer Seite scheint der Einsatz des am Kreuzband verletzten Alexander Hermann weiter ausgeschlossen. Falls die Ärzte am Spieltag aber doch kurzfristig grünes Licht geben sollten, wäre der Rückraumlinke natürlich eine bedeutsame Option. Evars Klesniks kehrt nach seiner Grippe als zusätzlicher Stabilisator für die Abwehr auf jeden Fall in den Kader zurück.

Die Stuttgarter werden auf die Langzeitverletzten Dibril M’Benque, Finn Kretschmer, Tobias Schimmelbauer und Robert Markotic verzichten müssen, Fortschritte macht Rückraum-Linkshänder Felix Lobedank in der Reha nach seiner Achillessehnenverletzung, weshalb er als Option zumindest in Betracht kommen könnte. Zudem bangt Trainer Jürgen Schweikart um den Einsatz von Kreisläufer Simon Baumgarten, der sich am Donnerstag gegen Magdeburg eine gestern noch nicht genau diagnostizierte Verletzung zugezogen hat. Die Personalmisere erklärt ein wenig die bislang mäßige Saison der Stuttgarter.

Was sagen die Trainer? »Wir benötigen mehr Durchschlagskraft aus dem linken Rückraum«, weiß Wetzlars Kai Wandschneider, dass sich sein Team gegenüber dem Heimauftritt gegen N-Lübbecke wird steigern müssen. Darüber hinaus warnt er seine Mannen eindringlich davor, »zu früh Jannik Kohlbacher am Kreis zu suchen«, denn da war die Quote der vom Gegner abgepassten Bälle zuletzt zu hoch. Zudem weist der 58-Jährige auf die gerade im Pokal so wichtige Erfahrung vieler TVB-Akteure hin: »Johannes Bitter, Michael Kraus, Manuel Späth und Michael Schweikardt sind Urgesteine der Bundesliga und damit unglaublich ausgebufft und nervenstark.« Allerdings: »Durch die Absage in Flensburg waren wir am Donnerstagabend wieder zu Hause, und die Spieler haben ihren Schlafrhythmus behalten. Somit können wir am Freitag und Samstag zwei normale Trainingseinheiten in Vorbereitung auf Stuttgart absolvieren.«

»Uns ist schon klar, dass das für Wetzlar in eigener Halle das ›Spiel des Jahres‹ ist«, sagt TVB-Interimscoach Jürgen Schweikardt, »und ich denke, dass das Team extrem gut vorbereitet ist auf uns. Wenn Wetzlar als Favorit allerdings seine Leistung nicht abrufen kann, dann müssen wir da sein.«

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